Saarbrücken / Homburg RHEINPFALZ Plus Artikel Verwirrung um kostenlose Maskenausgabe im Saarland

Mitarbeiter der Kostümabteilung des Saarländischen Staatstheaters Saarbrücken nähen freiwillig Schutzkleidung für saarländische
Mitarbeiter der Kostümabteilung des Saarländischen Staatstheaters Saarbrücken nähen freiwillig Schutzkleidung für saarländische Kliniken.

Bei der Maskenpflicht gibt es im Saarland Kritik an der Landesregierung. Diese hat den Städten und Gemeinden den Auftrag erteilt, am Montag, 27. April, ein Kontingent an Masken vom Land an die Bürger weiterzugeben. Doch vielerorts ist das Schutzmaterial in den Rathäusern noch nicht eingetroffen.

Nach Angaben des saarländischen Städte- und Gemeindetages (SSGT) will das Land bis Montag zunächst drei Millionen Masken bereitstellen. Diese sollen möglichst am Samstag, 25. April, und am anschließenden Sonntag per Spedition an die Städte und Gemeinden geliefert werden. Diese haben das Material in eigener Regie an ihre Bürger weiterzugeben. Im Gespräch ist der Einwurf von je fünf Masken pro Bürger ab sechs Jahre in die Hausbriefkästen. Noch am Freitag hat die Landesregierung den Beginn der Maskenpflicht von einem Alter von vorher zehn auf nunmehr sechs Jahre herabgesetzt.

Neunkirchens Oberbürgermeister Jörg Aumann, Vizepräsident des SSGT, kritisiert, dass die Kommunen all dies erst über die Medien erfahren hätten. „Es wäre besser gewesen, uns vorher einzubinden.“ Viele Bürgermeister seien mit Anfragen der Bürger „überschwemmt“ worden, ohne befriedigend antworten zu können.

Ungewissheit im Homburger Rathaus

In Homburg „kann die Stadtverwaltung leider keine genauen Angaben machen, wann genau die Masken verteilt werden“, sagte am Freitag, 24. April, Rathaussprecher Jürgen Kruthoff. Es gebe „Hinweise“, laut derer die Spedition am morgigen Sonntag am Homburger Rathaus mit einer Saarbrücker Fracht eintreffen soll, die zwei Masken pro Person entspreche. Ist der Mundschutz angekommen, soll er von Stadt-Angestellten, Rathausmitarbeitern, Ortsvorstehern und freiwilligen Helfern in Homburg und seinen Stadtteilen in die Briefkästen gesteckt werden. „Die Bürger sollten uns oder den Ortsvorstehern aber auf keinen Fall die Bude einrennen“, bittet Kruthoff all diejenigen um Geduld, die am Montag noch nicht sofort ihre Masken in der Post vorfinden.

In die Kreisverwaltung nur noch mit Mundschutz

Im Homburger Behördengebäude namens Forum ist auch die Verwaltung des Saarpfalz-Kreises ansässig. Diese wird ab Montag, 27. April, Besucher nur noch mit Mundschutz einlassen. Publikumsverkehr gibt es dort schon länger nicht mehr; Besuche sind nur nach Terminvereinbarung möglich.

In Bexbach organisiert die Stadt die Masken-Ausgabe über Abholstellen in den einzelnen Stadtteilen, teilt Bürgermeister Christian Prech mit. Er rechnet für Sonntagabend, 26. April, mit der Anlieferung des Materials im Rathaus.

In St. Ingbert sucht die Stadt nach Freiwilligen, die beim Verteilen helfen wollen.

Aktion „Flinke Finger“

Wer Masken nähen möchte – für den nichtkommerziellen Eigenbedarf oder als Spende – kann über die Ehrenamtsbörse des Saarpfalz-Kreises gratis Stoff und elastische Kordeln beziehen.

Kontakt: Alexandra Christmann, Telefon 06841/104-8405,

E- Mail: alexandra.giffel@saarpfalz-kreis.de, und

Marion Haas, Ruf 06841/104-8479, E-Mail: marion.haas@saarpfalz-kreis.de

x