Handball
Zweibrücker SV-Frauen auf der Suche nach alter Heimstärke
„Wenn mir einer zu Rundenbeginn gesagt hätte, dass wir nach zwölf Spieltagen mehr Auswärts- als Heimsiege zu Buche stehen haben, hätte ich ihn für verrückt erklärt“, bekennt Rüdiger Lydorf, der Trainer der Zweibrücker Handballerinnen.
Im siebten Jahr trainiert der Physiotherapeut das Frauenteam des SV und für alle sportlichen Erfolge der Zweibrückerinnen in dieser Zeit war stets die Heimstärke der entscheidende Faktor. Von März 2019 bis November 2021 waren die Zweibrückerinnen zu Hause sogar ungeschlagen gewesen; Spitzenreiter Kandel hatte die Serie reißen lassen.
Lydorf: An Leistung gegen Friesenheim anknüpfen
Seither konnten die Zweibrückerinnen, die zu Hause auch zweimal remis spielten, noch keine neue Serie starten. Gerade mal einen Heimsieg verbuchten sie bisher. Denen stehen allerdings schon drei Auswärtserfolge gegenüber. „Für uns eher ungewöhnlich“, sagt Lydorf. In fremder Halle fühlten sich die Zweibrückerinnen meist nicht so wohl. Das ist in dieser Runde anders. Denn auch in Bassenheim wäre ihnen fast ein Auswärtscoup gelungen. Zuletzt wurde gar mit 40:24 in Friesenheim gewonnen. Lydorf: „An die Leistung wollen wir jetzt auch zu Hause gegen Koblenz anknüpfen.“ Entscheidend werde sicher sein, ob sein Team „die Kreise von HC-Spielmacherin Anne Schäfer einengen“ kann, skizziert der Coach einen Taktikbaustein, der dazu beitragen soll, dass die Ignaz-Roth-Halle wieder zur schwer einnehmbaren Festung wird.
Was den Angriff anbelangt, wird die taktische Ausrichtung im Nachbarschaftsduell – Zweibrücken ist Tabellenachter, Koblenz belegt Rang zehn, die beiden Teams trennt ein Pluspunkt – „davon abhängen, mit welcher Abwehrformation Koblenz gegen uns spielt“, sagt Lydorf. Die früher stets sehr defensiv deckenden Koblenzerinnen haben zuletzt mehrfach gezeigt, dass sie mittlerweile auch offensivere Abwehrvarianten beherrschen. Variabel bleiben im Angriff dürfte damit für die Zweibrückerinnen, bei den Lucy Dzialoszynski den Takt vorgeben wird, zum Thema werden.
Lydorf kann voraussichtlich bis auf Kreisläuferin Hanna Müller, die eine berufliche Verpflichtung hat, alle Spielerinnen einsetzen.