Fußball
Tore, Träume, Temperamente: Sechs außergewöhnliche Minuten in Waldfischbach
Vier Tore in sechs Minuten
0:2 lag die Spielvereinigung Waldfischbach/Burgalben in der Fußball-Bezirksliga nach einer „ganz schlechten ersten Halbzeit“, so ihr Trainer Reiner Wadle, gegen Palatia Contwig zurück. Es waren bereits 68 Minuten gespielt, als Jan Wollenschläger das 1:2 erzielte. „Contwig war dann komplett von der Rolle, und bei uns war jeder Schuss ein Treffer“, kommentiert Wadle das, was nun folgte. Jens Luscher (70.), Jonas Berg (72.) und Luca Dillinger (74.) trafen zum 2:2, 3:2 und 4:2. Dabei blieb es dann auch – trotz bester Chancen zu einem fünften Treffer. Die vier Tore in sechs Minuten brachten der Spielvereinigung „drei wichtige Punkte gegen den Abstieg“, wie Wadle anmerkte.
Aus 0:2 wird 6:2
Fast eine Kopie des Bezirksligaspiels der beiden Mannschaften aus dem Schwarzbachtal lieferten der TV/SC Hauenstein II und der SV Obersimten in der A-Klasse ab. Auch hier stand es 0:2, ehe die Gastgeber das Ding noch drehten – zwar nicht in sechs Minuten, dafür aber mit sechs Toren. Stand es nach einer halben Stunde 0:2, so freuten sich die „Hääschdner“ über ein 6:2 nach eineinhalb Stunden.
Dabei hatte Hauensteins Spielertrainer Thorsten Riggers am Sonntagmorgen noch seine Mannschaft zusammentelefonieren müssen, weil kurzfristig mehrere Spieler erkrankt ausfielen. „Wir haben echt eine Supertruppe“, schwärmte der selbst angeschlagene, daher nur zehn Minuten spielende Riggers. In der Rückrundentabelle liegt Hauenstein immerhin auf Position drei. „Dabei ist es immer wieder unser einziges Ziel, nicht abzusteigen“, relativiert Riggers. Es darf indes nicht verschwiegen werden, dass auch Obersimten personelle Probleme hatte. Auf der SVO-Bank saßen nur der 46-jährige Trainer Mike Dauth und Torsten Niegl (57).
A-Klasse wird wohl größer
Die Abstiegswelle, welche die A- und B-Klassen im Fußballkreis Pirmasens/Zweibrücken zu überschwemmen droht, wird immer realistischer. Stand heute rutschen mit dem FC Fehrbach, dem SV Battweiler, den VB Zweibrücken und Palatia Contwig vier Teams aus der Bezirksliga in die südwestpfälzische A-Klasse ab, die dann aus den B-Klassen Ost und West noch drei Aufsteiger aufnehmen muss. Macht in der Summe also gleich sieben neue Mannschaften. Vier aktuelle A-Klässler steigen ab – mehr geht von den Statuten nicht. Mindestens der Meister steigt auf. Ergo wird in der kommenden Saison die A-Klasse wohl mit 17 oder 18 Mannschaften an den Start gehen.
Die beiden B-Klassen werden von oben und unten mit je vier Mannschaften aufgefüllt. Das heißt, dass fünf Vereine die B-Klasse nach unten verlassen müssen. Fürwahr eine Abstiegswelle.