Wirecard-Skandal Bafin-Chef Hufeld verlässt Finanzaufsicht

Felix Hufeld steht seit März 2015 an der Spitze der Finanzaufsicht.
Felix Hufeld steht seit März 2015 an der Spitze der Finanzaufsicht.

Bei der Finanzaufsicht Bafin kommt es nach dem Wirecard-Skandal zu einem Wechsel an der Führungsspitze. Wie das Finanzministerium am Freitag mitteilte, hört Präsident Felix Hufeld im Zuge einer Neuaufstellung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht auf. Der Wirecard-Skandal habe offenbart, dass die deutsche Finanzaufsicht „eine Re-Organisation braucht, um ihre Aufsichtsfunktion effektiver erfüllen zu können“, erklärte das Ministerium. Der Jurist Hufeld (59), der die Bafin seit März 2015 führte, hatte die Vorgänge rund um Wirecard als „Schande“ bezeichnet und von der „entsetzlichsten Situation“ gesprochen, in der er jemals einen Konzern in der ersten deutschen Börsenliga gesehen habe. Der Bafin-Chef hatte sich zugleich selbstkritisch zur Rolle der Aufsicht geäußert: „Wir sind nicht effektiv genug gewesen, um zu verhindern, dass so etwas passiert.“ Die inzwischen insolvente Wirecard AG hatte im Juni Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt.

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