Handball RHEINPFALZ Plus Artikel VTV Mundenheim kommt im Schongang zum Kantersieg

Steuert sieben Tore zum VTV-Sieg bei: Max Schneider.
Steuert sieben Tore zum VTV-Sieg bei: Max Schneider.

Mit einem lockeren 38:14 (17:5)-Sieg über die HSG Kastellaun/Simmern haben sich die Oberliga-Handballer der VTV Mundenheim für das Derby am Sonntag bei der HSG Eckbachtal warmgeschossen. Viele Erkenntnisse gab es für den Tabellenführer gegen das Schlusslicht nicht. Es zählte vor allem der Trainingseffekt.

Mit gerade einmal fünf Toren Unterschied hatten die Mundenheimer zum Saisonauftakt Ende September bei der HSG gewonnen. Ein ganz hartes Stück Arbeit war das, erinnerte sich Trainer Steffen Schneider. Davon konnte beim Nachholspiel keine Rede mehr sein. Die Gäste, ohne drei ihrer Schlüsselspieler angereist, waren lediglich ein Spielball für die VTV. Die wiederum waren vor allem in der Abwehr gefordert, mussten minutenlange Passserien der Gäste überstehen, zugelassen von den überaus geduldigen Unparteiischen. „Gefühlt standen wir ungefähr drei Viertel des Spiels in der Abwehr“, bilanzierte Schneider und er lobte seine Mannschaft: „Die Konzentration haben wir erst ganz am Ende etwas verloren.“

Aus dem Angriffsspiel konnten weder er, noch Spione aus Eckbachtal Schlüsse ziehen. Die meisten Treffer fielen entweder nach Gegenstößen oder Zehn-Sekunden-Angriffen. So dauerte es fünf Minuten, ehe die Gastgeber zum ersten Mal in den Positionsangriff kamen. 3:0 führten sie zu diesem Zeitpunkt nach Toren von Max Schneider (2) und Aaron Schleidweiler bereits. Und so ging es das gesamte Spiel über weiter. Die Partie war quasi nach zehn Minuten und dem 7:1 von Simon Schleidweiler entschieden. Zu eindeutig waren die Kräfteverhältnisse und zu harmlos die Gäste, die zudem auch nur mit neun Feldspielern und damit einer ganz kurzen Bank angereist waren.

40 Tore knapp verpasst

Für Steffen Schneider begann deshalb schon früh die Experimentierphase: „Wir wollten die Spielanteile verteilen und konnten einige Dinge ausprobieren.“ Zumindest in der Abwehr, denn dort hingen die VTV ja über weite Strecken fest. Er zollte dem Gegner ein Lob für die sportliche Fairness. „Man muss es der Mannschaft hoch anrechnen, dass sie mit dieser personellen Ausgangslage zum Spiel angetreten ist.“ Außerdem wurde die Partie von beiden Seiten bis zum Ende fair geführt.

Einen besonders hohen sportlichen Wert hatte die Begegnung allerdings nicht. Und auch der Erkenntnisgewinn hielt sich in engen Grenzen. Ein kleines bisschen ärgerte sich Schneider dann aber doch: „Ich hätte gerne 40 Tore erzielt, und wir wären gerne bei höchstens zehn Gegentoren geblieben.“ Dass dies nicht gelang, konnten aber sowohl der Trainer als auch die Mannschaft verschmerzen.

So spielten sie

VTV Mundenheim: Klein, Kunz – Wilbrandt (4), Naas (3), Simon Schleidweiler (1) – Pönisch (3), Max Schneider (7/2) – Aaron Schleidweiler (5) – Binnes (1), Hannes (4), Thilmann (4), Tom Schneider (3), Deege (3), Schmieder – Spielfilm: 8:1 (12.), 12:3 (21.), 17:5 Hz., 25:9 (40.), 38:14 Ende – Zeitstrafen: 1:2 – Siebenmeter: 2/2 – 2/2 – Beste Spieler: Max Schneider – Michael Kaltenmorgen – Zuschauer: 150 – Schiedsrichter: Lauterbach/Dryander (Quierschied/Elm-Sprengel).

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