Wörschweiler RHEINPFALZ Plus Artikel Homburg-Wörschweiler: Kloster-Krimi am Freitagabend auf Arte

Die Klosterruine Wörschweiler wird immer mal wieder als markanter Schauplatz für Dreharbeiten genutzt.
Die Klosterruine Wörschweiler wird immer mal wieder als markanter Schauplatz für Dreharbeiten genutzt.

Die Klosterruine Wörschweiler bei Homburg gibt eine der Kulissen für die neue Folge der Saarland-Krimireihe „In Wahrheit“ von ZDF und Arte ab. Am Freitagabend, 24. April, wird die Serienfolge „Jagdfieber“ ab 20.15 Uhr auf Arte ausgestrahlt. Die Saarlouiser Ermittlerin Judith Mohn (Christina Hecke) bekommt es mit einem Leichenfund im Kirkeler Wald zu tun.

Mit der Premierenfolge „Mord am Engelsgraben“ war 2017 die Serie um die Saarlouiser Kriminalisten Judith Mohn und Freddy Breyer (Robin Sondermann) gestartet. Wenn die TV-Ermittler jetzt an der Klosterruine Wörschweiler Verbrecher jagen, dient diese nicht zum ersten Mal als Szenario für Dreharbeiten. Unter anderem haben sich hier in der Vergangenheit schon Szenen aus dem Saarbrücker „Tatort“ abgespielt. Zuletzt produzierte die Regisseurin Lydia Bruna hier im Sommer 2018 ihren Märchenfilm „Isabelles Schatz“.

Eine Woche lang hat sich im Sommer 2019 ein gut 25-köpfiges Filmteam um Regisseur Thomas Roth auf dem Klosterberg und in den angrenzenden Wäldern getummelt. Hinzu kamen die Speise- und Getränkeversorgung („Catering“) am Set und natürlich die Schauspieler: Neben dem bekannten TV-Darsteller Rudolf Kowalski („Bella Block“, „Tatort“) ist hier vor allem Joachim Król („Commissario Brunetti“, „Lutter“) zu nennen.

Märchenfilm in mittelalterlichem Ambiente

Im Auftrag des ZDF wurde die nunmehr vierte Folge der Serie „In Wahrheit“ von der Firma Network Movie produziert. Diese wurde wiederum von einem Luxemburger Unternehmen auf das Wörschweiler Kloster aufmerksam gemacht, das sich auf das Aufspüren besonders außergewöhnlicher Drehkulissen spezialisiert hat. „Die Luxemburger waren schon damals beim Märchenfilm von Lydia Bruna behilflich“, erzählt der Wörschweiler Ortsvorsteher Reinhold Nesselberger im RHEINPFALZ-Gespräch. Den Kontakt mit den professionellen Filmkulissenjägern hat er seither stets warmgehalten. „Auch am nahen Schlösschen Gutenbrunnen wurde schon gedreht“, kann sich der Wörschweiler Dorfchef noch gut erinnern.

Bauer Picks Traktor steht bereit

Jetzt waren es also die Saarlouiser TV-Fahnder, für deren jüngsten Fall in der Woche von Montag, 24. Juni, bis Samstag, 29. Juni 2019, Szenen auf dem Klostergelände aufgenommen wurden. „Gedreht haben die auch im angrenzenden Kirkeler Wald – zum Beispiel an den Siebenfichten“, berichtet Nesselberger von einem immensen Personal- und Materialaufwand, den die Firma Network Movie getrieben habe. Und das auch zu später Stunde: „Beim Dreh bei Nacht war ich auch mit eingebunden“, erzählt der Ortsvorsteher. „Es hätte ja passieren können, dass einer von den Filmleuten mit seinem Truck im schlammigen Waldboden steckenbleibt. Weil es da aber immer auf jede Minute ankommt, musste ich die ganze Nacht lang die Rufbereitschaft zum Bauern Pick auf dem Einöder Berghof halten. Der stand Gewehr bei Fuß, um mit seinem Trecker im Notfall ein Fahrzeug aus dem Dreck zu ziehen.“

Tragischer Killer wider Willen

Die Hauptdarsteller Christina Hecke und Joachim Król hat der Kommunalpolitiker aus Wörschweiler bei dieser Gelegenheit persönlich kennengelernt. Der renommierte TV-Star Król habe ihn mit seiner offenen, herzlichen Art sehr beeindruckt. Ein Naturell, das gänzlich im Widerspruch zu Króls aktueller Krimirolle als verbitterter, tragischer Killer wider Willen steht.

Worum geht es in der Folge „Jagdfieber“? Bei einem brutalen Überfall kommt eine Frau ums Leben. Dann taucht ein Bekennervideo in der Polizeizentrale auf: Gezeigt wird ein entführter Sternekoch. Diesem droht die Ermordung, wenn die Ermittler den Fall nicht in 72 Stunden aufklären.

Wörschweilers Ortsvorsteher Reinhold Nesselberger (links) mit den Darstellern Christina Hecke und Joachim Król.
Wörschweilers Ortsvorsteher Reinhold Nesselberger (links) mit den Darstellern Christina Hecke und Joachim Król.
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