Bexbach RHEINPFALZ Plus Artikel Bexbacher Schüler laufen für Ukraine-Flüchtlinge

Das gesammelte Geld des Spendenlaufes geht an die Waldorf-Initiative und an die „Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners“.
Das gesammelte Geld des Spendenlaufes geht an die Waldorf-Initiative und an die »Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners«.

Die Schülerinnen und Schüler der Bexbacher Waldorfschule haben am Donnerstag einen Spendenlauf für die Ukraine gestartet. Die Schüler konnten Runden zwischen 500 Metern und einem Kilometer laufen. Pro erlaufener Runde gab es einen Geldbetrag.

Vor rund zwei Wochen, hatte die 10. Klasse der Waldorfschule, in der auch Elisabeth Meyer und Maxime Ilg sind, mal abseits des eigentlichen Unterrichtsgeschehens mit Lehrerin Katharina Sander über Möglichkeiten gesprochen, wie den vom Ukraine-Krieg betroffenen Menschen geholfen werden kann. „Es war die aktuelle Situation, weshalb wir über das Thema gesprochen hatten. Wir hatten dann auch über einen Second-Hand-Handel oder einen Kuchenverkauf gesprochen. Aber es war uns auch wichtig, dass alle Kinder, auch die Kleinsten, mithelfen können“, sagt die 16-jährige Elisabeth Meyer aus Rubenheim, die auch Klassensprecherin ist. Doch das Gespräch über ein „Könnte“ reichte den beiden Schülerinnen nicht aus. „Wir wollten unsere Idee in der Klasse, mit einem Spendenlauf dann wirklich umsetzen. Am besten noch vor den Osterferien“, meint Meyer, die sich immer wieder die Kriegssituation vor Augen hält. „Ich habe nun schon einige Geflüchtete aus der Ukraine kennengelernt. Bei uns hat auch mal zwei Tage ein Mädchen namens Sofia gewohnt. Sie war 17 Jahre alt. Sie hat uns auch von der Situation bei der Flucht erzählt“, sagt Meyer. „Es ist ein Thema, dass einen mitnimmt. Die Leute, die aus der Ukraine hier her geflüchtet sind, sind teils so jung wie ich“, sagt Meyer.

So nahm die Idee mit dem Sponsorenlauf Fahrt auf. „Wir wollten das wirklich machen. Wir haben einen Plan erstellt, haben den mit der Schulleitung und unserer Lehrerin Frau Sander besprochen. Die Lehrer und auch die Schulleitung habe viele Impulse gegeben“, sagt die Schülerin weiter, die sich gerne für soziale Projekte engagiere.

Pro erlaufener Runde gab es Geld

Bei dem Spendenlauf, der am vergangenen Mittwochmorgen begann, konnten die Schüler Runden zwischen 500 Meter und einem Kilometer laufen. Jedes Schulkind musste sich vorab selbst um einen oder mehreren Sponsoren kümmern und einen Preis je Runde aushandeln. „Wir konnten auch noch einige Firmen gewinnen, die uns unterstützen“, erzählt Meyer.

Die Spenden richteten sich neben der Waldorf-Initative aus der ukrainischen Stadt Gorodenko, die seit Beginn des Krieges aktiv die Familien der Waldorflehrer und Eltern, die in die westliche Ukraine geflohen sind, sowie einige Waldorfschulen der Region. Ein weiterer Teil der Spenden richtet sich an die „Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners“, die in den Grenzregionen zur Ukraine eine Art „Notfallpädagogik“ einrichteten, um den Kindern und Jugendlichen helfen ihre Traumata zu überwinden und Perspektiven zu schaffen. Aber auch die bereits in der Bexbacher Waldorfschule aufgenommenen ukrainischen Kinder, soll von den Spenden Schulutensilien besorgt werden.

Eifrig zeigten sich die Läufer, die Schüler und Schülerinnen der Bexbacher Waldorfschule, bei der Veranstaltung. Runde um Runde absolvierten sie. Angefangen bei der 1. Klasse, bis hin zu den Oberstufenschülern brachten sie die Runden in drei unterschiedlichen Längen hinter sich. Auch Leander Paaris aus der 1. Klasse der Bexbacher Waldorfschule nahm an dem Lauf teil. Er kam auf beachtliche zehn Runden. „Mir hat es ganz viel Spaß gemacht zu laufen. Es ist auch schön, wenn man anderen helfen kann“, sagte der siebenjährige Leander. Ob es dann am Ende mit dem Ziel von Elisabeth Meyer klappt, bleibt noch offen, und wird sich im Laufe der kommenden Woche herausstellen, wenn alle Beträge auf dem Spendenkonto eingegangen sind. „Ich hoffe, dass wir einen fünfstelligen Spendenbetrag kommen“, sagt Meyer abschließend.

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