Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Nächste Verletzung: Hiobsbotschaften bei Zweibrücker SV-Herren reißen nicht ab

Die Hiobsbotschaften beim SV 64 Zweibrücken reißen nicht ab: Kapitän Tom Grieser hat sich zuletzt im Heimspiel gegen den TV Homb
Die Hiobsbotschaften beim SV 64 Zweibrücken reißen nicht ab: Kapitän Tom Grieser hat sich zuletzt im Heimspiel gegen den TV Homburg einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen und pausiert länger. Und Teamkollege Niklas Bayer muss nun doch an der Schulter operiert werden.

Bei den Oberliga-Herren des SV 64 Zweibrücken sehnt das ganze Team die kurze Pause über Weihnachten herbei. Denn der Klub hat ein Seuchenjahr hinter sich. Am Samstag gegen den TV Nieder-Olm fällt schon wieder ein entscheidender Spieler aus.

Handball-Oberligist SV 64 Zweibrücken könnte in dieser Saison getrost ein weiteres Trikot mit einem Spielernamen bedrucken lassen. Für einen Mitspieler, der schon, wie sich jetzt herausstellte, vor Saisonbeginn zum SV-Team stieß. „Hiob“ könnte zweifelsohne auf einem Löwen-Trikot stehen. Der imaginäre Mitspieler sorgt beinahe im Wochentakt für die seinem Namen entsprechenden Botschaften bei den Zweibrückern. Vor dem Spiel am Samstag gegen den Tabellenachten TV Nieder-Olm (Anwurf: 18 Uhr, Westpfalzhalle) betrifft eine davon Tom Grieser.

Nein, er wisse auch nicht, was der Verein gemacht habe, um so eine Unglücksserie erleben zu müssen, sagt dazu SV-Trainer Stefan Bullacher. Jetzt hat es den Zweibrücker Abwehrchef getroffen. Am vergangenen Samstag verletzte sich Tom Grieser im Top-Spiel gegen den TV Homburg. Ein Eisbein, so hatte er nach einem Zweikampf vermutet, nachdem für ihn die Partie zu Beginn der zweiten Halbzeit frühzeitig zu Ende gewesen war. Das ist an sich schon eine schmerzhafte Diagnose, die seinen Einsatz gegen Nieder-Olm bereits mit einem Fragezeichen versehen hatte, aber: „Er wird länger ausfallen“, sagt Bullacher. Denn die Verletzung erwies sich als Muskelfaserriss.

Spannendes Puzzle für die richtige Abwehrformation

Damit ist nun auch das Abwehrzentrum der Zweibrücker von einem gravierenden Ausfall betroffen. Der wiegt umso schwerer, weil die Abteilung Angriff durch die Ausfälle von Philip Kockler, Tom Ihl und Niklas Bayer ohnehin schon stark gehandicapt ist. Für den Halbrechten Bayer hatte der SV-Hiob diese Woche ebenfalls noch eine schlechte Nachricht im Gepäck: Ende des Jahres muss sich der Linkshänder doch einer Operation an der lädierten Schulter unterziehen. Die konventionelle Behandlung der Verletzung reichte nicht aus. Verletzungspech gehöre im Handball dazu, „aber in dieser Heftigkeit, das kommt selten vor“, sagt Bullacher.

Für das verbliebene Team heißt es am Samstag, das abschließende Spiel des Jahres vernünftig zu bestreiten. „Mal schauen, wie sich das am besten zusammensetzt“, sagt Bullacher. Vor allem in der Abwehr, die sich zuletzt wieder stabilisiert hatte, auch weil die Achse Torhüter, Grieser und der vorgezogen deckende Benny Zellmer funktionierte, wird es ein spannendes Puzzle werden. Die verbliebenen SV-Spieler zählen zum Teil nicht zu den abwehrstärksten Spezialisten, sind oft Kandidaten für einen Angriff-Abwehr-Wechsel.

Nieder-Olmer A-Junioren machen Dampf

Einfach noch mal alles probieren, was geht – „das ist die Maßgabe für unser letztes Spiel in diesem Jahr“, sagt der Trainer. Auf die folgende Handballpause bis ins neue Jahr „freuen sich alle“, so der Coach. Denn es war ein Seuchenjahr für den SV 64. Wenig Fehler im Angriff machen, das wäre laut Bullacher schon mal der erste wichtige Schritt in der Defensivarbeit seines Teams. Und das Rückzugsverhalten muss stimmen.

Sein Team erwartet am Samstag den TV Nieder-Olm. Die Mannschaft hat sich mit ausgeglichenem Punktekonto (13:13) im Mittelfeld etabliert. Trainer Tino Stumps, schon als Spieler als Schlitzohr bekannt, versteht es, die Mannschaft gut einzustellen. Schwankungen gibt es, weil die Nieder-Olmer mal die A-Junioren einsetzen können, mal nicht. „Am Samstag gibt es keine Terminüberschneidung. Deshalb gehen wir davon aus, dass die A-Junioren dabei sind“, glaubt Bullacher. Das verbessert die Qualität des Nieder-Olmer Kaders enorm.

Vor allem, was das schnelle Umschaltspiel angeht: Die Junioren setzen auf Tempohandball und können bis zur 60. Minute Vollgas geben. Das ist mit eine Grundlage dafür, warum sie sich vorzeitig auch für die kommende Bundesliga-Saison qualifizieren konnten und in der bevorstehenden Meisterrunde unter anderem auf den Nachwuchs des THW Kiel, des HSV Hamburg, des SC Magdeburg und der Rhein-Neckar Löwen treffen.

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