Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel SV Palatia Contwig: Bezirksliga, wir kommen

Das Meisterfoto des SV Palatia Contwig. „Sofort nach Spielschluss gegen Hochstellerhof gingen auf dem Contwiger Rasenplatz die F
Das Meisterfoto des SV Palatia Contwig. »Sofort nach Spielschluss gegen Hochstellerhof gingen auf dem Contwiger Rasenplatz die Feierlichkeiten los, die sich komplett über die beiden Pfingstfeiertage ausdehnten«, gestand Palatia-Trainer Stefan Höh.

Meisterporträt: Mit dem knappen Vorsprung von nur einem Punkt gegenüber Konkurrent SC Busenberg sichert sich SV Palatia Contwig die Meisterschaft in der A Klasse Pirmasens-Zweibrücken. In Sachen Kaderzusammenstellung verspürt Trainer Stefan Höh keinen Druck.

Am Ende der Fußballsaison 2022/23 wurde es noch mal ganz schön spannend im Meisterschaftsrennen der A-Klasse Pirmasens-Zweibrücken. Erst am letzten Spieltag sicherte sich erste Mannschaft des SV Palatia Contwig mit einem 8:2- Heimsieg gegen den SV Hochstellerhof den Meistertitel und den damit verbundenen Aufstieg in die Bezirksliga – mit nur einem Punkt Vorsprung vor Verfolger SC Busenberg.

Holprige Vorbereitung

„Ich denke, wir sind am Ende verdient Meister geworden“, sagt im Rückblick Palatias Trainer Stefan Höh, der gleich in seinem ersten Trainerjahr den Titelgewinn einfahren konnte. „Sofort nach Spielschluss gegen Hochstellerhof gingen auf dem Contwiger Rasenplatz die Feierlichkeiten los, die sich komplett über die beiden Pfingstfeiertage ausdehnten. Das hatte sich die Mannschaft verdient“, erzählt er.

Eine wichtige Vorentscheidung im Kampf um den Titel gelang den Contwiger Kickern am vorletzten Spieltag mit einem 1:0-Sieg gegen den direkten Konkurrenten in Busenberg. Dabei erzielte Mesut Moutous schon nach drei Minuten den entscheidenden Treffer zum Auswärtssieg. In einem insgesamt ruppigen Spiel mit vier Gelb-Roten Karten rettete Contwigs Torhüter Moritz Betz dabei mit tollen Paraden den Sieg für die Palatia. „Der Sieg war zum Schluss etwas glücklich, aber nicht unverdient“, sagt Höh. „Am Ende mussten wir dann nur noch unsere Hausaufgaben machen und das Nachholspiel bei der SG Heltersberg/Geiselberg mit 4:2 sowie das Heimspiel gegen Hochstellerhof mit 8:2 gewinnen, um als Bezirksliga-Aufsteiger durchs Ziel zu gehen“, stellt der Palatia-Coach fest.

Dabei hat es schon etwas gedauert, bis Höh so richtig an die Meisterschaft seiner Truppe glauben konnte. Denn die Vorbereitung auf die Rückrunde war nach Aussage des 39-Jährigen eigentlich katastrophal: In fast allen Vorbereitungsspielen setzte es deutliche Niederlagen für die Palatia. „Doch nach dem Start in die Rückrunde mit dem 5:0-Auftaktsieg in Obersimten habe ich an uns geglaubt.“ Höh sieht in diesem Erfolg ein Schlüsselerlebnis für den Rest der Saison. „Ab da hatten wir einen Lauf, haben am Ende von 18 Spielen nur noch einmal, nämlich mit 0:2 zu Hause gegen Maßweiler, verloren.“

Top-Torjäger fehlt lange

Dass es am Ende zum Aufstieg in die Bezirksliga Westpfalz gereicht hat, ist umso erstaunlicher, weil das Team über die gesamte Spielzeit mehrmals durch schwere Verletzungen von Stammspielern gebeutelt wurde. So fiel Top-Torjäger Steven Mathieu über einen längeren Zeitraum aus, hat nur 17 von 30 Begegnungen absolvieren können. Trotzdem kam Mathieu noch auf 27 Tore. In der Torjägerliste der A-Klasse belegte er damit immer noch noch Rang drei – hinter Torschützenkönig Felix Burkhard aus Busenberg (39 Tore) und Max Meyer (35) vom Hilster SV. Neben Mathieu musste Höh des Öfteren auch auf die Stammspieler Tim Hüther, Christoph Wolf, Philipp Koch und Philip Bachert verletzungsbedingt verzichten. „Dank unseres breiten Kaders konnten wir die Ausfälle aber ganz gut kompensieren“, sagt der Meistercoach zufrieden.

Für die anstehende Spielzeit in der Bezirksliga plant Stefan Höh mit dem gleichen Kader wie in der Meistersaison. „Unser Kader ist groß genug, um auch in der Bezirksliga bestehen zu können“, glaubt er. Einen ersten Zugang gibt es mit Philipp Semar, der nach einem Jahr aus Battweiler zurückkehrt. „Nach weiteren Verstärkungen werden wir uns zwar umsehen, wollen aber nichts übers Knie brechen“ , erläutert Höh. „Wenn sich etwas ergibt, ist das okay. Wenn nicht, werden wir mit dem bestehenden Kader weitermachen, mit dem Ziel den Klassenerhalt in der Bezirksliga zu schaffen“, sagt der Chefcoach der Palatia voller Optimismus.

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