Fussgönheim RHEINPFALZ Plus Artikel Vier Ortseingangsschilder gestohlen

Das Schild in der Straße Am Goldberg steht noch.
Das Schild in der Straße Am Goldberg steht noch.

Unbekannte haben am Wochenende vier Ortseingangsschilder in Fußgönheim gestohlen. Warum? Da rätseln Polizei und Verwaltung. Und ganz so einfach ist es auch nicht, die Teile wieder anzubringen.

Jochen Schubert (FWG) konnte es zuerst nicht glauben. Der Ortsbürgermeister von Fußgönheim glaubte zunächst an einen Scherz, als er am Wochenende die Nachricht bekam, dass vier Ortseingangsschilder in Fußgönheim gestohlen wurden. Lediglich das fünfte, das im Industriegebiet in der Straße Am Goldberg, steht noch. Ein Mitarbeiter des Bauhofs habe zuerst Alarm geschlagen, als ihm eines der fehlenden Schilder aufgefallen sei. „Ich habe ihn erst mal gefragt, ob er mich verfrüht in den April schicken will“, sagt Jochen Schubert.

Aber es war kein Scherz. Der Mitarbeiter des Bauhofs habe zunächst festgestellt, dass ein Schild fehle und sei dann die anderen Ortseingänge abgefahren. Und somit reiht sich Fußgönheim jetzt in die lange Liste von Gemeinden ein, bei denen Die Schilder am Ortseingang gestohlen wurden. Wacken darf zum Beispiel regelmäßig nachbestellen, Fickmühlen im Landkreis Cuxhaven ebenso wie Hodenhagen (Landkreis Heidekreis, Niedersachsen) und Bierbergen (Kreis Peine, Niedersachsen). „So gerne ich Fußgönheim habe, aber ich konnte nicht glauben, dass jemand ausgerechnet unsere Ortsschilder klaut“, sagt Schubert und muss lachen.

Schilder abgeschraubt

Doch die Schilder am Ortsausgang in Richtung Schauernheim, in Richtung Maxdorf (L454), an der L525 nach Ludwigshafen-Ruchheim und in Richtung Ellerstadt hängen oder stehen jetzt woanders. Irgendjemand hat sie am Wochenende, die Polizei vermutet in der Nacht von Freitag auf Samstag, abgeschraubt und gestohlen. Bei einem Schild, bei dem am Ortseingang von Schauernheim kommend, wurde sogar die Haltestange umgeknickt. „Die ist dann ein paar Meter weiter weg gefunden worden“, sagt Schubert.

An der Straße von und nach Schauernheim haben die Diebe ganze Arbeit geleistet und die Halterung aus dem Boden gerissen.
An der Straße von und nach Schauernheim haben die Diebe ganze Arbeit geleistet und die Halterung aus dem Boden gerissen.

Die restlichen Schilder seien schlicht aus ihren jeweiligen Halterungen geschraubt worden, informiert die Polizeiwache Maxdorf. Auch bei den Beamten rätselt man, was es mit dem Diebstahl auf sich hat. An einen Fasnachtsscherz oder einen Streich im Zuge eines Junggesellenabschieds glaubt man bei der Polizei nicht. Und dass Metalldiebe ihr Unwesen getrieben haben, ist auch eher unwahrscheinlich. „Dann wäre die Umfassung ja auch weg“, meint die Polizei. Sie geht daher davon aus, dass es keine geplante Aktion war.

DNA-Spuren sichergestellt

Immerhin: Die Beamten haben nach eigenen Angaben DNA-Spuren an einem Tatort sichergestellt. Diese müssen jetzt noch ausgewertet werden. Das könne aber einige Wochen dauern.

Jochen Schubert hofft derweil, dass die neuen Schilder früher kommen und die Leute bald wieder wissen, dass sie nach Fußgönheim reinfahren. Ganz billig wird die Aktion für die Gemeinde ebenfalls nicht. Ein Schild kostet laut Verwaltung 300 bis 400 Euro. „Das sind individuelle Sonderanfertigungen. Es muss auf die andere Seite ja auch noch drauf, in welche Richtung man fährt, wenn man den Ort verlässt“, erläutert der Ortsbürgermeister. „Und womöglich brauchen wir auch noch neue Rahmen. Da gab es vor ein paar Jahren mal eine Änderung bei den Maßen der Schilder“, sagt Schubert. Aber er nimmt’s dann doch mit Galgenhumor: „Eine Einfassung ist ja eh schon weg.“ Am Ende bleibe die Gemeinde wohl auf einem Schaden von 1500 bis 2000 Euro sitzen.

Am Ortseingang aus Richtung Maxdorf, ...
Am Ortseingang aus Richtung Maxdorf, ...
... aus Richtung Ruchheim ...
... aus Richtung Ruchheim ...
... und Ellerstadt haben sie „nur“ die Schilder mitgenommen.
... und Ellerstadt haben sie »nur« die Schilder mitgenommen.
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