Fussball
Althornbach macht mit Sieg gegen Stambach das Aufstiegsrennen spannend
Als der umsichtige Schiedsrichter Sascha Geisler die Partie zwischen dem TV Althornbach und dem SC Stambach nach 90 Minuten beendet hatte, senkten sich die Köpfe der Gäste, während die Hausherren ihre Freude herausschrien. Im Spitzenspiel erwischten die Stambacher den besseren Start. Schon nach vier Minuten nutzte Christoph Boost einen Abstimmungsfehler der Althornbacher und brachte den SCS in Front. Zu unsortiert zeigte sich die umformierte Hintermannschaft des TVA in den Anfangsminuten. Da der etatmäßige Innenverteidiger Patrick Früauf mit Krücken und Fußmanschette am Spielfeldrand das Geschehen verletzt verfolgte, spielte Mittelfeldstratege Christoph Wolf in der Abwehrkette.
Die Freude beim Tabellenführer währte allerdings nur zwei Minuten, dann stellte Tobias Früauf die Pattsituation wieder her. Auch hier ging eine Unzulänglichkeit des Defensivverbundes voraus. Dann musste SCS-Stürmer Markus Bolies verletzt raus. Als Marius Müller schließlich mit einem Volleyschuss die erstmalige Führung für den Tabellenzweiten gelang, drehte sich die Spielsituation komplett. „Der linke Hammer hat zugeschlagen“, rief Torwart Alexander Ernst dem Kunstschützen nach dem Abpfiff zu, während er ihn abklatschte. „Den treffe ich natürlich nicht immer so“, gab Müller hernach zu. Nur damit keine Missverständnisse aufkommen, Zufall war das dennoch nicht. „Ich bin Linksfuß, auch wenn ich mit rechts schreibe, das ist schon immer so“, klärt er auf. Für den Groß- und Außenhandelskaufmann war der Heimsieg nicht unverdient. „Ich denke, in der ersten Hälfte hatten wir genügend Chancen, um weiter zu erhöhen, werden dann aber für unsere Nachlässigkeit mit dem 2:2 bestraft.“
Mitten in die Angriffswelle
Eine erste Angriffswelle der Gäste mussten die Althornbacher nach Wiederanpfiff überstehen, bevor sie wieder in die eigene Ordnung kamen. Mitten hinein in den starken Beginn der Rot-Weißen fiel das 3:2 mit einem sehenswerten Freistoßtreffer von Tobias Früauf.
In dem Dauerregen und auf dem sehr holprigen Untergrund agierten die Stambacher nun zunehmend überhastet, brachten sich immer öfter durch Abspielfehler in die Bredouille, die Gangart wurde rauer und es begannen Schuldzuweisungen untereinander. Als Marius Müller einen weiteren Treffer nachgelegt hatte, schien die Partie gelaufen. Es ist die sechste Saison für den wuchtigen Stürmer in Althornbach. Sein Tor schürte die Hoffnung, dass es mit dem Aufstieg noch klappen kann. „Wir haben das gemacht, was wir von der Ausgangslage her machen mussten“, erklärt er. Mit drei Punkten Vorsprung ist der TVA neuer Tabellenführer. Allerdings hat Stambach zwei Spiele weniger bestritten.
Sichtlich bedient
„Es bleibt spannend bei uns, anders als in der Bundesliga“, meinte TVA-Trainer Michael Greinert. Er sah bei seiner Mannschaft mehr Biss und darum sei man als Gewinner vom Platz gegangen. Sichtlich bedient mit der Leistung und dem Spiel war SCS-Spielertrainer Steven Hörner. „Die Niederlage geht in Ordnung, das, was wir angeboten haben, hat nicht gereicht“, so sein Statement: „Aber im Aufstiegsrennen haben wir immer noch alles selbst in der Hand. Und das ist entscheidend für uns.“
So spielten sie
TV Althornbach: Ernst - Bender, Wolf, Philipp Ziemerle, Pascal Schneider - Legrum, Kempa, Früauf, Jonas Schneider (21. Hall, 55. Veith), Knörr - Müller.
SC Stambach: Schwarz - Wolfram, Carbon, Evanoff (71. Rupprecht), Boost - Hörner, Erdmann, Lessel (71. Hofer), Bosche, Veith - Bolies (10. Betz).
Tore: 0:1 Boost (4.), 1:1 Früauf (6.), 2:1 Müller (36.), 2:2 Bosche (43.), 3:2 Früauf (58.), 4:2 Müller (69.) - Gelbe Karten: Evanoff, Erdmann - Beste Spieler: Wolf, Früauf, Müller - Bosche, Betz - Zuschauer: 80 - Schiedsrichter: Geisler (Winterbach).