Spiel der Woche RHEINPFALZ Plus Artikel Erste Tore und erster Saisonsieg für die SG Maßweiler/Höhmühlbach

Martinshöhes Sven Vogelgesang verschafft sich ein Übergewicht im Zweikampf mit Andre Schattner.
Martinshöhes Sven Vogelgesang verschafft sich ein Übergewicht im Zweikampf mit Andre Schattner.

Ein spielerischer Leckerbissen war es nicht, was die SG Maßweiler/Höhmühlbach und Martinshöhe den Zuschauern präsentierten. Aber immerhin kamen die Hausherren zu ihren ersten Punkten. Da nutzte es auch nichts, dass Martinshöhes Spielertrainer sich noch selbst einwechselte.

Es war ein Kampfspiel mit wenig spielerischen Elementen, das den rund 160 Zuschauern im Derby zwischen der Spielgemeinschaft Maßweiler/Höhmühlbach und dem SV Martinshöhe in der A-Klasse Pirmasens/Zweibrücken geboten wurde. Am Ende feierte die Spielgemeinschaft mit 2:1 (2:1) ihren ersten Saisonsieg.

„Wir haben heute kein schönes Spiel abgeliefert, doch nach bislang drei Niederlagen zählen am Ende nur unsere ersten zwei Tore in der Runde und die damit verbundenen drei Punkte“, beschreibt Manuel May, Spielertrainer der Spielgemeinschaft, seinen Gemütszustand nach Spielschluss. „Wir haben schwer ins Spiel gefunden, haben uns aber nach dem Ausgleich ins Match zurückgekämpft und den zweiten Treffer nachgelegt. Leider haben wir uns in der zweiten Halbzeit zu weit hinten reindrücken lassen, und dadurch für zu wenig Entlastung gesorgt“, bemängelt der Coach, der zurzeit wegen einer Verletzung nur coachen kann. „Am Ende haben wir mit etwas Glück den Sieg über die Ziellinie retten können.“

Gegentreffer nach bereits zwei Minuten

Martinshöhe startete elanvoll in die Partie hatte die ersten Torabschlüsse. Zum 0:1 nach zwei Minuten verhalf aber auch ein Abspiel-Patzer von Christian Müller, der den Ball in die Füße eines Angreifers spielte. Am Ende stocherte Andreas Schneider den Ball an Torhüter Michael Baumann vorbei ins Netz. Müller machte später seinen Fehlpass wieder gut, denn nach einem Freistoß von der linken Seite war Müller mit dem Kopf zur Stelle und sorgte für den Ausgleich (14.). Marvin Kloefer, der Torhüter aus Martinshöhe, kam nicht energisch genug aus dem Kasten.

Vier Minuten später hatte Maßweilers Noah Hock den Führungstreffer auf dem Kopf, doch sein Ball knallte an die Querlatte. So dauerte es bis zur 26. Minute, dass das 2:1 für die Spielgemeinschaft fiel, was zu diesem Zeitpunkt auch verdient war. Nach einer Flanke von links durch den agilen Mittelfeldspieler Niklas Huber stocherte in der Mitte Lukas Scherer den Ball zur Führung in die Maschen. Bis zur Pause hatte Maßweiler noch weitere gute Aktionen, doch es blieb bei der knappen Führung für die Hausherren.

„Bälle nur hoch nach vorne“

In der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer eine zerfahrene Partie, die oft durch kleine Fouls unterbrochen wurde. Gefahr vor beiden Toren gab es meist nur bei hohen Bällen nach Freistößen und Eckbällen. Martinshöhes Stürmer, besonders Sven Vogelgesang und sein Sturmpartner Marek Dahl, bissen sich meist an der Abwehr fest.

Gute Pässe in die Spitze waren eine Seltenheit, wie Vogelgesang hinterher feststellte. „Wir spielen einfach keinen schönen Fußball, schlagen die Bälle meist hoch nach vorne“, kritisiert der 27-jährige Stürmer. „Da ist es dann schwer, die Bälle zu verarbeiten.“ Die beste Chance, ein Tor zu erzielen, hatte Vogelgesang in der ersten Halbzeit, als er nach einem Zuspiel über rechts den Ball am langen Pfosten vorbeischoss. „Den hätte ich besser platzieren können“, stellt der Stürmer hinterher selbstkritisch fest. „Doch ansonsten hing ich heute vorne in der Luft, habe mich nicht durchsetzen können.“

Wenig Glück im Strafraum

Spielertrainer Jochen Brunner vom SV Martinshöhe ging direkt nach Spielschluss auf dem Platz mit seinem Team in die Spielanalyse. „Wir haben heute eigentlich kein so schlechtes Spiel gemacht“, stellte Brunner fest. „Unser Manko ist einfach das fehlende spielerische Element. Kämpferisch sind wir eigentlich ganz gut.“

Dass es am Ende doch nicht zu einem Punktgewinn reichte, lag aus seiner Sicht auch an etwas Spielglück bei den letzten Aktionen im Strafraum des Gegners. Brunner selbst wollte am Ende das Glück noch zwingen, wechselte sich fünf Minuten vor dem Ende selbst noch für die Schlussoffensive ein. „Doch es sollte heute nicht sein mit einem Punktgewinn“, bedauerte Brunner nach dem Abpfiff.

So spielten sie

SG Maßweiler/Höhmühlbach: Baumann – Schattner, Sandro Scherer( 60. Franze), Müller, Dockweiler – Wiktorski, Flickinger, Huber, Semmet – Lukas Scherer, Hock,

SV Martinshöhe: Kloefer – Maske, Munzinger, Schommer, Vollmar (70. Armbrüster) – Schumacher, Theis, Schulz, Schneider ( 85. Brunner) – Dahl, Vogelgesang.

Tore: 0:1 Schneider (2.), 1:1 Müller (14.), 2:1 Scherer (26.) - Gelbe Karten: Semmet, Flickinger, Scherer – Schneider - Beste Spieler: Huber, Wiktorski – Vogelgesang, Dahl - Zuschauer: 160 - Schiedsrichter: Gießler (Konken).

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