Tischtennis RHEINPFALZ Plus Artikel Sommer-Team-Cup als Perspektive für den Re-Start?

Für ein Turnier wie den Sommer-Team-Cup ist Bezirkssportwart Sebastian Kranitz vom TTC Pirmasens die Pandemielage noch nicht sic
Für ein Turnier wie den Sommer-Team-Cup ist Bezirkssportwart Sebastian Kranitz vom TTC Pirmasens die Pandemielage noch nicht sicher genug.

Perspektiven schaffen: Damit beschäftigen sich derzeit führende Tischtennis-Unternehmen und Ergebnisplattformen. Nach dem Abbruch der Saison 2020/21 droht eine dann fast zwölfmonatige Tischtennispause. Ein Sommer-Team-Cup soll die Spieler aber bald zurück an die Platten locken.

Schon seit Oktober ist mit dem sogenannten „Weihnachts-Lockdown“ das Tischtennisspielen in Training und Meisterschaftsspielen eingestellt worden. Turniere an Steinplatten in Schulhöfen kommen nun in Mode, weil sie zurzeit die einzige Alternative sind. Darüber hinaus gedulden sich die Spieler mit Online-Training und Stabilisationsübungen.

„Für einen Re-Start sollen die Spieler und Spielerinnen nicht bis zur nächsten Spielzeit warten müssen, wenn die Hallen vorher wieder geöffnet werden“, sagen die Veranstalter des Sommer-Team-Cups, für den der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) als Durchführender fungiert. Dabei handelt es sich um einen Mannschaftswettbewerb, der Spielern die Möglichkeit bieten soll, trotz anhaltender Pandemie wieder an die Platte zurückzukehren. Das Turnierformat wird ungemein flexibel gehalten. „Voraussetzung für die Durchführung ist, dass die Pandemielage und die lokalen Hygienekonzepte solche Wettkämpfe erlauben und die Hallen wieder geöffnet sind“, sagen die Veranstalter.

Mit „Champions-Gruppen“

Mitmachen darf jeder, der einen Spielstärkewert von maximal 1900 QTTR-Punkten und einen kostenlosen Account bei der Internet-Ergebnisplattform myTischtennis.de hat. Am Spielstärkewert dürfte das in der Südwestpfalz bei kaum einem Spieler scheitern. Selbst die besten Akteure weisen kaum mehr als 1800 Punkte auf. Teams dürfen unabhängig von der Vereinszugehörigkeit, Geschlecht und Alter formiert werden. Mindestens drei und maximal sechs Spieler darf eine Mannschaft umfassen. Es gibt zwei Leistungsklassen, die nach Spielstärken eingeordnet sind. Anmelden kann man sich ab 17. Mai. Der Meldeschluss und der Turnierbeginn stehen noch nicht fest.

Für den Turnierauftakt werden die Mannschaften in Vierergruppen eingeteilt, die nach geografischen Gesichtspunkten zusammengestellt werden. Jede Mannschaft spielt einmal gegen jedes andere Team. Nach Abschluss der ersten Runde werden die Erst- und Zweitplatzierten, unter Berücksichtigung möglichst kurzer Fahrtwege, in neue Gruppen (sogenannte „Champions-Gruppen“) eingeteilt. Analog dazu werden auch die Dritt- und Viertplatzierten neu zusammengestellt. Gespielt wird ohne Doppel, jeder Spieler bestreitet zwei Einzel. Sollte es die Pandemielage zulassen, könnte es danach auch noch Regional- und Bundesfinalturniere geben.

Gute Idee, aber ...

„Das Turnier ist eine gute Idee. Ich glaube aber nicht, dass es zustande kommt“, sagt der Sportwart des Tischtennisbezirks Westpfalz Süd, Sebastian Kranitz, der häufig an regionalen Turnieren teilnimmt, selbst wenn er sie organisatorisch leitet. Für den Pirmasenser kommt der Ansatz für so ein Turnier unter Beachtung der derzeit vorherrschenden Pandemielage etwas zu früh. „Ich bin realistisch der Meinung, dass ein Turnier so zurzeit nicht stattfinden wird. Ich hätte unter persönlichen Gesichtspunkten aber keine Probleme damit, das Turnier zu spielen“, erklärt Kranitz, der normalerweise in der 2. Pfalzliga West für den 1. TTC Pirmasens aufschlägt.

Kranitz: Im Freien denkbar

Kranitz sieht daneben aber durchaus die Option, das Turnier im Freien durchzuführen, wenn es nicht anders möglich ist. „Das wäre für mich auf jeden Fall denkbar. Ich glaube aber, dass viele Spieler damit ein Problem hätten. Da wäre der Wind schon ein Thema“, fügt Kranitz an. Als Bezirkssportwart oder auch als Sportwart des 1. TTC Pirmasens möchte er ein solches Turnier derzeit aber nicht austragen und sieht bei der Durchführung größere Probleme – „vor allem, was das Hygienekonzept für so ein Turnier angeht“. Kranitz weiter: „Auch bei den Helfern hätten wir ein Problem, da sicher 95 Prozent aller Helfer nicht zur Verfügung stehen würden.“

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