Hassloch RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Frauen der TSG Haßloch feiern Arbeitssieg

Lena Motz (Nummer 5, rechts Julia Spieß) hielt ihr Team vor der Pause im Spiel.
Lena Motz (Nummer 5, rechts Julia Spieß) hielt ihr Team vor der Pause im Spiel.

Es war ein Arbeitssieg. Mit 30:23 (16:11) bezwangen die Frauen der TSG Haßloch, verlustpunktfreier Spitzenreiter in der Pfalzliga, den TuS Heiligenstein. Die Gäste hatten sich gut auf die die Liga dominierenden Gastgeberinnen eingestellt. Die Haßlocherinnen indes taten sich vor allem in Hälfte eins sehr schwer. „Andere können auch gut Handball spielen“, stellte TSG-Trainer Peter Motz fest. Er ist froh, dass jetzt erst einmal für sein Team und ihn eine kleine Pause ansteht.

„Es ist anstrengend“, gab er nach dem Schlusspfiff zu und meinte damit nicht das Trainieren und Spielen Woche für Woche. „Es ist Spitz auf Knopf“, erklärte er, wie schwierig es in den vergangenen Wochen war, eine Mannschaft zusammenzustellen. „Wir haben Leute in Spiele geschickt, die sich vorher noch nicht gesehen haben.“ Motz spricht seinen kleinen Kader an, der sich wegen erkrankter, aber auch zeitweise ungeimpfter Spielerinnen noch weiter verkleinert hatte. Motz: „Wir haben keine Jugend, wir haben keine Zweite Mannschaft.“ So ist es ihm unmöglich, Lücken im Kader kurzfristig aufzufüllen. Und mit nur wenigen Spielerinnen im Training sei es schwer, Spielzüge und Abwehrverhalten einzustudieren.

So hat es Peter Motz auch nicht überrascht, wie schlecht seine Spielerinnen in die Partie gegen Heiligenstein gestartet sind. Zwar zogen sie schnell auf 4:0 davon, zwar hielt Torfrau Selina Henrich kurz hintereinander zwei Siebenmeter, gegen Tina Geier mit dem rechten Oberschenkel, gegen Vanessa Schrader mit dem linken Bein (8.). Und Rechtsaußen Lena Motz fing in der Abwehr den Ball ab, war außerdem auf ihrer Position und am Kreis treffsicher. Doch dann folgten Schrittfehler von Katharina Schmitt, Fehlwürfe und auch Fehlpässe von Lucie Krein, Fehlpässe von Jessica Glaser. Führungsspielerin Krein hatte bislang in dieser Runde im TSG-Team überzeugt, diesmal vergab sie sogar einen Siebenmeter, warf über das Tor (19.). Die TSG-Abwehr agierte zudem viel zu passiv. Heiligenstein kam bis auf 5:6 (16.) und 6:7 (19.) heran.

Gesunde Rivalität

„Gegen Heiligenstein ist es unangenehm zu spielen“, stellte Haßlochs Torwarttrainer Bruno Spieß fest. Peter Motz ergänzte: „Haßloch und Heiligenstein spielen seit der E-Jugend zusammen – da ist eine gesunde Rivalität.“

Erst gegen Ende der ersten Hälfte setzte sich Haßloch ab. Mit Kontertoren nach Heiligensteiner Fehlern. Und mit Einzelleistungen wie dem Schlagwurf von Lisa Motz zum 16:10 (30.) – sie agierte nun für Krein in der Rückraummitte.

Neuer Physiotherapeut

„Wir haben im Moment nicht die beste Phase“, stellte Peter Motz später fest. „Wichtig ist aber, dass wir die Spiele gewinnen.“ Die Haßlocherinnen kamen aus der Krise heraus. Auch Krein fand zu alter Stärke zurück, traf wieder bei Siebenmetern und luchste in der Abwehr dem angreifenden Gast den Ball ab (45., 50., 56.). So feierte Haßloch mehrere Kontertore von Nathalie Jakob und von Krein. Auch Jessica Glaser agierte im rechten Rückraum wieder selbstbewusst, steuerte in den zweiten 30 Minuten vier Treffer zum letztendlich ungefährdeten Haßlocher Sieg bei. Dass Haßloch im letzten Spiel 2021 nicht gerade seine beste Leistung gezeigt hat, „liegt nicht an der Einstellung der Mädels“, betonte der Haßlocher Trainer. Und besprach sich kurz mit dem neuen Physiotherapeuten Enrico Georgi, der im nächsten Training seinen Einstand geben wird. Er kümmert sich nicht nur um die Blessuren der Haßlocherinnen: Zusammen mit Spielerin Leonie Kripp übernimmt er auch das Funktionstraining in der Mannschaft.

Apropos Training: Am 3. Januar nehmen die Haßlocherinnen nach einer kurzen Weihnachtspause ihre Übungsstunden wieder auf. Am 9. Januar, 18 Uhr, treten sie bereits zum nächsten Meisterschaftsspiel an. Dann beim Tabellensechsten HSG Trifels.

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