Speyer
Am Museumsbuckel wird weiter gebuddelt
Seit Februar waren schon einmal Bauarbeiter vor Ort und haben den Bereich zwischen Steingasse und Domplatz erneuert. Es gab eine Ampelregelung, Autos wurden um die Baustelle herumgeleitet. Vergangene Woche dann der Schock: Genau dort, wo die Arbeiter tätig waren, musste erneut aufgerissen werden, da ein Kanal eingebrochen war (wir berichteten). Vor den Pflasterarbeiten hatten die Stadtwerke dort Kanalanschlüsse erneuert – aber nicht jenen, der jetzt die erneute Baugrube erforderlich gemacht hat.
„Er war vorab mit einer Kamera befahren worden und intakt“, berichtet Angela Sachweh, Sprecherin der Werke, auf Anfrage. Der Tiefbau sei fachmännisch erfolgt, es könne jedoch trotzdem nicht ausgeschlossen werden, dass das Leck mit diesem im Zusammenhang stehe: „Es könnte beim Wiederbefüllen passiert sein, so etwas kann einmal vorkommen.“ Eigentlich war der erste Bauabschnitt fertig und durch die Stadt abgenommen, betont Verwaltungssprecherin Lisa Eschenbach. „Dabei gab es keine außergewöhnlichen Beanstandungen.“ Es gab indes Bürger, die beklagt hatten, dass auch das erneuerte Pflaster uneben sei.
Zeitplan ist noch offen
Bis 2022 soll die Strecke bis zum Festplatz erneuert sein, informiert Eschenbach. Gesamtkosten des Projekts: 100.000 bis 150.000 Euro. Im noch nicht erneuerten Bereich gebe es zum Teil größere Löcher in der Fahrbahndecke. Einen exakten Zeitplan für die weiteren Arbeiten kann die Stadt noch nicht nennen: „Das liegt daran, dass im hier betroffenen Bereich eigentlich nur zwischen November und März gebaut werden kann.“ Grund: „die normalerweise zwischen März und Oktober stattfindenden Festivitäten in Speyer“.
Im laufenden Jahr sei die Situation zwar wegen Corona eine andere, aber der Kanalbruch habe Vorrang, so die Stadt. Grundsätzlich sollten alle möglichen Zeitfenster genutzt werden. „Wie schnell die Gesamtmaßnahme fortgeführt und abgeschlossen werden kann, ist neben der Witterung auch von der weiteren Entwicklung der Corona-Situation, insbesondere in Bezug auf die größeren Speyerer Festivitäten, abhängig“, erklärt Eschenbach. Klar sei schon: Wann immer dort zwischen Museum und Landeskirchenrat Tiefbau ansteht, rückten zuerst die Stadtwerke an, denn es müssten weitere Kanäle erneuert werden. „Der Hauptkanal ist von 1939, die Hausanschlüsse sind wahrscheinlich ähnlich alt“, erklären diese.