Zweibrücken
Alte Ixheimer Straße: So soll es dort im neuen Jahr weitergehen
Von April bis Mitte September 2022 gab es an der Ecke Alte Ixheimer-/Maxstraße kein Durchkommen mehr. Dabei hätte die Sperrung wegen des Abrisses des Gasthofs „Zum Kronprinz“ und mehrerer Nachbargebäude nur vom 25. April bis 22. Mai währen sollen. Angrenzende Häuser mussten gesichert und gestützt werden, um deren Einsturz während der Abrissarbeiten zu verhindern. Benachbarte Geschäftsinhaber und Gastwirte hatten Einnahmeverluste zu beklagen, weil sie von ihrer Kundschaft nicht mehr angefahren werden konnten.
Der lange Stillstand auf der Baustelle sowie die Mehrkosten für die Straßensperrung und den zwischenzeitlich nötigen gewordenen Zukauf eines Nachbarhauses haben der Firma Novum des Unternehmers Alexej Goldnik zusätzliche Ausgaben in Höhe von gut 300.000 Euro beschert.
Der Bauantrag soll folgen
Inzwischen ist die Straße wieder frei, die Abrisstrümmer sind beseitigt. „Für das Gelände des ehemaligen ,Kronprinzen’ liegt dem Stadtbauamt nun eine Entwurfsplanung im Bereich ,Wohnen und Gewerbe’ vor“, sagt der Zweibrücker Rathaussprecher Jens John auf Anfrage. Die vorgelegten Dokumente würden derzeit „abgestimmt und geprüft“.
Die Rede ist von vorläufigen Planunterlagen, die Alexej Goldnik im Bauamt eingereicht hat. „Dort wird das Ganze geprüft, damit frühzeitig geklärt ist, ob die Stadt es uns in dieser Form genehmigen kann“, sagte der Novum-Geschäftsführer am Dienstag zur RHEINPFALZ. Sei die Behörde mit dem Entwurf einverstanden, werde ihr der eigentliche Bauantrag für das Projekt vorgelegt.
Mehrfamilienhaus statt Schuhmacherei
Genaueres darüber, was Goldnik mit seinen Grundstücken in der Alten Ixheimer Straße vorhat, kann man an großformatigen Transparenten ablesen, die neuerdings die Bauzäune bedecken.
So möchte der Bauherr schräg gegenüber dem „Kronprinzen“, in der Alten Ixheimer Straße 4, die einst die Schuhmacherwerkstatt Sebald beherbergte, ein Mehrfamilienhaus mit acht Eigentumswohnungen errichten: „Hier sind wir im Verfahren schon weiter.“ Rathaussprecher Jens John bestätigt, dass dort im neuen Jahr die Bauarbeiten beginnen sollen. „Das Bauvorhaben wurde bereits am 14. Februar 2022 durch das Stadtbauamt genehmigt.“ Alexej Goldnik: „Bevor wir loslegen können, warten wir nur noch auf die Genehmigung, um dort den Baukran aufstellen zu dürfen.“
Ein exakter Zeitplan steht noch nicht
Baukran? Muss man etwa befürchten, dass der erneut wochen- oder monatelang die Straße blockiert? „Keine Angst“, beteuert Alexej Goldnik. „Der Kran wird auf dem Grundstück im Hof aufgestellt. Gesperrt werden muss nur der Gehweg direkt davor, weil wir Platz zum Anliefern von Baumaterial brauchen.“ Erst in einigen Monaten – und dies werde eng mit dem Ordnungsamt abgestimmt – „müssen wir die Straße ein einziges Mal ganz kurz abriegeln. Für zwei bis drei Stunden, um den Baukran nach getaner Arbeit wieder rauszuziehen.“
An der Ecke Max-/Alte Ixheimer Straße – dort, wo früher der „Kronprinz“ gestanden hat – soll nach Goldniks Vorstellungen ein Wohn- und Geschäftshaus hochgezogen werden. „Für das Erdgeschoss planen wir mit zwei Gewerbeeinheiten; also Büros oder Praxen.“ In den darüberliegenden Stockwerken sollen Wohnungen untergebracht werden. „Aktuell gehen wir von 26 Stück aus“, sagt der Unternehmer. Die künftigen Bewohner der ersten Etage sollen in den Genuss einer Besonderheit kommen: Die Überdachung des Parkplatzes im Innenhof werde auf ihrer Oberseite begrünt und begehbar gemacht. Auf diese Weise, so Alexej Goldnik, entstehe für die Wohnungen im ersten Stock eine Art schwebender Garten auf insgesamt etwa 300 Quadratmetern Fläche. Wann genau dies alles passieren soll, vermag der Bauherr aber noch nicht zu sagen. „Das hängt alles davon ab, wann alle Genehmigungen vorliegen. Wenn es soweit ist, kann ich Näheres zum Zeitplan sagen.“