FUSSBALL
Zwei, die sich erst gar nicht mochten: FKP-Coach Fischer und sein scheidender Co-Trainer Schaufler
Jens Schaufler ist seit 2012 Co-Trainer der ersten FKP-Mannschaft. Die ersten sieben Jahre assistierte er Peter Tretter, ab 2019 dann Patrick Fischer. Der echte Pirmasenser mit österreichischem Pass, seit der E-Jugend (von vier Junioren-Jahren beim 1. FC Kaiserslautern abgesehen) nonstop beim FKP aktiv, will nun nach einer Regionalliga-Saison der coronabedingten Extreme eine Fußball-Pause einlegen. Der 39-Jährige möchte der Familie den Vorrang einräumen und mehr Zeit mit seinem vierjährigen Sohn Toni verbringen. Das Aufhören beim FKP, für den er 279 Regional- und Oberligapartien plus zwei DFB-Pokal-Spiele (darunter der Sensationssieg gegen Werder Bremen) meist als Linksverteidiger bestritt, fällt ihm gewiss nicht leicht.
Seit Jugendtagen Freunde
Mit Chefcoach Fischer ist der IT-Systemadministrator für die Metzgerei der Wasgau AG schon seit der Jugend bestens befreundet, die beiden waren auch schon mehrfach zusammen in Urlaub. „Dabei haben wir uns zunächst gar nicht leiden können, spielten gegeneinander. Erst er beim FKP und ich für Niedersimten, dann war er beim FCK“, erzählt Fischer. Bei einem Lehrgang der Jahrgang-1981-Südwestauswahl in der Sportschule Edenkoben habe dann Verbandstrainer Heinz-Jürgen Schlösser die beiden zusammen in ein Zimmer gesteckt. Fischer: „Am ersten Tag haben wir da noch gar nicht miteinander geredet.“ Der zweite Tag in Edenkoben war dann der Beginn einer großen Freundschaft.
Lo Scrudato für Grünnagel
Neben Schaufler werden am Samstag auch die Spieler Felix Bürger (zum SV Morlautern), Jonas Jung (Spielertrainer FV Ramstein), Dennis Chessa (TSV Steinbach), Luis Kiefer (Wormatia Worms) und Iosif Maroudis verabschiedet. Auch bei Gianluca Lo Scrudato, Tom Schmitt und Benno Mohr laufen die Verträge zum Monatsende aus. Ob sie bleiben oder gehen, ist noch offen. Außenverteidiger Lo Scrudato, den Fischer gerne halten möchte, ist nach langwieriger Ellenbogenverletzung wieder fit. Der Saarländer mit sizilianischen Wurzeln steht vermutlich um 14 Uhr zum Anpfiff der Partie gegen den Drittletzten aus Mainz vor 250 erlaubten Zuschauern auf dem Rasen und ersetzt den gesperrten Manuel Grünnagel.
Kommt FCK-Spieler Klein?
Weiter ein Thema ist die Verpflichtung von Kevin Klein (bisher 1. FC Kaiserslautern II). Der Zweibrücker kann sowohl Innen- als auch Außenverteidiger spielen, war diese Woche erneut zum Probetraining auf der Husterhöhe.
Weiter voll motiviert
Das FKP-Team gehe trotz nicht mehr bestehender Abstiegsgefahr auch ins 42. Saisonspiel voll motiviert, versichert Kapitän David Becker. „Wir wollen weg vom sechstletzten Platz, damit man nicht später sagen kann, dass wir ja nur deshalb nicht abgestiegen sind, weil keine Oberligisten aufsteigen durften“, verdeutlicht Becker.
Mit Sieg mindestens Achtletzter
Aktuell liegt seine Mannschaft mit 49 Punkten und einem Torverhältnis von minus 17 auf dem sechstletzten Platz. Verschlechtern können sich die Pirmasenser nicht mehr, aber sie können noch bis zu fünf (!) Plätze gutmachen. Mainz 05 II (49/-14), das am Freitagabend nach Redaktionsschluss bei Kickers Offenbach gastierte, der VfR Aalen (49/-13) und sein Gastgeber am Samstag, die TSG Hoffenheim II (50/-15), der FC Gießen (50/-1) und die bereits in der Sommerpause befindliche TSG Balingen (51/-9) sind noch in Reichweite. Mit einem Sieg rückt der FKP mindestens auf den achtletzten Platz vor.