Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberligist Arminia Ludwigshafen verliert in Abstiegsrunde 0:1 gegen Pfeddersheim

Die entscheidende Szene: Pfeddersheims Christopher Ludwig tritt gegen Arminia-Torwart Peter Klug zum Elfmeter an.
Die entscheidende Szene: Pfeddersheims Christopher Ludwig tritt gegen Arminia-Torwart Peter Klug zum Elfmeter an.

Oberligist FC Arminia Ludwigshafen ist nach wie vor nicht in der Abstiegsrunde angekommen. Bei der ernüchternden 0:1 (0:0)-Heimniederlage gegen den Nachbarn TSG Pfeddersheim enttäuschten die Schwarz-Weißen abermals. Eine eklatant hohe Fehlerquote und fehlende Torgefährlichkeit prägten das Spiel der Rheingönheimer.

Hohes Tempo, verbissener Kampf um jeden Ball, viele Torchancen, tolle Flankenläufe und großartige Grätschen. Rückstand, Ausgleich, Führung, Ausgleich – das waren Merkmale eines hochklassigen Oberligaspiels zwischen dem FC Arminia Ludwigshafen und der TSG Pfeddersheim. Die Rede ist allerdings nicht vom Duell am vergangenen Samstag, sondern von der Partie am 28. Oktober 2018. Damals boten beide Mannschaften sehenswerten und erfrischenden Fußball. Mit viel Herz und Leidenschaft holte der FCA beim 2:2 gegen eine bärenstarke Pfeddersheimer Mannschaften nach Toren von Nico Pantano und Riccardo Stadler einen Punkt. Es war eines der besten Spiele zwischen den beiden Teams.

Dagegen war die Partie der Abstiegsrunde am Samstag ein müder Abklatsch. Bein allem Verständnis für die schwierigen Bedingungen, die der unebene und noch dazu seifige Untergrund schuf, muss man mehr erwarten. Vor allem von der Arminia. Pfeddersheim war in einem schwachen Spiel die bessere Mannschaft, hatte spielerische Vorteile und siegte zurecht. „In der ersten Halbzeit ist es uns nicht gelungen, unsere Vorteile in Chancen umzumünzen. Als nach der Führung der Druck des FCA größer wurde, haben wir alles prima wegverteidigt“, sagte TSG-Coach Tobias Ehrenberg. Problemlos wegverteidigt muss man sagen, denn in wirkliche Gefahr geriet Pfeddersheim gegen eine enttäuschende Arminia nicht.

Harmlos in der Offensive

„Es war ein typisches 0:0-Spiel, in dem uns total die Durchschlagskraft gefehlt hat“, spielte Arminia-Trainer Andreas Brill auf die erschreckende Harmlosigkeit der Offensive an. Ein Schuss des von Yakub Polat gut freigespielten Laurenz Graf, der aber zu zentral kam, sodass ihn Torwart Sören Pätzold abwehren konnte (39.), bedeutete die einzige passable Möglichkeit in der ersten Hälfte. Im zweiten Abschnitt kam eine Schusschance für Bastian Hommrich auf Vorlage von Pantano hinzu (59.). Das war’s schon. Sieben Eckbälle verpufften ergebnislos. „Das Vertrauen in die eigene Stärke ist zunehmender Mutlosigkeit gewichen. Dazu gab es unzählige Fehlpässe“, kritisierte Brill. Selten war die Fehlerquote derart hoch. Der Coach monierte, dass es bei vier, fünf Durchbrüchen auf die Grundlinie seinen Spielern nicht gelang, den Ball vernünftig nach innen zu bringen.

Ludwig erzielt einziges Tor

Die Entscheidung fiel kurz nach der Pause, als der frühere Armine Ryoji Matsumura bei einem Konter allein auf Peter Klug zulief und vom Torhüter zu Fall gebracht wurde. Folgerichtig entschied der souveräne Schiedsrichter Philipp Michels, der die Partie stets im Griff hatte, auf Elfmeter. Den verwandelte der starke Innenverteidiger Christopher Ludwig, der zu Beginn seiner Laufbahn inklusive Jugend sechs Jahre beim Ludwigshafener SC spielte, inzwischen aber in Worms wohnt. „Ich ärgere mich sehr, weil ich mit der Hand noch am Ball war“, sagte Klug. Arminia-Scout Werner Adler hatte die TSG eine Woche zuvor beobachtet, als Ludwig ebenfalls einen Elfmeter verwandelte und die gleiche Ecke wählte. An einem gebrauchten Tag half aber auch diese Information dem FCA nicht weiter.

„Eigentlich entscheide ich spontan, welche Ecke ich nehme. Dieses Mal kam der Ball halbhoch und ich hatte etwas Glück“, räumte der 29-jährige Ludwig ein. Mit diesem Treffer krönte der Linksfuß, der in 34 seiner 36 Verbandsligaspiele gemeinsam mit Brill auf dem Feld stand, seine gute Leistung. „Nach den ersten 15 Minuten waren wir gut im Spiel, haben die Null gehalten und einen dreckigen Sieg eingefahren. Es war der vierte in Folge“, freute sich Ludwig. Er spielte acht Jahre für Pfeddersheim, lief eine Runde für Neuhausen auf, ehe er vor der Saison zur TSG zurückkehrte. „Chris hat sehr stark gespielt, aber er liefert regelmäßig ab, bringt immer seine Leistung“, lobte Ehrenberg. Ludwigs früherer LSC-Trainer Hermann Kohlenbrenner war Augenzeuge der Partie und gratulierte seinem ehemaligen Spieler noch auf dem Feld.

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