Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Wasserball: SC Neustadt zum Pokalspiel nach Hamburg

Auf der Hinfahrt nach Hamburg wollen die Neustadter Wasserballer im Zug mit Wurst oder Käse belegte Brötchen frühstücken.
Auf der Hinfahrt nach Hamburg wollen die Neustadter Wasserballer im Zug mit Wurst oder Käse belegte Brötchen frühstücken.

Die Spieler des SC Neustadt müssen am Samstag weit reisen. In der zweiten Runde um den Deutschen Wasserball-Pokal treten sie beim Hamburger TB an. Sollte es nach vier Vierteln unentschieden stehen, wird ein Fünfmeterschießen nötig. Mit Folgen für den SCN.

In der zweiten Runde um den Deutschen Wasserball-Pokal fährt Bundesligist SC Neustadt am Samstag zum Hamburger TB. Der SCN reist mit einer U19-Mannschaft in den Norden. Neben zehn Spielern des Jahrgangs 2003 sind auch drei noch jüngere Spieler im Team.

In der ersten Pokalrunde hatten die Neustadter Losglück, sie waren spielfrei. Jetzt geht es für das jüngste Team der Wasserball-Bundesliga-B-Gruppe im Pokalwettbewerb gegen ein e gestandene Männer-Bundesliga-Mannschaft der C-Gruppe. Hamburg ist ebenso wie Neustadt im Sommer kampflos in die höchste deutsche Spielklasse aufgestiegen. Weil es in der vorangegangenen Saison keine Bundesliga-Absteiger gegeben hat, ist die Erste Liga auf drei Gruppen aufgestockt worden. Das spielt natürlich für den Pokal-Wettbewerb keine Rolle, doch für den SCN ist es ein wichtiger Test für die kommende Abstiegsrunde. Denn dann spielen die Pfälzer mit den Hanseaten in einer Gruppe im Kampf um den Klassenverbleib.

Null Punkte für Hamburg

Die Hamburger waren allerdings bislang in der C-Gruppe der Bundesliga noch erfolgloser als Neustadt. Mit 0:16 Punkten und einer Tordifferenz von minus 55 zieren sie das Tabellenende. In der B-Gruppe ist der SCN Schlusslicht mit 3:13 Punkten und einer Tordifferenz von minus 54.

Doch SCN-Coach Davorin Golubic ist zuversichtlich, dass sein Team beweisen kann, dass die Junioren zu Recht in der Männer-Bundesliga gelistet werden. „Ich denke immer positiv. In den vergangenen Wochen hatten unsere Jungs das Abitur im Kopf. Sie konnten nicht regelmäßig trainieren, hatten Angst vor Verletzung oder einer Ansteckung mit Covid. Jetzt wird es besser“, sagt er. Das Trainerteam habe schon vor Saisonbeginn mit einer schwachen ersten Runde gerechnet. Nicht geplant sei indes gewesen, dass die drei Senioren der Mannschaft, die Routiniers Matthias Held, Fernando Mongrell und Stefan Ehrenklau, das Team nur selten unterstützen könnten. Held fällt wegen seiner Handverletzung für den Rest der Saison aus. Mongrell plagt eine Rückenprellung. Und Ehrenklau kann in Hamburg aus dienstlichen Gründen nicht dabei sein. Jüngster Spieler ist der 16-jährige Moritz Giese, dann folgen die beiden 17-Jährigen Silas Beck und Philipp Guth.

Um 6.47 Uhr ab Neustadt

Für Golubic ist wichtig, dass seine Jungs weitere Spielerfahrung sammeln. Dafür nimmt das Team einige Reisestrapazen auf sich. Start ist am Samstag am Neustadter Bahnhof um 6.47 Uhr, Ankunft um 12 Uhr in Hamburg. Der Anpfiff erfolgt um 14 Uhr. Steht es nach vier Vierteln unentschieden, folgt ein Fünfmeterschießen. Das sollte der SCN tunlichst vermeiden, denn der ICE in die Heimat fährt um 16.05 Uhr ab.

Für Hin- und Rückfahrt organisieren die Spieler eine gemeinsame Verpflegung. Zum Frühstück im Zug sind Brötchen mit deftigem Belag wie Wurst und Käse gefragt. Für die Heimfahrt bringen die Spieler Salate, Frikadellen, Muffins und Kuchen mit. Golubic: „Hamburg ist uns mit dem Anpfiff um 14 Uhr sehr entgegengekommen. Wir wollten die Reise in den Norden mit möglichst wenig Zeitverlust durchführen. Die Spieler müssen sich immer noch für ihre mündliche Abiturprüfung vorbereiten. Daher können sie unterwegs auch im Zug lernen.“

So spielen sie

SC Neustadt: Hendrik Hummel, Vlantoussis – Hrvic, Guth, Lukas Schwarzkopf, Tim Schwarzkopf, Spandick, Vagts, Luis Ananias, Schädler, Giese, Beck, Stedler.

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