Bobenheim-Roxheim
Jusos formieren sich unter Hettmannsperger neu
Hettmannsperger will die Gruppe nun aus dem pandemiebedingten Dornröschenschlaf wecken. Der 23-jährige Sport- und Biologiestudent ist nicht nur in seinem Heimatort gut vernetzt. Er hat auch Verbindungen zu den Jusos in Ludwigshafen und Frankenthal, die ihm Tipps für den Aufbau seiner Ortsgruppe geben. Eine Satzung hat der Bobenheim-Roxheimer bereits verfasst. Darin steht, dass die Jusos die Interessen Jugendlicher auf Gemeindeebene vertreten wollen. „Wichtige Meilensteine für uns sind hierbei Selbstverwirklichung, Kreativität, Zusammenhalt“, heißt es im Schriftstück. Mit der Resonanz auf die ersten Juso-Treffen unter seiner Führung ist Hettmannsperger zufrieden. Neben ihm seien noch sechs weitere junge Leute da gewesen. „Viele hatten zuvor noch nichts mit Kommunalpolitik zu tun. Drei Personen haben aber schon etwas Erfahrung“, erzählt er.
Die Gruppe hat bereits einige Themenschwerpunkte erarbeitet. Zum einen nennt Hettmannsperger die Eh-da-Flächen. Das sind vorhandene Flächen, die weder landwirtschaftlich genutzt noch naturschutzfachlich gepflegt werden und die man zugunsten der Artenvielfalt aufwertet. „Wir könnten versuchen, eine eigene Fläche zu bekommen, um die wir uns dann kümmern“, nennt der Juso-Chef einen Vorschlag. Außerdem könne er sich vorstellen, das Thema vermehrt an Schulen zu bringen. „So könnten wir das Projekt direkt und indirekt unterstützen.“ Hettmannsperger könnte sich Bobenheim-Roxheim beim sogenannten „Wattbewerb“ vorstellen. Das ist eine Aktion der Gruppe „Parents 4 Future“, die seit Februar vergangenen Jahres Städte dazu anspornt, die Leistung der vor Ort installierten Fotovoltaik-Anlagen je Einwohner zu verdoppeln. „Das könnte auch etwas für uns sein“, meint der Student.
Alternative für Rundweg am Silbersee
Einen weiteren Schwerpunkt will Hettmannsperger, der seit 2019 auch im Bobenheim-Roxheimer Gemeinderat sitzt, auf den gesperrten Rundweg am Silbersee legen. „Es wird nicht mehr so werden, wie es war“, macht Hettmannsperger klar. Dennoch gelte es, Alternativen zu finden, um den Bürgern Freizeitaktivitäten und Erholungsmöglichkeiten vor Ort zu bieten. Ebenso steht der Alte Sportplatz am Altrhein auf der Liste der Jusos. Nachdem der Arbeitskreis Tourismus aufgelöst wurde, denkt Hettmannsperger an eine eigene Arbeitsgruppe, die Ideen für die Gestaltung und Nutzung der Fläche erarbeitet. Für die Jugend könnte aus Sicht der Jusos zudem ein Calisthenics-Park interessant sein, in dem man an verschiedenen Stangen Krafttraining mit seinem Eigengewicht machen kann.
Spätestens Anfang März soll das nächste Treffen der Jusos stattfinden, bei dem die ersten Themen angegangen werden sollen, wie Hettmannsperger sagt. Wichtig ist dem 23-Jährigen zunächst aber auch, neue Mitglieder für die Jusos anzuwerben. „Das bisherige Team ist interessiert und motiviert. Wir müssen dafür sorgen, dass die Leute merken: Die Jusos schaffen etwas“, formuliert er ein Ziel. Aus dem SPD-Ortsverein rechnet Hettmannsperger mit Rückenwind für die neuen Jungsozialisten.