Spiel des Tages RHEINPFALZ Plus Artikel Landesliga: ASV Fußgönheim überrascht den FSV Schifferstadt

Laufbereitschaft: Schifferstadts Tim Demele (am Ball) wird von Fußgönheims Behazad Rezaei (links) und Jason Springer (rechts) at
Laufbereitschaft: Schifferstadts Tim Demele (am Ball) wird von Fußgönheims Behazad Rezaei (links) und Jason Springer (rechts) attackiert.

Der ASV Fußgönheim sendet in der Landesliga ein Lebenszeichen. Das Schlusslicht überraschte den Tabellenzweiten FSV Schifferstadt zu Hause mit einem starken Auftritt.

Wer nach der Partie in die Gesichter der Gastgeber schaute, der sah wieder ein Lachen. Ein Lachen, für das es in einer desaströsen Hinserie nur selten einen Grund gab. Mit diesem wichtigen 2:0-Erfolg gegen den FSV Schifferstadt hat Landesligist ASV Fußgönheim den Rückstand zum rettenden Ufer von zehn auf acht Punkte verkürzt. Noch immer ist das Ziel, den Klassenverbleib zu erreichen, in weiter Ferne. Es ist aber nicht unmöglich. Vor allem dann nicht, wenn es den Fußgönheimern regelmäßig gelingt, mit einer derartig guten Einstellung auftreten und so zu kämpfen, wie es die Schwarz-Weißen gegen die favorisierten Schifferstadter vorexerziert haben.

„Die Mannschaft hat sich in der Vorbereitung die Körner erarbeitet, die heute mit dem Ausschlag gegeben haben, dass wir gewonnen haben. Die harte Arbeit hat sich ausgezahlt“, sagte der neue Spielertrainer Yanick Haag. Er lief im zentralen offensiven Mittelfeld auf und war einer von drei neuen Akteuren in der Startformation. Den FSV zu schlagen, der mir breiter Brust gekommen sei, habe auch an weiteren Punkten gelegen. „Wir sind als Team aufgetreten und waren gierig“, erklärte Haag. Es seien aber noch zehn bis 20 Prozent mehr drin, die Mannschaft könne sich noch steigern, besonders im Spiel nach vorne. Aktionen in des Gegners Strafraum gab es erst in den letzten 20 Minuten.

Erste Chance sitzt

Fußgönheim verteidigte konsequent und hatte eine gute Raumaufteilung. Das lag vor allem an Patrick Haag, dem älteren Bruder des neuen Trainers. „Jeder wollte den Sieg, wir standen defensiv super und wir hatten einen Plan“, verdeutlichte der überragende Innenverteidiger. Der ASV blieb erstmals in diese Saison ohne Gegentreffer und ging aus einem Abnutzungskampf, der wenige fußballerische Leckerbissen bereithielt, als Sieger hervor. Sehenswert war das 1:0, als Marvin Takpara den Turbo einschaltete, geschmeidig das Mittelfeld überbrückte und den Torschützen Martin Amoako im richtigen Moment mit einem super Pass bediente (74.). Es war die erste klare Chance der Gastgeber. „Das war toll herausgespielt“, anerkannte FSV-Trainer Christoph Mehrl.

Mit der Leistung seiner Mannschaft war er nicht einverstanden. „Es war klar, dass es ein enges Spiel werden würden. In unserer besten Phase zwischen der 15. Minute und der Pause haben wie es verpasst, in Führung zu gehen“, ärgerte sich Mehrl. Schifferstadt hatte zwar ein spielerisches Übergewicht, dennoch fehlten in einer Partie, in der selten Spielfluss aufkam, Klarheit, Durchschlagskraft und Torgefahr. Bezeichnend, dass sich Mittelstürmer und Torjäger Sven Hoffmann häufig die Bälle aus dem Mittelfeld holte. „Unser Passspiel war zu unsauber“, ergänzte Mehrl und berichtete, dass ihm früh klar gewesen sei, dass das Team die Partie gewinnen würde, welches das erste Tor erzielt. So kam es auch.

Markovic verwandelt Elfmeter

„Aus unserer Überlegenheit in der ersten Halbzeit haben wir zu wenig gemacht. Nach dem Wechsel hat gar nichts mehr gepasst. Weder die Laufwegen, noch das Zweikampfverhalten und schon gar nicht die Körpersprache“, legte Kapitän Fabian Klein den Finger in die Wunde. Bezeichnend: Sören Hengstbergers Kopfball nach einem Freistoß des fleißigen Philipp Schwind, der knapp am Tor vorbeistrich (48.) war die letzte Möglichkeit für die Gäste.

Für die endgültige Entscheidung sorgte ASV-Kapitän Anton Markovic. Der Torjäger, der in jedem Vorbereitungsspiel getroffen hatte, verwandelte einen von Jonas Hild an Oguzhan Lozan verursachten Foulelfmeter sicher zum 2:0 (82.). In der Stadionzeitung „Dropkick“ wurde er als „der treffsichere Anton“ bezeichnet. Dies bestätigte der Mittelstürmer, der schon in der 71. Minute nach einem Pass Takparas und exzellenter Ballmitnahme getroffen hatte – allerdings hauchdünn im Abseits. Lozan, der bei der Aktion, die zum Strafstoß führte, eine tiefe Fleischwunde davongetragen hatte, lächelte später schon wieder. „Es hat Elfmeter und in der Folge ein Tor für uns gegeben. Da lassen sich die Schmerzen besser ertragen“, stellte er fest.

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