Serie Heimtrainer: Boule RHEINPFALZ Plus Artikel Im Garten, auf dem Waldweg und auf Ziele wie Autoreifen

Zwischenzeitlich wichen Walter Müller und Carmen Zimmer zum Trainieren auf den Boule-Platz im Ernstweiler Prinzenpark aus.
Zwischenzeitlich wichen Walter Müller und Carmen Zimmer zum Trainieren auf den Boule-Platz im Ernstweiler Prinzenpark aus.

„Unsere Anlage wird derzeit mit Einschränkungen bespielt.“ Walter Müller ist Trainer der Boule-Abteilung der TSG Mittelbach-Hengstbach, mit ihrer ersten Mannschaft spielt die Abteilung in der Regionalliga Süd. Das krisenbedingte Einfrieren jeglichen Wettbewerbssports bedeutet für die Mittelbacher Kugelsportler kein abruptes Saisonende.

„Die neue Saison hatte nämlich noch gar nicht angefangen“, erklärt Müller. Mit der neuen Runde wird es im laufenden Jahr aber nichts. „Von der Bundesliga runter wurde alles abgesagt“, erklärt Müller. Dazu kam die Sperrung der eigenen Bahnen auf dem TSG-Gelände, die jetzt aufgehoben wurde. Freiluftsport ist wieder erlaubt. „Wir können trainieren. Unter Einhaltung der Abstandsregeln“, so der Trainer. Möglich seien Spiele Eins gegen Eins und Zwei gegen Zwei.

Um in Übung zu bleiben, waren die Spieler der Abteilung vor der Wiederöffnung der Anlage zuletzt an unterschiedlichen Orten aktiv, etwa auf der Boulebahn des Ernstweiler Prinzenparks. „Andere spielten auf Waldwegen. Wie die Franzosen, die wir dabei haben“, erzählt Müller. Seinen bevorzugten Sport könne man eben auch unter Nicht-Leistungsaspekten gut betreiben. Beispielsweise daheim hinterm Haus auf der Grünfläche.

Bei Kugeln besser die Strandausführung nehmen

Insofern sei das Spiel mit den Kugeln ideal, um sich während der Corona-Krise die Zeit zu vertreiben. „Für den Garten sind die richtigen Boule-Kugeln aber zu teuer“, meint der Experte. Statt zu Kugeln aus Stahl solle man deshalb zur Ausführung für den Strand greifen. „Die werden mit Wasser gefüllt“, erklärt Walter Müller.

Dann könne es losgehen mit Legen und Schießen, man könne kleinere innerfamiliäre Wettbewerbe veranstalten. Auch Varianten seien denkbar. „Wenn man einen alten Autoreifen hat, kann man da reinzielen. Aus unterschiedlichen Distanzen. Sechs Meter, sieben Meter.“ Für Kinder sei das ein Riesenspaß, vor allem, wenn ein Eis als Preis winke. Auch das Schießen auf eine leere Fünf-Liter-Dose sei eine Möglichkeit. Die müsse das Familienoberhaupt vorher halt notgedrungen vorher leeren, wie Müller lachend meint. „Den Kindern gefällt das gut“, ist der Boule-Coach sicher.

Serie Heimtrainer: Zuhause was für die Fitness tun

Ganz früher waren Leute, die einen Heimtrainer im Keller hatten (ein Fahrrad oder einen Ruderapparat), noch eher Exoten. Später verlagerte sich die Fitnesswelle in die Studios. Aber schon vor Urzeiten, in den 1970ern, gab es im dritten Fernsehprogramm die Skigymnastik mit Christian Neureuther und Rosi Mittermaier. In Zeiten der Corona-Krise samt Quarantäne und Ausgangsbeschränkung konnten die Menschen ihrem Sport etwa zwei Monate lang nicht mehr in Vereinen oder Fitnessstudios nachgehen. Zeit sich im Keller oder Speicher mal umzusehen, welche Sportgeräte dort noch lagern. Was kann ich grundsätzlich zu Hause tun, um mich fit und beweglich zu halten? Basketball-Bundesligist Alba Berlin bot zum Beispiel im Internet auf Youtube „Albas tägliche Sportstunde“ an. Fußball-Weltstar Toni Kroos von Real Madrid rief zu „Tonis Home Challenge“ auf, viele Fitnessstudios kamen online zu den Kunden. Auch nach den deutlichen Lockerungen für den Sport im Zuge der sechsten Corona-Bekämpfungsverordnung bietet die Zweibrücker RHEINPFALZ unter dem Stichwort „Heimtrainer“ in loser Folge weiter Hinweise aus diversen Sportarten, wie man in den eigenen vier Wänden etwas für die eigene Fitness und Beweglichkeit tun kann.

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