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Mittwoch, 23. Juli 2014 Drucken

Zweibrücken

Ein Buch für Schlemmer

Familienforscher Besse auf den Spuren von Zweibrücker und Althornbacher Auswanderern

In der Zweibrücker Bibliotheca Bipontina wird morgen ein Buch vorgestellt, das all jene interessieren dürfte, die den Namen „Schlemmer“ tragen. Verfasser Thomas Besse ist Familien- und Familiennamensforscher. Der 55-jährige Saarländer hat fünf Jahre Recherche in das 126 Seiten starke Büchlein gesteckt.

 

„Der Bürgermeister und Schmied Hans Schlemmer – Geschichte der Zweibrücker und Althornbacher Familie Schlemmer und ihre Auswanderung nach Amerika“ heißt das Buch, Thomas Besse hat es in der vergangenen Woche in Althornbach schon einmal vorgestellt. In der Bibliotheca Bipontina wird er ab 19 Uhr einiges über das Buch erzählen – und über die Arbeit, die es ihm gemacht hat.

Thomas Besse hat vor 15 Jahren über die Beschäftigung mit dem eigenen Familiennamen zur Forschung gefunden, der saarländische Ministerialbeamte hat im Anschluss auch mehrere Bücher zur Geschichte der Stadt Hornbach gemacht. „Bei Recherchen in einem Archiv lernte ich Bill Slemmer kennen, einen Amerikaner aus Colorado, der etwas über seine Familie wissen wollte“, erzählt Besse. Also habe er sich eingeklinkt, in den rheinland-pfälzischen und saarländischen Landesarchiven die Spurensuche aufgenommen.

Der Familienname „Schlemmer“ sei wohl schon im 14./15. Jahrhundert entstanden, Thomas Besse ist bei seinen Nachforschungen auf einen Schmied namens Hans Schlemmer gestoßen. Dessen Geburtsjahr sei vermutlich das Jahr 1480. „Er ist auch als Bürgermeister und später als Schöffe erwähnt“, erklärt Besse. Die Nachfolgegenerationen hätten zu einem guten Teil aus Bäckern und Metzgern bestanden, später tauchen auch Gastronomen und Landwirte in der Reihe auf. Für den Mann aus Amerika war die Zusammenarbeit mit Thomas Besse sehr fruchtbar, zunächst kehrte er mit 300 Kopien der Forschungsergebnisse nach Colorado zurück.

Thomas Besse hat das ganze zu einem Buch zusammengefasst, veröffentlicht hat es die Arbeitsgemeinschaft für Saarländische Familienkunde (ASF). Eine Übersetzung des Bändchens ins Englische ist in Vorbereitung, wie er sagt. Das 19 Euro teuere Buch kann im Internet unter „www.besse.de“ bestellt werden. „20 Exemplare sind für Bibliotheken vorgesehen“, so der Autor. (bun)

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