Handball
Frauen des SV 64 Zweibrücken: Kalte Duschen und schlimme Minuten
„Die Mädels waren schnell fertig“, sagte SV-Trainer Rüdiger Lydorf zur kurzen Dusch-Session. Denn in den Ludwigshafener Sporthallen gibt es kein warmes Wasser mehr. Das Schulzentrum Mundenheim konnten die Zweibrückerinnen daher schnell verlassen und damit die sieben Schlussminuten ohne Tor erst mal vergessen.
Rebecca Knoll, die die in Urlaub befindliche Annalena Frank im linken Rückraum vertrat, erzielte in der 53. Minute das letzte Tor der Zweibrückerinnen. Es war das 18:19. „Dann kassieren wir binnen weniger Sekunden zwei Gegentore, werden hektisch und verlieren die Linie“, analysierte Lydorf die Schlussphase.
Schwieriger Auftakt
Der SV kam schwerfällig ins Spiel, bekam in der Abwehr keinen Zugriff. Oft waren die Abwehrspielerinnen zu spät dran, und Mundenheim durfte öfter von der Siebenmeterlinie werfen. Das 1:0 durch Marlen Wehr war ebenso ein verwandelter Strafwurf wie das 2:0 durch Esther Adam. Doch Zweibrücken kämpfte. Lea Luga und Lara Schlicker gelang es zum 2:2 auszugleichen. Spielerisch blieben die Zweibrückerinnen weiter manches schuldig, gerieten mit 2:5 in Rückstand. „Mundenheim war in dieser Phase dominanter, als es das Ergebnis aussagt“, räumte Lydorf ein. Unter anderem die wieder gut aufgelegte Torhüterin Annalena Zahm, die sich in der Schlussphase aber auch von der Hektik der Vorderfrauen anstecken ließ, verhinderte manches Gegentor.
Lydorf nahm die Auszeit und der SV, bei dem nun Vera Jänicke Premiere in der Rückraummitte feierte, war wacher. Drei Treffer von Janine Baus, ein Tor von Luga, der SV war auf 6:7 ran und glich durch Baus in der 21. Minute zum 7:7 aus. Mundenheim legte meist vor, aber Zweibrücken ließ sich nicht abschütteln. Die Zweibrückerinnen schafften es aber über die gesamte Spielzeit nicht, mal selbst in Führung zu gehen.
Zu unerfahren am Ende
Anna Butz traf für die Mundenheimerinnen zum 21:18 (54.). Zum zweiten Mal in dieser Partie hatte sich die VTV einen Drei-Tore-Vorsprung herausgeworfen. Dieses Mal konnte der SV nicht mehr kontern. „Es machte sich bemerkbar, dass die Mannschaft noch sehr jung ist. Die Übersicht ging verloren. Gewillt, die Fehler auszubügeln, wollten sie schnell wieder den Anschluss schaffen. Das ging schief“, bilanzierte Lydorf, der zwei Auszeiten in den Schlussminuten nahm.
So spielten sie
SV 64 Zweibrücken: Zahm, Midani (n.e.) – Baus (7/1), Hilz, Knoll (3) – Schlicker (2), Luga (2) - Bullacher – Jänicke (3), Müller, Jag (1), Neff
Spielfilm: 5:2 (14.), 7:7 (21.), 11:10 (Halbzeit), 17:17 (49.), 19:18 (53.), 23:18 (Ende) - Zeitstrafen: 0:2 - Siebenmeter: 7/5:1/1 - Zuschauer: 40 - Schiedsrichter: Pfister/Matheis (HV Pfalz).