Schulsport RHEINPFALZ Plus Artikel Bundesfinale: Hofenfels-Tischtennis-Team verliert nur gegen Hamburg und Thüringen

Kleiner Abstecher am Abend: Nach dem tollen sechsten Platz beim Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ machten sich die
Kleiner Abstecher am Abend: Nach dem tollen sechsten Platz beim Bundesfinale von »Jugend trainiert für Olympia« machten sich die Tischtennis-Mädchen des Hofenfels-Gymnasiums auf zum Brandenburger Tor. Zum Team gehören (von links): Nele Oldenburger, Lena Grünbauer, Hannah Theobald, Elisabeth Zimmermann, Paula Huber, Paula Eschmann und Mila Haufschild.

Am Freitagnachmittag war es soweit: Die HFG-Mädchen konnten endlich in der „Mall of Berlin“, dem riesigen Einkaufszentrum unweit des Potsdamer Platzes, nach Lust und Laune shoppen gehen.

Den Shopping-Ausflug hatten sich die Tischtennis-Spielerinnen mit ihrem Finalauftritt bei „Jugend trainiert für Olympia“ redlich verdient. Am Mittwoch und Donnerstag spielten die Mädchen des Zweibrücker Hofenfels-Gymnasiums intensiv und mit dem sechsten Platz unter den 16 Bundesländern sehr erfolgreich Tischtennis, am Freitag war dann „Berlin-Tag“. „Wir haben uns morgens erst mal die Mauerreste angesehen und waren danach im Deutschen Spionagemuseum. Inklusive Laser-Parcours und Nachrichtenentschlüsselung“, berichtete Lehrer Alexander Stengel, der die HFG-Mädchen zusammen mit Kollegin Ulrike Pleger in die Hauptstadt begleitete, vom touristischen Programm. Das habe allen viel Spaß gemacht.

Tolle Theateraufführung im Friedrichstadt-Palast

Wie auch schon die Theateraufführung „Falling in Love“ gleich nach der Ankunft am Dienstagabend im Friedrichstadt-Palast. „Eine tolle Mischung aus Gesang, Tanz und Akrobatik. Auch das hat allen sehr gut gefallen“, sagte Stengel. Am Freitagabend ging es dann noch einmal vom Hotel am Tiergarten quer durch die Stadt zur Siegerehrung des Bundesfinales in der Max-Schmeling-Halle, samt großem Showprogramm und Disco. Am Samstag bestieg die HFG-Truppe den Zug auf dem Weg zurück nach Homburg.

Den freien Tag in Berlin hatten sich die HFG-Schülerinnen von der siebten bis zur neunten Klasse redlich verdient. Denn die beiden Tage, an denen sie in sechs Spielen gegen Teams aus anderen Bundesländern an der Tischtennisplatte standen, waren sehr anstrengend. „Um 9.15 Uhr ging’s los, wir haben um 7 Uhr im Hotel gefrühstückt, weil wir ja noch 40 bis 45 Minuten zur Halle fahren mussten“, erklärte Stengel mit Blick auf die Sportstätte, das große Horst-Korber-Sportzentrum, weit im Westen Berlins in der Nähe des Olympiastadions.

Nach dem ersten Tag im Horst-Korber-Sportzentrum waren sie richtig platt: die Tischtennis-Mädchen des Hofenfels-Gymnasiums.
Nach dem ersten Tag im Horst-Korber-Sportzentrum waren sie richtig platt: die Tischtennis-Mädchen des Hofenfels-Gymnasiums.

Das HFG-Team startete als Landessieger von Rheinland-Pfalz top in die Konkurrenz der Wettkampfklasse III (U16, Jahrgang 2009 und jünger). Mit dem Hedwig-Bollhagen-Gymnasium Velten aus Brandenburg hatten sie beim 8:1-Sieg (25:5 Sätze) ebenso wenig Probleme wie mit der Oberschule Findorff aus Bremen beim 9:0 (27:1). Gegen die Hamburger Schule STS Finkenwerder ging es dann für Paula Eschmann, Hannah Theobald, Mila Haufschild, Lena Grünbauer, Nele Oldenburger, Elisabeth Zimmermann und Paula Huber dann um den Gruppensieg. Hier unterlag das HFG-Team aber mit 3:6 (12:23). „An dem Abend waren die Mädels platt, wollten sich schonen und sind nach dem Abendessen fast alle gleich aufs Zimmer“, stellte Stengel fest.

Zweites Spiel gegen Hamburg war eine enge Kiste

Am zweiten Tag, an dem alle Platzierungen ausgespielt wurden, waren die Zweibrückerinnen im Viertelfinale gegen den späteren Bundessieger, die Regelschule Schwarza, chancenlos: 5:0 (15:0 Sätze) lautete hier das Ergebnis. Doch die HFG-Girls ließen sich von der Niederlage nicht beirren. Sie schlugen im nächsten Vergleich das St. Wendeler Cusanus-Gymnasium mit 5:3. „Das war stellenweise ein schwieriges Spiel“, erkannte Stengel, „aber wir haben das nicht unverdient gewonnen“.

Damit mussten die Stengel- und Pleger-Schützlinge im Spiel um Platz fünf erneut gegen die Hamburgerinnen ran. „Wir haben dann einige Umstellungen gegenüber dem Gruppenspiel vorgenommen, zum Beispiel unser stärkstes Doppel wieder auf Position eins spielen lassen. Daher stand es nach den beiden Doppeln 1:1 und nicht 2:0 für Hamburg“, verdeutlichte Stengel. „Da war auf jeden Fall was drin für uns. Hannah Theobald hat ihr Einzel im fünften Satz mit 9:11 verloren, auch bei Paula Huber ging es in den fünften Satz. Wenn es nach den Einzel 4:4 steht, hätten wir im Schlussdoppel eine echte Chance gehabt“, sagte Stengel. So war es am Ende eine 2:5-Niederlage (11:17 Sätze), aber der starke sechste Platz im Konzert der Bundesländer. Und das war deutlich mehr, als sich Stengel und Co. nach dem zehnten Platz im Vorjahr erhofft hatten.

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