Römerberg
Fußball: Mechtersheim und Arminia trennen sich torlos
Im vielleicht letzten Spiel der Oberliga-Saison für etwas längere Zeit trennten sich am Montagabend TuS Mechtersheim und FC Arminia Ludwigshafen 0:0. Die Hausherren verpassten es dabei, aus ihrer fast 60-minütigen Überzahl Kapital zu schlagen.
Ralf Schmitt war nicht zufrieden. „Die letzte Entschlossenheit hat uns heute gefehlt“, sagte der Mechtersheimer Trainer kurz nach den 90 kampfbetonten Derbyminuten. Der TuS musste bei der Rückkehr des langjährigen Coaches Ralf Gimmy an die Kirschenallee auf den verletzten Innenverteidiger Jens Förtsch verzichten. Ihn vertrat Shun Kuroyanagi mehr als würdig im Abwehrzentrum an der Seite von Kapitän Thorsten Ullemeyer.
Knackpunkt Rote Karte
Ein Knackpunkt im Spiel dann sicher die Rote Karte für Arminias Sanel Catovic, der selbst eine Vergangenheit in Mechtersheim besitzt. Er stieß vor einem Freistoß völlig übermotiviert Kevin Schwehm zu Boden (36.). Auf Mechtersheimer Offensivseite zeigte sich besonders Stürmer Christoph Batke engagiert. Immer wieder ließ sich die Nummer zehn des TuS etwas ins Mittelfeld fallen, wurde angespielt und leitete die Bälle in die Schnittstelle der Ludwigshafener Abwehr weiter. Das klappte freilich nicht immer, die spielerisch guten Ansätze der Römerberger waren aber unverkennbar. Besonders schön anzusehen war ein solcher Angriff über linke Seite. Batke wurde angespielt, steckte zu Geri Hasa durch, dessen Hereingabe Robin Muth aber über das Tor setzte (37.). Selbst vergab der große Stürmer kurz vor Schluss die große Chance auf den ersten Heimsieg per Kopf (80.). Peter Klug, der nächste Ex-Mechtersheimer im Arminen-Tor, reagierte prächtig und parierte den Kopfball.
Ralf Schmitt und sein Pendant Ralf Gimmy sahen in Hälfte zwei, wie die Hausherren am Drücker waren, aber die von Schmitt angesprochene Entschlossenheit letztlich vermissen ließen. „In manchen Situationen hat man gesehen, was uns noch fehlt. Es muss einfach mal der Knoten platzen“, so der TuS-Trainer. Am Ende blieb es beim Unentschieden. Gästetrainer Gimmy sah das Geschehen mit zwei verschiedenen Augen: „Wenn ich ein Auge zu mache, war es ein Punktgewinn. Auf der anderen Seite haben wir eine starke erste Halbzeit gespielt und hätten die Tore machen müssen.“