Handball
Kader des Drittligisten TSG Haßloch für die Runde 2023/2024 steht
Die Ungewissheit hat ein Ende. Nach Wochen der ungeklärten Zukunft um die Erste Handball-Mannschaft der TSG Haßloch gibt es jetzt Klarheit. Nachdem Thomas Müller nach fast 13 Jahre als Sportlicher Leiter des Drittliga-Teams vor einigen Wochen seinen Rücktritt bekannt gegeben und zugleich erklärt hatte, mit Rücksicht auf seine Nachfolge, keine Planungen für die kommende Spielzeit in Angriff nehmen zu wollen, sind jetzt fast alle Fragen beantwortet.
Der bisherige Kapitän Kevin Seelos (35), der wegen seines Bandscheibenvorfalls pausieren muss und dessen Rückkehr in den Kader eher unwahrscheinlich ist, wird künftig die Aufgaben seines Onkels Thomas Müller übernehmen. Er erhält Unterstützung von Cheftrainer Andreas Reckenthäler sowie von den Spielern Marco Bitz, Florian Kern, Dennis Gregori und Max Zech. Das Team hat in den vergangenen Wochen in vielen Besprechungen neben dem Mannschaftstraining die Weichen für den Drittliga-Handball in Haßloch gestellt. „Es war absolut eine schwierige Zeit für die Mannschaft. Wir wussten alle nicht, wie es weitergeht“, sagt Marco Bitz.
Sponsoren bleiben
Deshalb habe ein kleiner Kreis aus der Mannschaft die Initiative ergriffen und den weiteren Weg für Drittliga-Handball in Haßloch geebnet. In vielen Gesprächen mit zahlreichen Sponsoren habe das Team großen Rückhalt bekommen. Sie hätten den Bären ihre weitere Unterstützung signalisiert. „Das Echo war durchgehend positiv“, berichtet Kevin Seelos und zeigt sich erleichtert.
Die wirtschaftliche Situation war bis zuletzt ungewiss, da nicht von allen Geldgebern die Zusage eingehalten wurde. Besonders froh ist das Team, dass ihm Rita und Egbert Best, deren Nachfolger noch zu wählen sind, mit Rat und Tat zur Seite stünden. Seelos: „Alle von uns haben doch großes Interesse, dass es weitergeht.“
Fünf Spieler gehen
Inzwischen habe die Mannschaft aufgrund der gegebenen wirtschaftlichen Möglichkeiten den Kader für die nächste Saison zusammengestellt. Es wird einschneidende Veränderungen geben. Fünf Spieler werden zum Saisonende die TSG Haßloch verlassen und sollen am letzten Spieltag am 1. April gegen die VTV Mundenheim von Thomas Müller verabschiedet werden. In der kommenden Runde fehlen Lino Messerschmidt (Rhein-Neckar Löwen II), Konstantin Herbert (Ziel unbekannt) sowie Moritz Mangold und Dennis Götz (Auszeit vom Handball). Bereits vorzeitig hat Jan Triebskorn (HG Oftersheim-Schwetzingen) den Verein verlassen. Dies bestätigte der scheidende Sportliche Leiter Thomas Müller.
Sicher ist auch, dass Philip Rogawski künftig nicht mehr als Cotrainer assistieren wird. Wer künftig Reckenthäler, der für eine weitere Saison zugesagt hat, unterstützen wird, ist noch unklar. „Da sind wir noch in Gesprächen“, sagt Seelos.
Der Kader wird jünger
Sechs Neuzugänge stehen fest. Thomas Müller hatte bereits die Verpflichtung von Marvin Gerdon vom HLZ Friesenheim-Hochdorf bekanntgegeben. Dem Spieler folgen jetzt auch Yannik Polifka und Yannik Muth nach Haßloch. Polifka gilt als hoffnungsvolles Talent im rechten Rückraum. Muth ist für die Spielmacherposition fest eingeplant. Von den Rhein-Neckar Löwen II kommt Lukas Wichmann zur TSG und folgt auf Lino Messerschmidt am Kreis. Von der A-Jugend der Junglöwen wechselt Philipp Alt ins Großdorf und soll sich im linken Rückraum hinter Theo Surblys weiterentwickeln. Das gelte auch für Marco Kimpel, den es von der HSG Worms zu den Bären ziehe. „Wichtig war uns bei der Kaderplanung, dass wir uns verjüngen“, betont Seelos.
Cheftrainer Reckenthäler sieht die Mannschaft für die kommende Saison gut aufgestellt: „Das ist ein Kader mit Perspektiven.“ Auf Wunsch des Trainers sollen die Perspektivspieler Bjarne Hartmann, Nils Knöringer und Janik Müller im Drittliga-Kader bleiben.