Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Neues Pflegeheim: In vier Wochen wird das Haus Kana eröffnet

Beim Rundgang: Hier ensteht im Obergeschoss das grüne Wohnzimmer.
Beim Rundgang: Hier ensteht im Obergeschoss das grüne Wohnzimmer.

Im September 2019 feierte das Diakonie-Zentrum Pirmasens in der Canadasiedlung den Spatenstich für das Haus Kana. 15 Monate später ist das Pflegeheim in der Quebecstraße fast fertig. Im Gebäude werden die letzten Arbeiten ausgeführt, um das Haus in Betrieb nehmen zu können.

„Auch wenn man es sich jetzt schwer vorstellen kann, aber das wird“, beruhigte Carsten Steuer, der kaufmännische Vorstand des Diakonie-Zentrums, dass in den verbleibenden Tagen bis zum Weihnachtsfest die Baustelle fertig sein wird. Die Mitarbeiter der Diakonie werden zwischen den Feiertagen alles für den Starttermin am 11. Januar vorbereiten. Dunkle Steinfliesen, weiße Wände und Echtholztüren aus Eiche lassen neben herumliegenden Kartonagen und Gerüstteilen erahnen wie es im Foyer einmal aussehen wird. Aus dem angrenzenden neuen Andachtsraum erklingt Orgelmusik. Pfarrer Norbert Becker, der ebenfalls zum Diakonie-Vorstand gehört, der das Instrument bedient, begrüßt die Besucher musikalisch.

Steuer berichtet, dass von den 78 Betten, die das Haus Kana im vollstationären Bereich anbietet, aktuell etwa 15 bis 20 vergeben sind. Zwölf weitere Zimmer wird es in der Tagespflege geben. Ein mulmiges Gefühl, weil das zehn Millionen Euro teure Haus noch nicht ausgebucht ist, haben die Vorstände nicht. „Das ist normal, denn in dieser Stufe der Pflege werden Plätze kurzfristig gebraucht“, so Becker. Zudem gebe es immer eine Warteliste mit rund 40 Personen, bei denen die Einteilung in eine Pflegestufe aussteht. Das Haus Kana ist so etwas wie das Haus Serepta 2.0. Denn an den Erfahrungen aus Contwig hat man sich beim Zweibrücker Neubau orientiert. Aber „ohne das gesamte Design zu übernehmen, das hier ist etwas Eigenes“.

Sobald man die Eingangshalle verlässt, gehen die Fliesen in einen Holzboden über, farbliche Akzente setzen die Wände. Im Erdgeschoss des u-förmigen Gebäudes sind neben dem Foyer und der Kapelle die Räume der Tagespflege sowie das Wohncafé Marianne untergebracht. Abseits und abgegrenzt vom Wohn- und Bürobereich, sozusagen hinter den Kulissen, befindet sich der nüchterne Technik- und Versorgungstrakt, inklusive der Umkleiden der Bediensteten.

Im Obergeschoss befinden sich der Wohnbereich und die Einzelzimmer mit jeweils eigenem Bad. In den offen gestalteten Gemeinschaftsräumen sind überall Handwerker zu sehen, die Küchenschränke zusammenbauen oder Kartons mit Möbelteilen in die vorgesehen Räume einsortierten. Der Eingangsbereich zum Supermarkt hin ist noch nicht fertig. Dafür ist die Außenanlage im Hofinneren mit Wegen und Rollrasen schon beinahe fertig gestaltet.

Das Diakoniezentrum rechnet mit 30 Vollzeitstellen in der Pflege und Betreuung der Bewohner. Die Ausbildung weiterer Pflegekräfte in Zweibrücken sei zudem geplant. Die Eröffnung des Hauses Kana im Januar bildet zugleich den Startpunkt für das Gemeinschaftsprojekt „Wohnwelt im Kanada-Park“. Es ist der Kern für weitere Senioreneinrichtungen auf der ehemaligen militärischen Wohnsiedlung. Denn die städtische Wohnungsgesellschaft Gewobau und die Sparkasse Südwestpfalz sind als Projektpartner im Boot. In ihrem jeweiligen Auftrag entstehen für weitere acht Millionen Euro zusätzliche Bauten der Pflegeeinrichtung. Beim unmittelbar angrenzenden „Wohnen plus“ der Gewobau werden 20 barrierefreie Wohneinheiten gebaut, beim „Servicewohnen“ der Sparkassen entstehen zwei moderne Häuser mit 22 Wohnungen. Bei beiden kann zusätzlich eine ambulante Pflege in den eigenen vier Wänden in Anspruch genommen werden. Hier steht der Eröffnungstermin allerdings noch nicht fest.

Der kaufmännische Vorstand des Diakonie-Zentrum Pirmasens, Carsten Steuer (links), und Silvia Bach, Geschäftsbereichleiterin Woh
Der kaufmännische Vorstand des Diakonie-Zentrum Pirmasens, Carsten Steuer (links), und Silvia Bach, Geschäftsbereichleiterin Wohnen und Pflege, führten die Rundgangteilnehmer in den fast fertig gestalteten Innenhof.
Dieser Küchenbereich sieht fast fertig aus.
Dieser Küchenbereich sieht fast fertig aus.
In jedem Badezimmer werden farblich andere Akzente gesetzt.
In jedem Badezimmer werden farblich andere Akzente gesetzt.
Die Handwerker haben bis Weihnachten noch zu tun.
Die Handwerker haben bis Weihnachten noch zu tun.
Die beiden Schreiner Sören Menzel (links) und Matthias Strehlow aus Frankfurt schrauben Schränke zusammen.
Die beiden Schreiner Sören Menzel (links) und Matthias Strehlow aus Frankfurt schrauben Schränke zusammen.
Die Kapelle ist noch nicht fertig. Für Bewohner, die nicht gut zu Fuß sind, ist der Andachtsraum auch vom ersten Stock aus zu se
Die Kapelle ist noch nicht fertig. Für Bewohner, die nicht gut zu Fuß sind, ist der Andachtsraum auch vom ersten Stock aus zu sehen.
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