FUSSBALL / HANDBALL RHEINPFALZ Plus Artikel Rieschweilers Ankerwurf, Stambacher Schultertippen mit Folgen, SV 64 in Ergebniskrise

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Die Dienstags-Sportkolumne „Abseits“ von RHEINPFALZ-Mitarbeiter Benjamin Haag.

Ankerwurf der SGR

Kann die SG Rieschweiler in der Fußball-Landesliga nur gewinnen, wenn die Null steht? Die alte Huub-Stevens-Weisheit „Die Null muss stehen“ nimmt die SGR-Mannschaft von Trainer Marcus Eiser wohl sehr wörtlich. Denn nach dem 1:0 gegen die VB Zweibrücken zum Saisonstart folgte ein 2:0 gegen den VfL Simmertal und nun ein 3:0 gegen die starken Weselberger. Das ist insofern verwunderlich, weil Rieschweiler in den übrigen 13 Saisonspielen bisher 72 Gegentore bekommen hat. Doch wie lautet die uralte Fußballphrase, die gerne von Trainern bemüht wird, wenn’s mal eine deftige Klatsche gab: „Lieber einmal 0:5 als fünfmal 0:1.“ Sei’s drum: Mit dem 3:0 gegen Weselberg wirft Rieschweiler deutlich den Anker in Richtung Landesliga-Nichtabstiegsplatz, den Coach Eiser zum Saisonende erreichen will. Denn er will seine junge Mannschaft weiter in der Landesliga fordern.

Böses Schultertippen

Unspektakulär, das gibt es beim SC Stambach scheinbar nicht mehr. 4:3, 3:5, 1:6 und nun 5:4 beim TV/SC Hauenstein II lauten die letzten Ergebnisse. „Das war diesmal auch dem kleinen Hartplatz geschuldet. Jeder Einwurf war eine Flanke. Die Eckbälle an den Fünfer waren auch immer brenzlig“, erzählt SCS-Spielertrainer Steven Hörner, für den das Spiel gegen Hauenstein in der A-Klasse ein ungewöhnliches Ende nahm. „Es war fast wie auf dem Trainingsplatz, das ist schon grenzwertig. Wir waren effizient, es ging viel in der Offensive, weil der Platz so schmal war“, ergänzt Hörner, der selbst das 2:0 und 3:1 für Stambach erzielte.Für den Stambacher Coach selbst dauerte die Partie nur 83 Spielminuten. Nachdem ein Ball im Aus war, wurde der wegen eines taktischen Fouls bereits verwarnte Hörner vom Platz gestellt. „Ich stand drei Meter vom Schiedsrichter weg. Ein Hauensteiner holt den Ball. Ich sehe, dass noch ein zweiter Ball auf dem Feld war, tippe dem Schiedsrichter auf die Schulter und will ihn darauf hinweisen. Dann hat er direkt die Gelb-Rote Karte gezogen“, beschreibt Hörner die Szene zum Platzverweis. Da seine Mannschaft danach noch das 4:3 und 5:3 erzielte, war’s ihm aber herzlich egal. „Wir haben drei Punkte und wieder ein bisschen Luft nach unten“, freute er sich, auch wenn sein Team in einer der letzten Szenen noch das 4:5 hinnehmen musste.

Nur die Rücklichter

Acht Siege zum Saisonstart: Es sah so gut für Handball-Oberligist SV 64 Zweibrücken aus. Sowohl beim TV Homburg als auch in Zweibrücken fieberte man schon dem Spitzenspiel am 10. Dezember entgegen. Die Homburger, die sich mit Bundesliga-Spieler Yves Kunkel vor der Saison verstärkt hatten, verbaselten gegen Kellerkind HSG Nahe-Glan schon einen Zähler, leichter Vorteil SV 64 im Meisterschaftsrennen.Doch vorläufig sieht der SV 64 Zweibrücken nur noch die Rücklichter des Aufstiegsexpresses. Dreimal in Folge blieb das Team ohne Sieg, auch am Samstag gegen Schlusslicht TuS KL-Dansenberg II. Statt „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ hörte man die lang gezogenen Gesänge der TuS-Anhänger nach dem 24:24. Und: „Doonseberg, Doonseberg“ klang der exzessive Jubel der Gästespieler über den gewonnenen Punkt durch die Halle. Der SV 64 muss jetzt schleunigst wieder in die Spur finden.

Dass Sie für nette Hinweise nicht gleich Ärger bekommen, wünschtBenjamin Haag

Benjamin Haag
Benjamin Haag
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