Fussball
Warum Alexander Klich die Lieblingseissorte der FCK-Spieler kennt
Wenn ein Spiel des 1. FC Kaiserslautern in der 3. Liga live auf einem Sender der Deutschen Telekom übertragen wird, ist häufig ein Südpfälzer dabei. So war das auch bei der Partie des FCK beim TSV 1860 München: Alexander Klich. Der 33-Jährige stammt aus dem Landauer Stadtteildorf Mörlheim und arbeitet für den Sender als Moderator und Kommentator. Er ist für die südlichen Vereine der Liga zuständig. Dazu gehören neben 1860 München, Bayern II, Unterhaching, Ingolstadt, der FCK, Saarbrücken und Mannheim.
Klich spielte in der Jugend des FSV Offenbach und des FV Queichheim und später beim SV Landau West Fußball. Sein Berufswunsch Sportjournalist stand schon als Jugendlicher fest. „Sprache hat mich schon immer fasziniert, weil man mit ihr viele Emotionen transportieren kann“, sagt er.
2007 machte er am Max-Slevogt-Gymnasium Abitur mit den Leistungsfächern Deutsch, Sport und Biologie. Seine journalistische Feuertaufe bestand er bei der RHEINPFALZ in Landau. Dort absolvierte er in der elften Klasse ein Praktikum. Klich erinnert sich: „Ich wurde gleich ins kalte Wasser geworfen. Ich durfte ein Telefoninterview mit Slawomir Stulin machen. Er war damals als Trainer des Verbandsligisten SV Gommersheim einer der großen Protagonisten des lokalen Sports. Es war sehr aufregend.“
Im September 2007 zog der Mörlheimer nach München. An der Technischen Universität studierte er Sportwissenschaften mit Schwerpunkt Medien und Kommunikation. Sein Praktikum absolvierte er beim Deutschen Sportfernsehen DSF. Für die Sendung „Hattrick – die 2. Liga“ war er an der Vorbereitung beteiligt. „Ich musste als Pfälzer erst einmal Hochdeutsch lernen, das war alles andere als leicht“, sagt Klich. Später beim Bayrischen Rundfunk sprach er die ersten Beiträge ein und lieferte Interviews für die Berichterstattung der bayrischen Zweitligisten.
Sein erstes TV-Interview machte er mit Markus Schwabl von der Spielvereinigung Unterhaching. Der endgültige Durchbruch gelang ihm beim österreichischen Privatfernsehsender Servus TV: Dort kommentierte er Zusammenfassungen und Live-Einblendungen im Eishockey. Als größten Förderer bezeichnet er den verstorbenen Albrecht Schmitt-Fleckenstein. Der Düsseldorfer galt als eine der prägendsten Figuren im deutschen Sportmediengeschäft.
2014 begann Klich als Moderator und Kommentator beim Live-Sport-Angebot der Telekom im Basketball. 2017 wurde die 3. Liga ins Programm genommen – Klich setzte sich erfolgreich durch. Als Höhepunkt bezeichnet er Spiele in der Magdeburger MDCC-Arena, die Derbys Kaiserslautern gegen Waldhof und 1860 München gegen Bayern II.
Eine Sechs-Tage-Woche ist Standard, schon montags beginnt die Vorbereitung für ein Wochenendspiel. Er schaut sich Spiele an, telefoniert mit den Trainern, verarbeitet die Pressekonferenzen, recherchiert in den Printmedien. Die Steckbriefe der Spieler werden regelmäßig und akribisch aktualisiert. „Von der Schuhgröße bis zur Lieblingseissorte weiß ich alles“, erzählt Klich. Er hat auf dem Videoportal Youtube eine Serie mit dem Namen „Groundhopper“ entwickelt. Dort porträtiert er die Vereine aus der Sicht eines Fußballfans.
Vor wenigen Wochen hat er seine Frau Lena aus Rosenheim geheiratet. Der gemeinsame Lebensmittelpunkt ist München. In Kürze steht der Umzug vom Stadtviertel Neuhausen in die Schwanthalerhöhe an. In die Pfalz kommt er mindestens viermal pro Jahr. Seine Eltern wohnen in Mörlheim, einer seiner beiden Brüder ist in Offenbach.
Über die Zukunft des 1. FCK hat Klich eine klare Meinung: „Marco Antwerpen ist genau der richtige Trainer. Er hat der Mannschaft eine neue Mentalität verliehen und Selbstvertrauen eingeflößt. Mit aggressivem Angriffspressing verfolgt er eine klare Spielphilosophie. Wenn der Verein die Klasse hält, steigt er nächstes Jahr in die Zweite Liga auf.“