Fussball
Gianluca Ferraro vom BSC Oppau ist ein Stürmer mit eingebauter Torgarantie
Einer der wichtigsten Spieler der Oppauer ist Torjäger Gianluca Ferraro. Der 31-Jährige hat eine eingebaute Torgarantie und in neun der zehn Partien des BSC getroffen. Am vergangenen Wochenende schnürte er beim 3:1 gegen Seebach einen Doppelpack. Es waren zwei typische Ferraro-Tore. Nach optimal getimten Steilpässen von Dennis Leising und Gentian Hoti spielte der Stürmer seine Schnelligkeit aus und schloss zweimal eiskalt ab. „Wir reden öfter mal über diese Szenen und haben das Umschaltspiel trainiert. Das klappt immer besser“, sagt Ferraro. Manchmal genüge schon ein Blickkontakt wie beim Hinspiel in Seebach, als ihn Kapitän Dennis Weiß mustergültig bediente.
Die Qualitäten des Halbitalieners Ferraro haben vor Jahren dazu geführt, dass er beim FC Arminia in der Oberliga spielte. Seit er nach den Stationen SV Südwest und SG Maudach wieder in Oppau spielt, trifft er – wie schon zuvor – regelmäßig. Über 120 Treffer für den BSC stehen in der Bezirksliga schon zu Buche, in kompletten Spielzeiten erzielte er stets über 20 Tore. „Diese Marke habe ich mir vor der Saison zum Ziel gesetzt“, verrät Ferraro. Die Antwort auf die Frage, ob er mit den bisherigen zwölf Treffern zufrieden sei, kommt wie aus der Pistole geschossen: „Nein.“ Grund dafür ist die Partie in Maxdorf, als er bei einigen Großchancen an ASV-Torwart Max Mohr scheiterte. „Ein paar Tage habe ich daran zu knabbern gehabt, aber es ist längst abgehakt“, erklärt der Schütze vom Dienst.
Italien ist keine Alternative mehr
Sein Spiel hat er etwas verändert. „Ich bin ruhiger am Ball, hole mir Bälle auch mal im Mittelfeld und warte nicht nur vorne auf die Zuspiele“, beschreibt Ferraro den veränderten Stil. Eine Einschätzung, die Spielertrainer Göran Garlipp teilt. „Luca arbeitet viel für das Team und hat gegen Seebach sein bestes Saisonspiel gemacht. Er vereint Tempo und Kopfballstärke mit Erfahrung. Dazu hat eine gute Schusstechnik und einen tollen Antritt. Zudem ist ein angenehmer und umgänglicher Typ, einer, mit dem man auch mal ein Bier trinkt“, verdeutlicht Garlipp. Wenn Ferraro sagt, er habe wegen seines Schichtdienstes keine optimale Fitness, deshalb an Spritzigkeit eingebüßt und ein paar Blessuren, dann mag man sich als Gegner gar nicht ausmalen, wie es wäre, wenn der Torjäger topfit wäre.
Die Idee, in die italienische Heimat seines Vaters zu ziehen, hat Gianluca Ferraro, der als Bühnentechniker am Mannheimer Nationaltheater arbeitet, längst verworfen. „Da müsste meine Freundin einverstanden sein und ich müsste den Beruf aufgeben“, nennt der jüngste von vier Brüdern Gründe hierzubleiben. Auch beim BSC wird man dies gerne hören.