Fussball
FV Dudenhofen und TuS Mechtersheim im Tophit
Am Freitag (19.30 Uhr) leuchten an der Iggelheimer Straße in Dudenhofen die Lichter für das größte Spiel der Region: Oberligist FVD empfängt TuS Mechtersheim. Für beide geht es um nicht weniger als den Klassenerhalt. Auf Seiten der Gastgeber laufen unter anderem mit Lukas Metz und Jannik Styblo zwei ehemalige TuS-ler auf.
„Das ist ein Spiel, auf das man sich als Spieler die ganze Saison freut und bei dem es immer heiß hergeht“, so Außenverteidiger Metz, der auch eine relativ einfache Formel für den Sieg hat: „Es wird darauf ankommen, wer den Kampf annimmt und zeigt, dass man das mehr möchte als der Gegner.“
Styblos Gegenwart
Auf seine Zeit beim TuS blickt Metz trotz der Rivalität gerne zurück und sagt: „Ich hatte in Mechtersheim eine gute Zeit und bin auch mit Allen im Guten auseinandergegangen und habe auch schöne Erinnerungen an diese Zeit.“ Teamkollege Styblo schaut nicht mehr auf seine Station in Mechtersheim zurück, sondern erklärt vor allem seine Verbundenheit zum FVD: „Mir geht es nicht um Vergangenes, sondern um das Hier und Jetzt, und das ist der FVD. Wir sind eine eingeschworene und eingespielte Truppe, sozusagen eine große Familie. Es bestehen viele Freundschaften im Team. Jeder kennt den anderen. Jeder weiß, was der andere auf dem Platz tut. Wir sitzen donnerstags nach jedem Training zusammen im Klubheim, reden, essen und spielen etwas gemeinsam. Ich glaube, das ist in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich und wird auch nicht überall aktiv gelebt.“
Dies wird laut dem Offensivspieler auch der Schlüssel zum Erfolg im Match: „Wir dürfen uns von kleinen Nickeligkeiten seitens der Gegner nicht aus dem Konzept bringen lassen und unsere PS auf den Platz bringen. Auch die FVD-Tugenden werden eine tragende Rolle spielen.“ Eine Serie, die schon lange Zeit anhält, spricht für den TuS: Den letzten Derbysieg (4:1) feierte Dudenhofen 2021.
Demmerles Klassiker
Es war damals das erste Spiel von Ex-TuS-Trainer Ralf Gimmy, der auf Selim Öztürk folgte. Diese soll weiterhin halten, wenn es nach TuS-Sportdirektor David Demmerle geht: „Wir werden alles dafür tun, die drei Punkte aus Dudenhofen zu entführen und sind heiß wie Frittenfett.“ Er rechnet mit einem 50:50-Spiel und spricht von einer Ausnahmesituation vor allem für die jungen Spieler, die es bisher nicht erlebten.
„Es ist davon auszugehen, dass wir die Jungs darauf vorbereitet haben“, teilt er mit. Styblo kann nicht versprechen, dass die Serie gebrochen wird, kündigt aber an: „Wir werden alles für unsere Farben geben und alles daran setzen, als Derbysieger vom Platz zu gehen.“ Die Vorfreude ist groß. Für Demmerle ist es ein „Klassiker und das Spiel schlechthin“, jedoch betont er: „Es gibt auch unterklassige Partien, die ihren Charme haben. Dudenhofen gegen Mechtersheim ist aber auf jeden Fall eine Bereicherung für alle.“
Eck beeindruckt
Mechtersheims Co-Trainer Fabian Eck findet es „beeindruckend, dass solch kleine Dörfer seit Jahren die Kontinuität haben, um Oberliga-Fußball in der Region vertreten zu können. Diese Leistung ist nicht hoch genug zu bewerten.“ Für ihn persönlich sei es ein sehr besonderes Spiel. Die meisten Spieler und Funktionäre kenne er persönlich.
„Es wird darum gehen, das Spiel körperlich und mental anzunehmen. Wir müssen es genauso leben, wie wir es von Dudenhofen erwarten“, so der Mann mit FVD-Vergangenheit. Vor allem das Hinspiel vergisst er nicht: „Wir haben klar dominiert und das Spiel in den letzten Minuten aus der Hand gegeben, weil Dudenhofen nie aufgibt.“
Gute Schiedsrichterin
Ein Randaspekt der Partie könnte noch zum Gesprächsthema werden, in der Hinrunde vor allem ein positives: Naemi Breier leitet wie im August die Begegnung. Die Frauen-Bundesliga-Schiedsrichterin erfreute sich großer Beliebtheit ob ihrer Leistung: „Von beiden Seiten hat sie ein großes Lob bekommen“, so Demmerle.
Die 30-Jährige pfeift vor mehreren hundert Zuschauern an. Demmerle wünscht sich eine Kulisse von 750 bis 900 Leuten. „Wenn das Wetter stimmt, vielleicht auch 1000“, prophezeit er.