Kolumne Abseits
Ein auffällig kurz gehaltener Liveticker und ein drohendes Worst-Case-Szenario
Toll: Fanunterstützung der VTZ
An den rund 100 Zuschauern in der Ignaz-Roth-Halle, die meisten VTZ-Fans, hat es nicht gelegen, dass der Oberligist sein wichtiges Heimspiel gegen die DJK Nieder-Olm verlor. Die peitschten das VTZ-Team bei jedem Angriff nach vorne, machten, auch mit einer Riesentrommel, einen Höllenlärm, wenn die Gästespieler an die Freiwurflinie mussten. In der ersten Halbzeit fruchtete das: Die VTZ spielte wie aus einem Guss, die DJK-Korbjäger ließen etliche Wurfchancen von der Linie liegen. Was war das dann nach der Pause? Wurden jetzt die VTZler angesichts des möglichen Sieges nervös und hatte die DJK ihre Anfangsnervosität abgeschüttelt? Die Fans ließen zwar auch in der Schlussphase keinen Deut nach – das Spiel kippte aber trotzdem noch.
Zwingend: Endspurt gefragt
Ein Blick auf die Fußball-Landesliga und Bezirksliga könnte kommende Saison nur noch für wenige Zweibrücker interessant werden. Der TSC Zweibrücken wird wohl fast sicher in der Landesliga bleiben, der Aufstieg in die Verbandsliga wird immer unwahrscheinlicher. In der Bezirksliga könnte sich die bisher in der Landesliga kickende SG Rieschweiler wiederfinden, sollte sie sich im Tabellenkeller nicht über den Strich retten können. Und in ebenjener Bezirksliga droht trotz zuletzt guter Leistungen in einigen Partien ein Dreifachabstieg des SV Battweiler, des SV Palatia Contwig und der VB Zweibrücken. Für den Zweibrücker Fußball wäre es jammerschade, wenn dieses Worst-Case-Szenario eintreten würde und nur noch zwei Klubs aus dem Ausgabegebiet oberhalb der A-Klasse aktiv wären. Denn aus der A-Klasse ist ein Aufstieg auch nicht sehr wahrscheinlich, selbst wenn mit der SG Maßweiler/Höhmühlbach und dem SVN Zweibrücken noch zwei Klubs im Dunstkreis des Relegationsplatzes sind. Strecken und Recken im Abstiegskampf ist daher angesagt.
Einsilbig: der EHC-Liveticker
In schmalen Worthülsen verharrt der Liveticker auf der Facebook-Seite des EHC Zweibrücken. Die „Hornets“ mögen es da wohl nicht so ausführlich, entgegen ihrer sportlichen Leistungen auf dem Eis. Während die Play-off-Serie im Halbfinale bereits voll ausgereizt wurde, könnte dies auch im Finale gegen die Heilbronner „Eisbären“ blühen. Der EHC-Liveticker hält sich dagegen recht auffällig kurz und einsilbig. Wie ein Tor fällt, wird hier nicht beschrieben, sondern nur dass eines gefallen ist. Immerhin wird zuweilen noch der Torschütze erwähnt. „Tor, Simon Klemmer mit dem 1:0“, „Tor für Heilbronn! 1:1“, oder auch „Es geht weiter!“ lauten die wenig ausschweifenden Kommentare des Livetickers. Für Fans, die nicht vor Ort sein können, jedoch Interesse am Spiel haben, ist das ein bisschen wenig Information. Da ist die Überschrift des Livetickers fast schon anmaßend, denn dort steht: „Immer schnell und aktuell eure News rund um die Spiele der Hornets.“ Zumindest, dass die Infos ganz schnell (schneller als bei DEB online) eingestellt werden, ist aber nicht von der Hand zu weisen.
Kompliziert: die Turnierlizenz
Da kommt was auf die Tischtennisspieler zu: Die Teilnahme an Verbands- und Bezirksturnieren, insbesondere aus dem Zweibrücker Raum, tendiert ohnehin gegen null. Neu wird ab dem 1. Juli nun, dass ein Start bei Individualturnieren nur noch mit der Turnierlizenz möglich ist. Ab der zweiten Jahreshälfte darf also bei genehmigungspflichtigen Individualturnieren – wie Ranglistenturnieren, Bezirkseinzelmeisterschaften oder auch deutsche Meisterschaften – nur starten, wer eine gültige Turnierlizenz hat. Immerhin: Für den Mannschaftsspielbetrieb ist eine solche Turnierlizenz nicht notwendig. Aha, zumindest das werden die Spieler der Region positiv vermerken.
Damit’s nicht zu einfach wird, gibt es fünf verschiedene Modelle – nämlich Turnierlizenzen für den Erwachsenen-Individualspielbtrieb, eine für den Senioren-Indvidiualspielbetrieb, die Einmal-Veranstaltungslizenz, eine eingeschränkte, aber auch eine uneingeschränkte Turnierlizenz für den Nachwuchs-Individualspielbetrieb, die über die Internetplattform „mytischtennis“ erworben werden können. Das wirkt erst einmal kompliziert und auch teuer. Bleibt zu hoffen, dass die Turnierlizenz, warum auch immer, für eine vermehrte Beteiligung bei Turnieren sorgt.