Horbach
Teil der Ortsgeschichte kehrt zurück
Die Junge Union (JU) wendete insgesamt 1700 Euro auf, um dem Kunstwerk den Weg zurück in die Gemeinde zu ebnen. Für 1400 Euro wurde es gekauft. Zu sehen ist es im Anbau des Dorfgemeinschaftshauses. Zuvor war die ausgewählte Wand noch saniert worden. All das kostete, inklusive Montage des Kunstwerks, noch einmal 300 Euro.
Linde musste 2016 fallen
Im März 2016, erinnert der JU-Vorsitzende Marcel Schäfer, musste die Luitpold-Linde an der Kirche gefällt werden. Die Verkehrssicherheit bei dem über 100 Jahre alten Baum war nicht mehr gegeben. Dass es ein besonderer Baum ist, hatte damals der in Petersbächel beheimatete, auf Kunstwerke aus Holz spezialisierte Künstler Erwin Würth erkannt. Ihm wurde die Linde überlassen. Er schuf daraus verschiedene Kunstwerke, die 2017 bei einer Vernissage auf der Horbacher Mühle zu sehen waren. Ein ganz besonderes Exponat trug den Titel „Einblicke“. In dessen Zentrum stand das große markante Loch in der Mitte des Lindenstammes, das auch Zeugnis für den nicht mehr verkehrssicheren Zustand des Baumes gewesen war.
Bereits 2017 wurde im Rat darüber diskutiert, dass dieses Kunstwerk für die Gemeinde erworben werden sollte, damit dieses Teil der Horbacher Geschichte bleibt, blickt Marcel Schäfer zurück. Aus finanziellen Gründen scheiterte dieses Vorhaben allerdings. Für die Gemeinde war es nicht finanzierbar.
Gekauft und gespendet
Für viele war das Kunstwerk aber weiter ein Thema. Auch innerhalb der JU „wurde über die damals verpasste Chance immer mal wieder kontrovers diskutiert“, sagt Schäfer. Das Ergebnis der kontroversen Diskussion: Letztendlich entschied die JU, das Kunstwerk „Einblicke“ zu kaufen und der Gemeinde zu spenden. „Für uns stellt es das Herzstück der Luitpold-Linde dar“, sagt Schäfer. Für die Gemeinde und die künftigen Generationen sollte es als kulturelles Erbe in Horbach erhalten werden. Entschieden, gekauft, montiert. Im Anbau des Dorfgemeinschaftshauses ist das Stück Ortsgeschichte nun zu sehen.