Mannheim RHEINPFALZ Plus Artikel Fun & Food: Sehr viel besser als gar nichts

Natürlich gibt es auch Autoscooter bei Fun & Food.
Natürlich gibt es auch Autoscooter bei Fun & Food.

Laute Discomusik, fröhliche Gesichter und in der Luft eine Mischung aus gebrannten Mandeln und Bratwurst – Fun & Food sieht aus wie ein Volksfest, riecht wie ein Volksfest und hört sich sogar genau so an wie ein Volksfest. Tatsächlich ist der mobile Freizeitpark aber „nur“ der Ersatz für die Oktobermess auf dem Neuen Messplatz. Für viele Schausteller ist es aber auch der erste Einsatz in diesem Jahr.

„Meine erste Veranstaltung seit dem Fun & Food letztes Jahr“ – so wie Stephan Schuster, Vorsitzender des Mannheimer Schaustellerverbands, ging es den meisten seiner Kollegen. Immerhin 4237 Menschen dürfen sich noch bis 18. Oktober gleichzeitig auf dem Messplatz aufhalten. Eine errechnete Zahl. „Es ist festgelegt, dass pro Besucher 1,77 Quadratmeter vorgehalten werden müssen, damit jeder den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten kann“, erläuterte Christine Igel, Geschäftsführerin der städtischen Tochtergesellschaft Event & Promotion, die das Ersatzfest veranstaltet. Und bei 7000 Quadratmetern Freifläche ergebe sich eben die krumme Zahl, sagte sie auf dem Rundgang in Einbahnstraßenrichtung durch den gerade aufgebauten Freizeitpark. Das seien zwar deutlich weniger als die bis zu 20.000 Menschen, die sich in Vor-Corona-Zeiten gerade an den Wochenenden gleichzeitig auf der Mess’ aufhielten, aber immerhin deutlich mehr als die 500, die noch bei der Premiere im Vorjahr die Obergrenze gebildet hatten.

Eröffnungsrundgang mit Stadträten

Eine Erleichterung ist das auch für die Schausteller. Egal ob rasante Achterbahnfahrt, gruseliges Vergnügen in der Geisterbahn oder Kinderlachen im kunterbunten Karussell. Die Mischung stimmt wieder. Und, auch durch fehlende Konkurrenzveranstaltungen, war die Auswahl für die Organisatoren unter den Fahrgeschäften beinahe so groß wie nie. „Stimmt nicht ganz“, schränkte Igel ein. So hatten beispielsweise Riesenradbetreiber in einigen Städten eine Dauerstellung. Trotzdem gibt es auch in der Neckarstadt wieder den beliebten Ausguck aus 35 Metern Höhe. „Wir haben mit unserem Konzept überzeugt“, sagt Igel dazu. Offensichtlich, den letztlich müssten die Schausteller genau überlegen, ob sich das Kommen für sie rentiert. „So ein Riesenrad kostet schon allein 25.000 Euro, wenn es mit dem Sattelschlepper vom Hof der Schausteller rollt“, verrät Igel und ist umso stolzer auf die Attraktion auf dem Messplatz. Das ließen sich auch die Stadträte und Ehrengäste nicht entgehen, die zum Eröffnungsrundgang über die ansonsten noch fast menschenleere Mini-Mess’ flanierten und je nach Temperament und Wagemut die wildesten Fahrgeschäfte ausprobierten. Auswahl genug ist auf alle Fälle vorhanden, es dürfte also für alle Geschmäcker etwas dabei sein.

Kaum Probleme im letzten Jahr

Und für das gute Gefühl sorgt nicht nur ein Sicherheitsdienst, der am Eingang die Einhaltung der 3G-Regel kontrolliert und auch auf dem Platz die Wahrung der Abstands- und Hygieneregeln überwacht, sondern auch die Polizei zeigt wieder stärker Präsenz. „Voriges Jahr sind wir nur stichprobenartig hier vorbeigekommen, aber dieses Jahr haben wir wieder unsere mobile Wache auf dem Gelände in Betrieb“, verrät Stefan Ebert vom Polizeirevier Neckarstadt. Mit Ärger rechnet er nicht. „Das Schlimmste was letztes Jahr passiert ist, waren ein wenig Ärger am Einlass und einige Versuche, über den Zaun auf das Gelände zu gelangen. Wer dann drinnen ist, will sich einfach nur entspannt amüsieren.“ Dem steht zwischen Biergarten, Achterbahn und Riesenrad auch nichts im Weg.

Öffnungszeiten

Geöffnet hat Fun & Food täglich ab 13 Uhr, donnerstags bis sonntags bis 22 Uhr, freitags, samstags und vor Feiertagen bis 23 Uhr. Der Eintritt ist frei, es gilt die 3G-Regel, der aktuelle Besucherstand ist über www.ep-ma.de abrufbar, dort wird auch über Wartezeiten am Einlass informiert.

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