Römerberg
Fußball: Bei Hasas Knaller für Mechtersheim klatschen auch die gegnerischen Fans
Nach dem 3:3 (3:1)-Remis am Samstagnachmittag im Uwe-Becker-Stadion bleibt die TSG Pfeddersheim mit zehn Punkten aus acht Spielen auf Platz sieben hängen, TuS Mechtersheim hingegen rangiert auf dem vorletzten Platz (sieben Punkte), hat aber Anschluss ans Mittelfeld.
Über die gesamte Spielzeit gesehen, hatten die Gäste aus Römerberg die größeren Spielanteile und auch die besseren Torchancen. Da aber die Hausherren praktisch wie aus dem Nichts schon recht früh durch die Tore von Sebastian Kaster (14.), Kapitän Tobias Bräuner (32.) und Ali Bülbül (34.) mit 3:0 führten, war am Ende der Punktgewinn glücklich, aber dennoch hoch verdient.
Aus 20 Metern ins linke Eck
„Dies war heute ein turbulenter Nachmittag. Eigentlich weiß man nicht genau, warum“, gestand Mechtersheims Trainer Ralf Schmitt, der auch einräumte: „Manchmal ist ein Punkt mehr wert als ein Sieg.“ Er meinte damit wohl die gelungene Aufholjagd seiner Elf, als zunächst noch vor der Pause Geri Hasa mit einem fantastischen Fallrückzieher nach strammer Rechtsflanke von Lukas Metz noch fürs 1:3 gesorgt hatte. Den Anschluss schaffte dann der in der Pause eingewechselte Robin Muth mit einem tollen Freistoß aus rund 20 Metern über die TSG-Mauer hinweg ins obere, linke Eck zum 2:3 (76.).
Erlösend für die Gäste, die in der vergangenen Woche zunächst eine 0:2-Niederlage zuhause gegen den FV Diefflen und dann das bittere Pokal-Aus beim SC Idar-Oberstein (2:4 nach Elfmeterschießen) zu verkraften hatten, dass doch noch der Ausgleich in der 85. Minute durch „Sturmtank“ Christoph Batke fiel.
3:3 nach zweitem Abpraller
Dem guten TSG-Abwehrspieler Matthias Tillschneider unterlief im eigenen Strafraum ein dummes Handspiel, den flach geschossenen Strafstoß von Muth parierte TSG-Torwächter Stofleth, der erste Abpraller ging an den linken Pfosten, ehe dann Batke aus kurzer Distanz einschob.
„Nach der unglücklichen Niederlage in Idar-Oberstein wollte ich die Mannschaft bewusst nicht ändern“, betonte Schmitt, angesprochen auf die Frage, warum der nach seiner Einwechslung aktive Robin Muth nicht von Anfang an dabei war. „Gut für die Moral“, bezeichnete auch TuS-Kapitän Thorsten Ullemeyer, wie immer ein übersichtlicher Ruhepol in seiner Abwehr, den Punktgewinn. „Vor dem ersten Pfeddersheimer Tor hatten wir große Chancen.“ Zum Beispiel durch Hasa, der allein vor Stofleth übers Tor schoss. Später machte er es besser mit einem Knaller, bei dem sogar die Pfeddersheimer Fans applaudierten.