Handball
SV 64 Zweibrücken bei der HSG Eckbachtal in der harzfreien Zone gefordert
Das SV-Team fährt gefühlt auf Eckbachtaler Spuren in die Vorderpfalz. Denn noch am Vorsonntag war die HSG in Zweibrücken zu Gast. Bei der VTZ Saarpfalz kassierte der Tabellenelfte eine deutliche Niederlage. Das würde der SV 64 gerne anders handhaben und die Heimfahrt aus Dirmstein, wo die Eckbachtaler spielen, mit zwei Punkten antreten. „Das ist eine enorme Herausforderung“, warnt aber SV-Trainer Stefan Bullacher. Er hat sich das Video des Spiels der Eckbachtaler bei der VTZ angeschaut, „aber die Leistung, die die HSG dort geboten ist, ist für uns nicht der Maßstab“, betont er. Wie sich die Eckbachtaler bei ihrem Heimsieg gegen den TV Offenbach präsentiert hätten dagegen schon.
Kein Scherz, sondern Premiere für Adam Soos
Denn Eckbachtal zu Hause und auswärts– der Unterschied ist genau so groß wie der zwischen Handball mit und ohne Harz. In Dirmstein wird nämlich ohne Haftmittel gespielt. Für den neuen SV-Regisseur Adam Soos ein absolutes Novum. Der in Baden-Württemberg ausgebildete Handballer „hat in seinem ganzen Leben noch nie Handball ohne Harz gespielt. Der dachte, wir machen einen Scherz“, erzählt Bullacher schmunzelnd.
Es werde wieder viel von der Einstellung abhängen, mit der seine Mannschaft in die Partie gehe, weiß der SV-Coach. Die hohe Hürde in Offenbach wurde mit der richtigen Einstellung gemeistert, und in Worms wurde der SV seiner Favoritenrolle gerecht, weil konzentriert gespielt, und vor allem verteidigt wurde. „So konzentriert müssen wir auch in Eckbachtal zu Werke gehen“, fordert Bullacher.
HSG: Torhüter Tobias Häuselmann wieder dabei
Bei den Eckbachtalern wird es im Vergleich zum Gastspiel bei der VTZ Veränderungen geben. Torhüter Tobias Häuselmann, der in Zweibrücken urlaubsbedingt passen musste, ist dabei, und coachen wird wieder Thorsten Koch. Der HSG-Trainer war in Zweibrücken wegen eines privaten Termins von Co-Trainer Mohamed Subab vertreten worden.
Dass die Eckbachtaler nach zwei Auswärtsniederlagen in Folge zu Hause besonders motiviert sein werden, steht außer Frage. Das HSG-Team spielt seit Jahren weitgehend in unveränderter Besetzung. Viele Spieler waren schon in der Saison 2018/19 dabei, als die HSG den SV 64 mit 21:18 schlug. Im Jahr darauf, es war das Meisterjahr der Zweibrücker, „haben wir nur hauchdünn, mit dem nötigen Quäntchen Glück gewonnen“, erinnert sich Bullacher an den 26:25-Sieg. In den Schlusssekunden hatte der heutige Zweitliga-Spieler Marc-Robin Eisel den Siegtreffer erzielt.