Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Was bei den Eulen gut und was schlecht lief in Großwallstadt

Hendrik Wagner (rechts) sorgte für Erleichterung am Mittwoch beim Sieg der Eulen Ludwigshafen in Großwallstadt. Im Bild trifft d
Hendrik Wagner (rechts) sorgte für Erleichterung am Mittwoch beim Sieg der Eulen Ludwigshafen in Großwallstadt. Im Bild trifft der Nationalspieler im Hinspiel in der Eberthalle.

Ceven Klatt, der Coach des Zweitligisten Eulen Ludwigshafen, fordert mehr Auswärtssiege seiner Mannschaft. In Großwallstadt hat das am Mittwoch geklappt. Doch beinahe wäre der Erfolg in die Hose gegangen. Denn wenige Minuten der Unachtsamkeit genügten und die Eulen hätten sich beinahe um zwei Punkte gebracht. Ein Platzverweis sorgte für Missmut.

„Es war sicherlich kein Schönheitspreis. Das Wichtigste waren heute zwei Punkte und dass wir wieder in den Spielbetrieb zurückkommen“, sagte Hendrik Wagner. Der Nationalspieler des Handball-Zweitligisten Eulen Ludwigshafen war am Mittwochabend nach Spielende sichtlich erleichtert. Mit der Schlusssirene hatte der Rückraumspieler mit seinem neunten Treffer den 29:27-Sieg beim TV Großwallstadt gesichert. Es war erst der zweite Auswärtssieg in der laufenden Saison. Diese Bilanz soll in den nächsten Wochen verbessert werden. Das hat Trainer Ceven Klatt in seiner Hinrundenbilanz gefordert.

Beinahe wäre es nichts geworden mit der aufpolierten Auswärtsbilanz. Fünf Minuten vor dem Ende führte Ludwigshafen mit 27:22, aber dann kam der TV Großwallstadt nach der höchst umstrittenen Roten Karte gegen Kapitän Gunnar Dietrich (57.) nochmals in Fahrt. Mit vier Toren in Folge witterten die Mainfranken, die sowohl auf Top-Shooter Tom Jansen als auch auf Pierre Busch verzichten mussten, nochmals die Chance auf einen Punktgewinn. 28 Sekunden vor dem Abpfiff traf Görkem Bicer vom Siebenmeter-Strich zum 27:28 – dann setzte TVG-Cheftrainer Ralf Bader auf die offensive Manndeckung. Die Eulen blieben cool. Hendrik Wagner befand sich bereits alleine in der gegnerischen Hälfte, bekam den Ball und beseitigte mit dem letzten Treffer des Abends die Zweifel am neuerlichen doppelten Punktgewinn.

Arbeitssieg nach zweiwöchiger Pause

Der Arbeitssieg tat der Mannschaft gut. Denn es war ein Auf und Ab. Mit dem kleinen Vorteil, dass in der zweiten Hälfte Eulen-Torwart Matej Asanin seiner Mannschaft half, sich weiter abzusetzen. In der Schlussphase fehlte auch ein wenig das Glück. Stefan Salgers Wurf landete an der Latte (58.), nachdem zuvor Christian Klimek ein technischer Fehler unterlaufen war. „Wir hatten zumindest in der zweiten Hälfte einige Paraden, darauf können wir aufbauen. Wichtig sind jetzt erstmal die Punkte, die wir mitnehmen“, sagte Wagner.

Trainer Ceven Klatt hatte im Vorfeld gespürt, dass seine Mannschaft wegen der Spielausfälle aus dem Rhythmus gekommen war. So war es auch. „Uns hat der Flow gefehlt. Es war eine völlig neue Situation an zwei Wochenenden nicht in der Halle zu sein. Es ist zwar mal schön, aber eben ungewohnt“, sagte Wagner. Jetzt hofft der 24-Jährige, dass der Wettkampf-Rhythmus nicht wieder unterbrochen wird.

Das ist auch der Wunsch von Klatt, der die Partie am Untermain nicht gleich abhaken möchte. „Ich bin nicht zufrieden mit den jeweils letzten fünf Minuten in jeder Halbzeit“, haderte Klatt. Kurz vor der Halbzeit führte seine Sieben mit 14:11, ehe sie in den letzten 60 Sekunden noch zwei Gegentore bekam. Nicht anders war es am Ende der zweiten Halbzeit. Plötzlich wirkten die Pfälzer leichtsinnig und zu fahrig. „Beim 27:23 fünf Minuten vor Schluss muss ein Spiel durch sein. Wir dürfen es nicht nochmal spannend machen“, sagte Klatt: „Da müssen wir cleverer agieren.“

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