FUSSBALL
Mutterstadt braucht Sieg gegen LSC, um Aufstiegschance zu wahren
„Wir sind im Moment gut drauf, auch wenn man einräumen muss, dass die beiden zurückliegenden Partien gegen Frankenthal und Weisenheim keine riesigen Herausforderungen dargestellt haben“, sagt Spielertrainer Kevin Selzer, der mit Marco Malizia ein gleichberechtigtes Duo bildet. Dabei habe die FG jeweils nach klarer Halbzeitführung Tempo und Intensität zurückgeschraubt, auch weil von den Gegnern kein Druck gekommen sei. „Mich freut, dass die Mannschaft nach der guten Vorrunde nicht nachgelassen und diese Leistung in der Rückserie bestätigt hat“, erklärt Selzer. Den 34 Zählern im ersten Abschnitt folgten bislang 33. Schon jetzt ist klar, dass Mutterstadt seine beste Saison seit der Serie 2010/11 spielt, als die FG Dritter wurde. Und noch ist die Runde nicht zu Ende.
Ein Plus ist die Heimstärke. Zu Hause sind die Schwarz-Weißen als einziges Team noch ungeschlagen. „Dass wir so stabil sind, liegt auch an der guten Trainingsbeteiligung. Es sind immer mindestens 18 Akteure bei den Einheiten“, freut sich Selzer. Zudem können die Nullachter ohne nennenswerten Qualitätsverlust fehlende Akteure ersetzen. In Weisenheim haben sie den Ausfall dreier Innenverteidiger sowie den des erfahrenen David Gerner problemlos weggesteckt.
„Müssen erstmal gegen starken LSC bestehen“
Zu Horchheim als Gegner in einer möglichen Relegation braucht man Selzer gar nicht zu befragen. „Zum einen kommt es auf das Ergebnis in Seebach an, zum anderen müssen wir gegen einen starken LSC erst einmal bestehen“, relativiert der Spielertrainer. Egal wie die Partie endet, an der starken Spielzeit, die mit einem gemeinsamen Saisonabschluss ausklingt, gibt es nichts zu rütteln.
Der LSC hat sich wochenlang schwergetan. Seit einigen Partien ist es anders, denn zuletzt gab es drei Siege mit 20:3 Toren. Es läuft also bei den Hochfeldern. „Der Hauptgrund ist der, dass wir derzeit vor dem gegnerischen Tor eiskalt sind und auf der anderen Seite nicht mehr so viele unnötigen Gegentore hinnehmen müssen“, beschreibt Trainer Nauwid Amiri die neue Stärke. Mit einem Sieg in Mutterstadt könnte der LSC die Saison auf Rang sieben abschließen, was angesichts des phasenweisen Kontakts zur Abstiegszone versöhnlich wäre. „Das Hinspiel, als wir mit der letzten Aktion den Sieg aus der Hand gegeben und nur ein 1:1 erreicht haben, beschäftigt mich immer noch“, spielt Amiri auf das späte Tor von Mutterstadts Innenverteidiger Tim Seelinger an.
Gegner kommt nicht als Punktelieferant
Auch wenn es für die Gäste um nichts mehr geht, will der Trainer die Partie nicht abschenken. „Wir werden hoch motiviert und mit der bestmöglichen Mannschaft antreten“, verspricht Amiri. Der sportliche Ehrgeiz und die Fairness den anderen Teams gegenüber verlangen dies. Der bisherige spielende Co-Trainer Arber Zogaj könne aus beruflichen Gründen das nötige Trainingspensum nicht mehr absolvieren, das erforderlich ist, um die optimale Fitness zu erlangen. Deshalb hat er in den vergangenen Wochen schon nicht mehr gespielt.
„Ich habe allerdings eine gute Lösung auf dieser Position gefunden. Soleiman Rostamzada wird seine Rolle einnehmen“, erläutert Amiri. Rostamzada kommt von Landesliga-Absteiger VfB Haßloch und weist eine langjährige LSC-Vergangenheit auf. Der Coach ist sich sicher, dass der in der Defensive flexibel einsetzbare Rückkehrer den vielen jungen Spielern weiterhelfen wird.