Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Die Rückkehr von Professor Dooley zum FKP

War Sportlicher Leiter in Homburg und zuletzt Vorstandsmitglied beim FCK: Steven Dooley, hier in seiner Zeit als FKP-Trainer.
War Sportlicher Leiter in Homburg und zuletzt Vorstandsmitglied beim FCK: Steven Dooley, hier in seiner Zeit als FKP-Trainer.

Dass Steven Dooley unter den wenigen Beobachtern der Geister-Heimspiele des FK Pirmasens in der Fußball-Regionalliga gegen den FC Homburg und die SV Elversberg war, gab bereits Anlass zu Spekulationen. Nun herrscht Klarheit: Der 60-Jährige, früher schon als Spieler (1981 bis 1984) und Trainer (Juli 2008 bis Januar 2010) in Pirmasens, ist neuer FKP-Sportdirektor. Das liegt auch an einem Zahnarztbesuch ...

Zum 1. Januar gab der aus dem Sickingerhöhdorf Bechhofen stammende Steven Dooley, der in Mannheim an der medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg eine Forschungsprofessur für molekulare Hepatologie zum Thema „chronische Lebererkrankung“ hat, sein Vorstandsamt beim 1. FC Kaiserslautern e. V. ab. „Ich konnte 0,0 Prozent von dem platzieren, was ich mir auf die Fahnen geschrieben hatte. Keiner hat sich für mein Konzept interessiert. Es lief alles an mir vorbei“, macht Dooley keinen Hehl aus seiner Enttäuschung über das Jahr im FCK-Vorstand.

Mitte März trat beim FKP Sebastian Reich aus privaten Gründen als ehrenamtlicher Sportdirektor zurück. Der im Homburger Stadtteil Jägersburg lebende Dooley hatte dann einen Termin beim Zahnarzt Mark Hill in Fehrbach – „da bin ich seit meiner Zeit als FKP-Trainer“ – und verknüpfte dies aus alter Verbundenheit mit einem Besuch bei FKP-Präsident Edgar Schütz. Zu „Eddy“ Schütz und dessen Präsidiumskollegen Jürgen „Chick“ Kölsch bestehe seit seinen Pirmasenser Trainertagen „ein freundschaftliches Verhältnis“, erzählt Dooley, dessen jüngerer, früher ebenfalls beim FKP aktiver Bruder Thomas US-Nationalspieler, WM-Teilnehmer und Bundesligaprofi war, jetzt als Trainer in Malaysia arbeitet. „Eddy und Chick waren Gäste auf meiner Hochzeit, ich war bei Chicks rundem Geburtstag.“

22er-Kader angestrebt

Nun, Schütz machte Steven Dooley – „Fußball ist nach wie vor meine Leidenschaft“ – den Sportdirektor-Posten in Pirmasens schmackhaft. Nachdem Dooley auch mit Trainer Patrick Fischer und Amtsvorgänger Reich (Spieler unter Dooley beim FKP) gesprochen hatte, war – nach Rücksprache mit seiner Ehefrau – klar gewesen, dass er Sportdirektor auf der Husterhöhe wird. Dort werde seit Jahren mit relativ geringem Budget viel erreicht. Seine Hauptaufgabe werde es sein, „Spieler auszusuchen, die zu uns passen“, erklärt der ehemalige Sportliche Leiter des FC Homburg. Er strebe, sollte der Regionalliga-Verbleib gelingen, einen Kader mit 22 Spielern an, „die alle vollumfänglich die Qualität haben, um in der Regionalliga zu spielen“.

Tretter ist weiter ein Thema

Der FKP war übrigens Dooleys letzte Trainerstation. Zuvor hatte er den SV Miesau (als Spielertrainer), Homburgs U19, Borussia Neunkirchen (Regionalliga), Homburg II, Alemannia Aachen II (Oberliga) und die Bundesliga-A-Junioren des FCK gecoacht.

Der langjährige FKP-Chefcoach Peter Tretter, 2019 nach einem überraschenden neunten Regionalliga-Platz zurückgetreten, soll sich künftig ebenfalls wieder auf der Husterhöhe engagieren. Jugendleiter Andreas Kamphues bestätigte unlängst auf Anfrage der RHEINPFALZ das konkrete Interesse an dem 54-jährigen Hinterweidenthaler, der diese Saison im Nachwuchsleistungszentrum des FCK die U15 betreute. Auch Tretter beobachtete die jüngsten FKP-Heimspiele von der Tribüne aus ...

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