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Südpfälzer beim Deutschland-Cup: Die 13 ist keine Unglückszahl
Zwischenschwung am Barren: 0,5 Punkte Abzug. Sturz auf das Gerät am Reck: mindestens 1,5 Punkte Abzug. Die Nerven liegen blank. Am Boden fehlt Oskar Dietz vom TV Bad Bergzabern der Mut zu den schwierigen Teilen. Der angepeilte siebte Rang ist beim Deutschland-Cup in die Ferne gerückt. Dietz wird in der Altersklasse 16/17 Neunter mit 64,3 Punkten. Es ist die beste Platzierung für einen Pfälzer, die in Waging am See herauskommt.
Das zeigt die Qualität seiner Leistung. Im Spätjahr peilt Dietz auch einen Platz in der Ligamannschaft des Pfälzer Turnerbundes an. Björn Schik aus Landau erturnt am Boden die hohe Wertung von 13 Punkten, lässt aber am Seitpferd, Sprung und am Reck einiges liegen. Mit 61,8 Punkten belegt er Rang 14 in dieser Altersklasse. David Jäger und Dario Weis vom TVB, als Kampfrichter berufen, bestätigten das hohe Niveau gerade in diesem Alter.
Glück und Risiko
Bei den 18- bis 29-Jährigen vertreten die Hatzenbühler Jakob Schäfer und Luca Sittinger sowie Thomas Quint aus Bad Bergzabern den Pfälzer Turnerbund. Auch beim Turnen spielen Glück, das Verletzungsrisiko und die Tagesform oft eine große Rolle. Nur einer beendet seinen Wettkampf an allen sechs Geräten. Sittinger kann aus Verletzungsgründen nur Boden turnen. Quint beginnt sehr stark am Seitpferd. Die Ringeübung wird trotz eines Wacklers im Handstand mit dem sehr guten Wert von 11,65 Punkten bewertet. Der Sprung, Überschlag-Salto, glückt eigentlich – wenn er nicht bei der Landung gestürzt wäre. Zerrung, oder Stauchung, auf jeden Fall „Wettkampf finito“. Ein zehnter Rang wäre aufgrund der bisherigen Punktezahl drin gewesen. Schäfer fehlen noch schwierige Übungsteile. Da hilft auch eine noch so gute Ausführung nicht. Der 14. Platz ist eine Motivation für das kommende Jahr.
Über den Tellerrand geschaut
Gustav Kopf aus Landau schnuppert bei den Jüngsten (12 bis 13 Jahre) nationale Konkurrenzluft. Die Mitstreiter sind aus Leipzig oder Unterföhring, klangvolle Namen im Turnen. Sein 13. Rang mit 56,7 Punkten sollte eigentlich eine Glückszahl sein, die er im nächsten Jahr sicher hinter sich lässt.
In der AK 14/15 vertreten Luis Sittinger aus Hatzenbühl und Leon Marcel Kaufmann aus Wörth die Farben der Südpfalz. Beide haben besonders am Reck noch Nachholbedarf. Mit einem Ausgangswert von 11 oder 11,5 Punkten schauen sie der Konkurrenz noch hinterher. Über über den Tellerrand der Pfalz hinwegschauen und nicht ganz hinten landen, ist ein Erfolg. Denn jeder der Teilnehmer hat sich ja für diesen nationalen Wettkampf qualifizieren müssen.
Drei Ausfälle und ein Feuerwerk
Am ersten Tag waren die Mädchen an ihren vier Geräten. Von den qualifizierten sechs Turnerinnen konnten nur drei antreten: Julia Griesbek (AK 12/13) aus Neuburg, Lotta Dörr (14/155) aus Schwegenheim und Paulina Eck (16/17) aus Neuburg. Verletzungen und Corona forderten ihren Tribut. Eck, ebenfalls auf dem Glücksplatz 13, erturnte sich mit 48,45 Punkten einen Platz im vorderen Drittel der Konkurrenz. Die Konkurrenz bei den Mädchen ist weit höher, die Abstände sind knapper. Ein Punkt kann schon fünf Plätze ausmachen.
Lotta Dörr hatte am Boden eine Kür mit Ausgangswert von 16,9 Punkten, aber in der Ausführung wurden 4,1 Punkte abgezogen. Ansonsten eine Kür, die aufhorchen lässt, und wieder einmal die „Schwegenheimer Qualität“ unter Beweis stellt. Julia aus Neuburg, die Jüngste, zündete ein Feuerwerk: 14,9 Punkte am Boden, 12,4 Punkte am Sprung. Mit 48.7 Punkten fehlten nur 0,5 Punkte für das Podest. Bei dieser Leistung werden sicher die Leistungstrainer sehr aufmerksam hinschauen.