Hochdorf-Assenheim
Der Junior-Chef des TV Hochdorf
Simon Leigner will dabei mithelfen, dass die Punkte im TVH-Sportzentrum bleiben. Der 19 Jahre alte Abwehrspezialist wird dabei besonders gefordert sein. „Wir wollen eine sehr harte und aggressive Abwehr spielen“, nennt Trainer Björn Friedrich den Schlüssel zum Erfolg. Viel Arbeit also im Mittelblock für den 1,93 Meter langen angehenden Physiotherapeuten.
Der fühlt sich in der Dritten Liga gut aufgehoben. „Unser Trainer Björn Friedrich hat schon letztes Jahr in der A-Jugend-Bundesliga großen Wert auf Tempo gelegt“, sagt Leigner. Keine große Umstellung also für ihn. Und auch mit dem Spielsystem aus einer aktiven und aggressiven Abwehr heraus ist der Ruppertsberger, der seit der C-Jugend für den TV Hochdorf spielt, vertraut. „Ich muss nur körperlich noch ein wenig zulegen“, nennt er das größte Defizit. In der Abwehrarbeit sieht er sich als „Junior-Chef“, hinter dem Organisator Nikola Sorda. „Ich versuche viel von ihm zu lernen und kommuniziere viel auf dem Feld“, beschreibt er seinen Spielstil. Dabei sei er keineswegs nur Sender, sondern noch stärker Empfänger. „Ich bekomme auf dem Feld von allen Seiten viel Unterstützung. Egal, ob von unseren Torleuten oder auch von den Nebenleuten und Niko selbst. Sie geben mir andauernd wichtige Tipps, was ich noch verbessern kann und muss“, sagt Leigner. Deshalb hofft er auch gegen Neustadt wieder auf Einsatzzeit und damit Lernerfahrung im Deckungszentrum.
Dünne Personaldecke des Gegners ist Schwachstelle
Die ist überaus wahrscheinlich, denn Trainer Björn Friedrich hat den dünnen Personalkader der Gäste als Schwachpunkt ausgemacht. „Wir müssen deshalb von Anfang an auf das Gaspedal drücken, den Ball laufen lassen und mutig in die Deckungslücken stoßen“, kündigte er an. Damit verbunden sind einige Personalwechsel, denn gerade im Tempospiel sind die Ruhepausen für die Leistungsträger wichtig. Das ist eine Gelegenheit für die Spieler auf der Bank.
Hier hat Friedrich wieder mehr Auswahlmöglichkeit, denn neben dem frisch gebackenen Papa Lukas Gerdon, der seine Elternzeit beendet hat, meldete sich auch der Verletzte Marvin Gerdon für das richtungsweisende Spiel wieder zurück. „Neustadt verfügt über einige sehr erfahrene Spieler, allen voran Benjamin Herth mit seiner Erstligaerfahrung. Die werden uns bestrafen, wenn wir ihnen zu viel Platz lassen“, warnt Friedrich. Er baut deshalb auf die volle Einsatzbereitschaft im gesamten Kader. Dann sollte es für die Neustadter auch die dritte Niederlage im vierten Vergleich gegen die Handball-Pfalz der Dritten Liga geben.