Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Das sind die Pläne für den Weihnachtsmarkt 2024

Die Mitarbeiter des Schaustellerbetriebs Biebel beim Abbau des Karussells.
Die Mitarbeiter des Schaustellerbetriebs Biebel beim Abbau des Karussells.

Aufräumstress statt Lichterzauber: Die Schausteller haben ihre Buden auf dem Marktplatz abgebaut. Die TKS ist zwar mit dem Weihnachtsmarkt zufrieden, weiß aber auch, was nächstes Jahr anders werden soll.

Mit sieben Mitarbeitern packte Heiko Alexander Geist am Donnerstag kräftig an. Er war mit der Vinothek und einem Imbiss seit Ende November auf dem Neustadter Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz vertreten. Der Markt endete am Mittwochabend. Daher musste am Tag darauf alles abgebaut, aufgeräumt und abtransportiert werden. Als Geist am späten Nachmittag im Lkw saß und Zeit für ein kurzes Gespräch mit der RHEINPFALZ hatte, überwog für ihn das Positive: „Wir sind sehr zufrieden, die Leute hatten richtig Lust aufs Ausgehen gehabt.“ Das überwiegend milde Wetter habe geholfen. Nur an den Regentagen sei etwas weniger los gewesen. „Aber wir können uns nicht beschweren, es war ein guter Markt. Wir gehen zufrieden in die Winterpause“, so Geist. Bei einer Sitzung in ein paar Wochen werde man noch mal über alles sprechen: „Da tauschen wir uns konstruktiv aus und machen uns Gedanken, denn man will ja nie nur auf dem gleichen Stand bleiben.“

Diese Aussagen von Geist kann Martin Franck, Geschäftsführer der Tourist, Kongress und Saalbau (TKS) GmbH, nur unterstreichen. Die TKS kümmert sich federführend um den Weihnachtsmarkt. Daher ist es Franck wichtig, die Stimmung vor Ort aufzufangen. Aus seinen Gesprächen und den Informationen über seine Mitarbeiter weiß er: Die Beschicker waren zufrieden, und auch von den Besuchern hat es überwiegend positive Rückmeldungen gegeben. Besonders stark seien die Wochenenden mit den zusätzlichen Angeboten in den Höfen und dem Schwerpunktthema Genuss gewesen, so Franck. Trotz dieses positiven Fazits zum Weihnachtsmarkt 2023 richteten sich bei der TKS die Blicke schon auf 2024.

Adventskalender als Trumpf

Da sich die TKS ab dem neuen Jahr auch um die Gestaltung des regulären Wochenmarkts kümmere, strebe man für die Adventszeit 2024 Synergieeffekte der verschiedenen Beschicker und möglicherweise auch mit Läden an. Auch eine Verlängerung der Neustadter Weihnachtsmarktzeit bleibe ein Thema. In diesem Jahr hatten Innenstadtbeirat und Willkomm eine entsprechende Initiative gestartet, waren damit aber gescheitert. „Für dieses Jahr waren schon alle Beschlüsse gefasst“, sagt Franck. Aber er wolle im Frühjahr auf die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft WEG und die Händlergemeinschaft Willkomm zugehen, „damit wir uns rechtzeitig gemeinsam Gedanken machen können“.

Beschlossen mit Blick auf 2024 sei nur, „dass wir nicht vor dem Totensonntag mit dem Weihnachtsmarkt starten werden, sondern erst danach“. Das wäre dann der Montag, 25. November. Aber über eine Verlängerung des Weihnachtsmarkts bis Silvester oder 6. Januar könne man reden. „Wir müssen nur schauen, welche konkreten Erwartungen wir haben können mit Blick auf Besucher in der Stadt und wie die personelle Belastung aussieht, da wir von der TKS ja ein ganzjähriges Veranstaltungskonzept haben“, erläutert Franck.

Klar sei für ihn, dass der Weihnachtsmarkt vom großen Adventskalender der Bürgerstiftung in den Rathausfenstern profitiere. „Auch die Beschicker bestätigen uns, dass um 18 Uhr beim Öffnen der Fenster immer mehr Neugierige kommen, die dann auch noch was trinken und essen“, freut sich Franck. Für die Wochenenden wolle er wieder mehr internationale Anbieter gewinnen und zudem das Thema Gema-Gebühren mit Blick auf ein Musikangebot regeln. Von Familien habe es den Wunsch nach mehr Kinderaktivitäten gegeben. Diese Anregung wolle man umsetzen. Die Kindereisenbahn sei definitiv kein Thema mehr, „sie ist verkauft“. Aber in die Gesamtbetrachtung solle man Forlanis Eisbahn mit kleinem Markt am Saalbau mit einbeziehen. „Das ist attraktiv und eine Ergänzung zu unserem Angebot“, so Franck.

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