Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Der Spross aus dem bekannten Handball-Dorf

Tim Schaller
Tim Schaller

Das Zweitspielrecht bei den Eulen Ludwigshafen ist erloschen. Tim Schaller ist zu alt dafür. Trotzdem ist der 23-Jährige weiterhin beim Handball-Zweitligisten am Ball. Möglich macht dies sein Wechsel von der HG Oftersheim-Schwetzingen zum Ligarivalen HSG Friesenheim-Hochdorf

Der Student für Maschinenbau an der Universität Kaiserslautern, der im Herbst seine Bachelor-Arbeit „in Angriff nimmt“, verfolgt mit dem Wechsel in die zweite Mannschaft der Eulen, der HSG Friesenheim-Hochdorf, sein Ziel, sich mittelfristig auch für die Zweite Liga zu empfehlen. „Ich habe höhere Ziel als nur Dritte Liga zu spielen, und ich will auch mehr dafür tun. Da passt das Modell perfekt für mich“, sagt Schaller: „Mein Ziel sind acht bis neun Einheiten in der Woche. Jetzt bin ich auch in der Vorbereitung bei den Eulen dabei.“

In der Tat: In diesen Tagen trug er auch das Eulen-Trikot im ersten Testspiel bei der SG Köndringen-Teningen. Dann kam er beim Sparkassen-Cup in Altensteig zum Einsatz. In dieser Woche ist er auch beim Trainingslager der Eulen in der Hohen Salve in der Kitzbühel dabei. Sein Pendant bei den Eulen, Lion Zacharias, ist derzeit noch bei den Rhein-Neckar Löwen im Einsatz. „Ich bin um jede Gelegenheit, die ich bekomme, dankbar“, sagt Schaller: „Der Wechsel zum HLZ macht auch vieles in der Absprache zwischen den Trainern der beiden Mannschaften einfacher und ich habe auch eine klare Perspektive.“

Schaller schätzt das gute Miteinander der beiden Trainer Gabriel Schmiedt und Michel Abt. Er hat wegen des Wechsels nach Hochdorf seinen Wohnort von Mannheim-Friedrichsfeld nach Dannstadt-Schauernheim verlagert. „Das passt, es sind jetzt nur kurze Wege nach Hochdorf.“

Treffen bei Heimatbesuch

Schaller will den gleichen Weg wie sein Freund Marc Robin Eisel gehen. Schaller kommt aus Niederwürzbach, dem kleinen Ort in der Nähe von Homburg, wo einst Rudi Hartz, den TV Niederwürzbach mit Spielern, wie dessen Sohn Jürgen und Christian Schwarzer bis an die deutsche Spitze führte. „Es ist für mich schwer vorstellbar, was in solch einem kleinen Dorf damals passiert ist“, sagt Schaller, dessen Eltern beide in diesem Verein gespielt haben. Mit Kian Schwarzer, dem Sohn von „Blacky“ Schwarzer, heute Linksaußen beim TBV Lemgo, ist er befreundet. „Wir waren seit der dritten Klasse zusammen auf der Schule. Wenn wir um die Feiertage wieder zu Hause bei den Familien sind, dann versuchen wir uns alle wieder zu treffen“, erzählt Schaller. Zudem Quartett zählen auch Marc Robin Eisel und Sebastian Meister (SV 64 Zweibrücken).

So bedauert Schaller, dass er beim Sparkassen-Cup in Gensungen nicht dabei ist, wo die Eulen Ludwigshafen auf den TBV Lemgo treffen werden. „Das wäre echt cool gewesen, gegen Kian zu spielen“, sagt Schaller. Zu diesem Zeitpunkt ist er voll auf die Vorbereitung bei der HSG fokussiert. Mit seiner Erfahrung soll er für frischen Wind auf dem linken Flügel sorgen. Zudem gilt Schaller als souveräner Siebenmeter-Schütze. „Der Klassenerhalt ist unser Ziel“, sagt Schaller. Die neuformierte Mannschaft hatte einen starken personellen Aderlass zu verkraften.

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