Ludwigshafen
Hockey: Warum der TFC Ludwigshafen im Kampf um den Ligaverbleib wieder im Rennen ist
Hockey-Regionalligist TFC Ludwigshafen kann den Klassenverbleib aus eigener Kraft noch schaffen. Am Samstagabend feierte das Team einen 6:3 (2:1)-Erfolg gegen den Tabellendritten ASV München und gewann damit zum zweiten Mal in Folge. Doch nun beginnt das Rechnen.
Weil sie aber gerade zu Beginn der Saison einige Punkte liegen ließen, müssen die Ludwigshafener jetzt bis zum letzten Spieltag kämpfen, haben aber die beste Ausgangsposition. Im Falle eines Auswärtssieges am kommenden Samstag, 17 Uhr gegen Spitzenreiter Wiesbadener THC, der am Wochenende völlig überraschend gegen Schlusslicht TEC Darmstadt mit 5:7 verlor, wäre der Klassenverbleib sicher. Spielt der TFC Unentschieden und der TSV Schott Mainz gewinnt, dann entscheidet das bessere Torverhältnis. Und das spricht aktuell für die Ludwigshafener. Im Falle einer Niederlage müssten die Ludwigshafener hoffen, dass die Rheinhessen ebenfalls nicht gewinnen. Die große Rechnerei hat also längst begonnen. Dem direkten Abstieg ist der TFC mit dem Sieg am Wochenende entronnen, allerdings drohen im schlimmsten Fall zwei Relegationsspiele am 22. und 23. Februar gegen den Zweiten der Zweiten Regionalliga, Gruppe Ost.
Führung dieses Mal über Zeit gebracht
Die Erleichterung war Sehrt am Samstag anzumerken: „Wir haben in dieser Saison schon oft geführt, haben aber den Vorsprung nicht halten können. Jetzt haben wir uns für all den Einsatz mal belohnt.“ Fünf Minuten brauchten Ludwigshafens Herren um sich gegen die Gäste aus München-Unterföhring zu sortieren, dann aber nahm der Löwen-Express schnell Fahrt auf. Stürmer Felix Martin traf zum 1:0 (12.). Die Gastgeber hatten in der ersten Hälfte etliche Schusskreiszenen, allerdings ließen sie diese zunächst noch ungenutzt. Stattdessen markierte Münchens Lukas Lang den Ausgleich (21.). Matz erhöhte per Kurze Ecke nur eine Minute später auf 2:1. Die Ludwigshafener waren auch im zweiten Durchgang durchweg die spielbestimmende Mannschaft. Goalgetter Magin nutzte ein Überzahlspiel zum 3:1 (35.). Von links drosch er die Kugel kaltschnäuzig flach ins lange Eck. Matz oder Magin, Matz und Magin – die beiden TFC-Urgesteine drückten der Partie vor allem in der zweiten Spielhälfte ihren Stempel auf. Wenig überraschend war daher auch der Torschütze zum 4:1: Alexander Matz (42.). Denis Eggestein verkürzte kurz danach auf 2:4. München war wieder dran, bei den Ludwigshafenern kam zwischenzeitlich Hektik auf. „Sie sind rumgerannt wie die Hühner“, meinte Sehrt schmunzelnd. Doch eine Auszeit brachte schnell wieder Ruhe ins Spiel. München nahm in der Schlussphase den Torwart zugunsten eines weiteren Feldspielers heraus.
Torreich dann die letzten beiden Minuten: Magin gelang zunächst mit einem Schuss ins leere Tor das 5:2. München verkürzte direkt danach auf 3:5. Den Schlusspunkt setzte das kongeniale Duo Matz/Magin. Spielmacher Matz setzte Stürmer Magin wunderbar in Szene.