Abseits RHEINPFALZ Plus Artikel Der SV Martinshöhe und die Wartemarke

Viele Karten: Ganz schön bunt ging es im Spiel der SG Rieschweiler II in Geiselberg zu.
Viele Karten: Ganz schön bunt ging es im Spiel der SG Rieschweiler II in Geiselberg zu.

Ramba-Zamba beim ersten Battweiler Sieg

Mit 5:1 siegte der SV Battweiler in der Fußball-Bezirksliga gegen den FC Queidersbach – der erste Saisonsieg. Nach einem deftigen 1:5 gegen die SG Knopp/Wiesbach und einem 2:2 gegen Aufsteiger SV Alsenborn war das Balsam für die Seele. Beim ersten Dreier für den SVB gab es gehörig Ramba-Zamba. Bereits nach 19 Minuten hatte der SVB durch zwei Tore von Maximilian Buchholz, in der vergangenen Saison noch Spielertrainer, und Manuel May bereits eine komfortable Führung heraus gespielt.

„Wir hätten sogar noch höher führen können, waren klar besser. Und dann sah ein Gegner die Rote Karte, weil er mich beleidigt hatte“, erzählt Battweilers Mittelfeldspieler André Hampel über die Startphase. „Danach haben wir zwei Gänge zurückgeschaltet und unnötig das Gegentor kassiert“, sagt Hampel und beweist, dass man sich auch bei einem deutlichen Sieg noch ein wenig ärgern kann. „Die zweite Halbzeit war dann wieder besser, und wir haben das dann kontrolliert zu Ende gespielt“, fügt der frühere Verbandsliga-Kicker an und war nur froh, dass seine Mannschaft, deren Spielertrainer inzwischen Daniel Lenhard ist, ihr Punktekonto aufstocken konnte.

Preuß-Wochenende mit Höhen und Tiefen

Für Spielertrainer Daniel Preuß war es ein Wochenende mit Höhen und Tiefen. Am Sonntag erzielte er beim 1:0-Derbysieg der SG Rieschweiler in der Landesliga das Tor des Tages. Bereits am Freitag musste er als Spielertrainer zu Beginn mit ansehen, später auch aktiv auf dem Feld miterleben, wie seine zweite Mannschaft in der A-Klasse, beim Aufsteiger SG Heltersberg/Geiselberg II mit 3:4 unterlag. Dabei war er an der Seitenlinie weit weniger erfolgreich als auf dem Feld. Denn nach seiner Einwechslung in der 74. Spielminute benötigte er nur sieben Zeigerumdrehungen, bis er den Ball erst im Netz unterbringen konnte.

Eine zweite Facette des Spiels: Es war ungemein bunt. Bereits ab der 17. Spielminute spielte die SGR in Unterzahl, fast die gesamte Partie. Erst in der Nachspielzeit gab es zwei Feldverweise für Heltersberg/Geiselberg. Damit kamen die beiden Ampelkarten gegen die Gastgeber für Rieschweiler aber deutlich zu spät.

SV Martinshöhe muss weiter warten

Eine weitere Wartemarke muss der SV Martinshöhe ziehen, der in der A-Klasse mit 2:3 gegen den SV Obersimten verlor. Dabei führte der SVM nach 16 Minuten schon mit 2:0 – und konnte sich am Ende doch nicht über die ersten Haben-Punkte freuen. Denn der Gast, vorige Saison Vizemeister, schaltete den Turbo ein und nahm noch drei Punkte mit nach Hause. So nistet sich das Martinshöher Team von Spielertrainer Florian Paulus nun am Tabellenende der A-Klasse ein: 4:19 Tore und nicht einen Zähler auf dem Konto. Nach einem 0:8 gegen Aufsteiger Busenberg und einem 2:8 gegen den SV Hochstellerhof war es dennoch zumindest eine kleine Steigerung. Im Ergebnis bleibt zwar die Niederlage. Aber es kommt auch ein wenig darauf an, wie man verliert.

Niedenzu ist froh als begossener Pudel

Der nunmehr in Maßweiler wohnende Patrick Niedenzu, Coach der Pirmasens Praetorians, stand da wie ein nasser Pudel. Was in vielen Sportarten kein Grund zur Freude ist, ist ein im Football übliches Jubelbild, das zum 42:20-Heimsieg seiner Oberliga-Footballer passte. Zur Erklärung: Die Trainer, die Headcoaches genannt werden, bekommen nach großen Erfolgen in aller Regelmäßigkeit einen riesigen Behälter mit Wasser über das Haupt gekippt. Das hat zwar keinen näheren Sinn, gehört aber seit Jahren dazu in der Amerikaner liebsten Sportart. „Na ja, ich muss jetzt erstmal duschen. Danach schauen wir mal weiter. Aber dass es heute Nacht ein bisschen länger werden kann, ist, denke ich, schon klar“, meint Niedenzu nach dem Staffelsieg in der Oberliga Mitte und dem Einzug in die Play-offs, der durch den klaren Erfolg gegen die Saarland Hurricanes II gesichert wurde. Da wird er doch gerne zum begossenen Pudel und schlenderte völlig durchnässt nach der Partie noch eine Runde durch das Stadion Husterhöhe und nimmt allerhand Glückwünsche entgegen. „Es war schon geil hier, das hatten wir uns genau so erträumt“, erklärt Niedenzu.

Dass Sie diese Woche wenig nass werden, wünscht Benjamin Haag

Benjamin Haag
Benjamin Haag
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