Hassloch RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Höchster Saisonsieg der TSG Haßloch

Lars Hannes (rechts) setzte sich nach seiner langen Schulterverletzung wieder am Kreis durch.
Lars Hannes (rechts) setzte sich nach seiner langen Schulterverletzung wieder am Kreis durch.

Der Aufwärtstrend des Handball-Drittligisten TSG Haßloch hält an. Die Bären bleiben auf Tuchfühlung zum ersten Nichtabstiegsplatz. Mit dem bisher höchsten Saisonsieg haben sie ihren Glauben an den Ligaverbleib nicht aufgegeben. Drei „Endspiele“ stehen den Haßlochern noch bevor.

Sie strahlten nach dem Abpfiff: Philipp Rogawski, der junge Trainer des Handball-Drittligisten TSG Haßloch, klatschte seine Jungs ab. Der dritte Sieg im fünften Spiel seit dem zweiten Trainerwechsel war eingetütet. Die Zuschauer applaudierten. Die TSG Haßloch hat ihr Tief überwunden und feierte gegen die abstiegsbedrohten Gäste aus Oftersheim-Schwetzingen den nächsten doppelten Punktgewinn. Mit 35:26 (18:12) sicherten sich die Bären den höchsten Sieg dieser Spielzeit.

Die Defensive wirkte nochmals stabiler als zuletzt. Im Angriffsspiel geht die Formkurve ebenfalls weiter nach oben. Es gleicht schon fast einer Sensation, wie sich die Haßlocher aus dem Tief der vergangenen Wochen herausgearbeitet haben. Der zweite Trainerwechsel dieser Runde hat einen Impuls ausgelöst. „Sensationell ist nicht, was wir als Trainer getan haben, sondern wie die Mannschaft es geschafft hat, aus der Spirale herauszukommen“, sagte Rogawski. „Wir haben vom ersten Tag an das Vertrauen der Mannschaft gespürt.“

Aggressive Deckung

Die Bären haben die Spielidee des Trainerteams verinnerlicht. Aus einer äußerst aggressiven Deckung ins Tempospiel kommen, ist der Gedanke, der auch gegen die HG Oftersheim-Schwetzingen wieder zum Tragen kam. So kam Haßloch nach einem 0:2-Rückstand schnell ins Spiel. Es schlug die Stunde des schnellen Linksaußen Florian Kern und des Routiniers Elvijs Borodovskis. Binnen fünf Minuten sorgten sie für eine 6:2-Führung. Die Gäste um ihren neuen, aus Freinsheim stammenden Trainer Axel Buschsieper stemmten sich gegen den Torwirbel der TSG. Aber sie fanden kein Rezept. Haßloch war die dominierende Mannschaft.

Mit der Rückkehr von Kreisläufer Lino Messerschmidt in den Kader kam viel Qualität ins TSG-Team zurück. Der 25-Jährige stabilisierte die Defensivreihe zusätzlich. Allerdings wurde der Kreisläufer mit Zweitliga-Erfahrung früh mit einer zweiten Zeitstrafe bestraft. „Mit Julius Herbert, Kevin Seelos, Elvijs Borodovskis und Lino Messerschmidt haben wir die großen Leute, um unsere Spielidee umzusetzen“, sagte Rogawski. Er setzte auf wenige Wechsel, um das Tempospiel hochzuhalten. Die TSG zog nach 20 Minuten mit 12:8 davon.

Fünf Tore in Folge

Aber es kam noch besser. Ab der 21. Minute hatten die Bären ihre stärkste Phase, als sie nach fünf Toren in Folge mit 17:9 vorne lagen. Besonders Lars Hannes, solider Arbeiter in der Abwehr, der sich nach langer Schulterverletzung auch am Kreis durchsetzte, war wieder ein Aktivposten.

Rogawski freute sich an der Seitenlinie. Der 26-jährige Nordpfälzer, der zwischenzeitlich in Ludwigshafen lebt, vertrat am Samstagabend Cheftrainer Andreas Reckenthäler, der im lange geplanten Urlaub ist. Thomas Müller, der Sportliche Leiter, der sich gerade mit der Kaderplanung für die nächste Runde beschäftigt, traute am Liveticker in seinem Urlaub zunächst seinen Augen nicht. Selbst nach der 18:12-Pausenführung ließen die Bären die Zügel nicht schleifen. Daran hatte auch der in Schwetzingen lebende Jan Triebskorn Anteil. Der 31 Jahre alte angehende Lehrer bewies Übersicht im Aufbauspiel und fand die Lücken zum gegnerischen Tor.

Noch drei „Endspiele“

Noch drei „Endspiele“ stehen der TSG bevor, ehe feststeht, ob es zu Platz sechs, den ersten Nichtabstiegsplatz, reicht (26. Februar, 19 Uhr: TGS Pforzheim - TSG; 5. März, 19.30 Uhr: TSG - Friesenheim/Hochdorf; 12. März, 19.30 Uhr: Großsachsen - TSG).

Zitiert

„Es war einfach klasse, wie Elvijs und Flo sich diesmal reingeworfen haben.“

TSG-Trainer

Andreas Reckenthäler

, der sich im Urlaub befindet, aber während der Partie mit seinem Kollegen Rogawski in Kontakt stand.

Das Tempospiel wird immer besser.“

TSG-Kapitän Kevin Seelos, der mit Nasenprellung und dicker Lippe aus der Partie ging.

„Die Mannschaft hat die Spielidee, die wir umsetzen wollen, immer mehr verinnerlicht. Die Jungs stehen den Veränderungen offen gegenüber.“

TSG-Cotrainer Philipp Rogawski.

So spielten sie

TSG Haßloch: Bitz, Modzinski – Seelos (3), Triebskorn (3), Borodovskis (10/2) – Kern (9), Gregori (1) – Messerschmidt (4) – Hannes (2), Julius Herbert (1), Surblys (1), Zech (1), Konstantin Herbert.

Spielfilm: 0:2 (4.), 6:2 (9.), 8:4 (13.), 10:5 (16.), 12:8 (20.), 14:9 (22.), 16:9 (25.), 17:11 (28.), 18:12 (30., Hz.), 19:13 (32.), 22:16 (37.), 25:19 (43.), 28:23 (49.), 31:23 (53.), 35:26 (60., Ende). Siebenmeter: 4/2 – 4/3; Zeitstrafen: 4/4; beste Spieler: Borodovskis, Kern, Hannes – Burmeister, Schleidweiler; Zuschauer: 300; Schiedsrichter: Becker/Nickel (Gera/Jena).

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