Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel SV Herschweiler-Pettersheim kann sich keine Ausrutscher mehr erlauben

Spielertrainer Yannick Schording (hinten) beim Spiel der SV Herschweiler-Pettersheim bei der SG Hüffler/Wahnwegen im Duell mit K
Spielertrainer Yannick Schording (hinten) beim Spiel der SV Herschweiler-Pettersheim bei der SG Hüffler/Wahnwegen im Duell mit Kenny Metzger.

Kann die SG Jettenbach/Eßweiler/Rothselberg noch einmal zum Stolperstein werden? Oder bleibt der SV Herschweiler-Pettersheim zumindest auf Kurs in Richtung Entscheidungsspiel um die Meisterschaft? Eine Antwort darauf gibt es am Sonntagnachmittag um 15 Uhr.

Erst im 20. Saisonspiel, am Samstag vor Ostern, musste der SV Herschweiler-Pettersheim seine erste Saisonniederlage in der B-Klasse Kusel-Kaiserslautern Nord einstecken: 0:3 bei der SG Hüffler/Wahnwegen. Schade aus SV-Sicht, weil man dadurch einen kleinen Rückschlag im Meisterschaftskampf hatte hinnehmen müssen. Aber beileibe keine Schande, ringt man doch mit eben jener SG um den Titel. „Natürlich haben wir uns da geärgert. Wir hätten einen riesen Schritt Richtung Meisterschaft machen können. Über 90 Minuten war das aber verdient. Aber es ist noch nichts verloren. Wir haben alles in der eigenen Hand. Wenn wir unsere Nachholspiele gewinnen, sind wir punktgleich“, konstatiert SV-Spielertrainer Yannick Schording.

Er und sein Team wissen aber auch um die gleich doppelt schwierige Lage. Denn zum einen befindet er, „dass Hüffler nicht den Anschein macht, noch was liegen zu lassen“ und andererseits die eigene Mannschaft „die Hausaufgaben machen muss“ und sich ihrerseits keinen Ausrutscher mehr leisten darf. „Insofern fühlen wir uns schon auch unter Zugzwang, einerseits an Hüffler dran zu bleiben und auf der anderen Seite auch Burglichtenberg nicht mehr herankommen zu lassen“, erklärt Schording.

Titelkampf schöner Anreiz

Eine schöne Situation sei der Kampf um den Titel nach den Worten des Trainers auch für den Verein, bei dessen Fußballern es zu so einer Saisonphase in den letzten Jahren oft um kaum etwas ging. Und schließlich befinden sich im Kader auch so einige Akteure im Alter von Mitte 30 oder gar älter. „Denen ist, denke ich, auch bewusst, dass es womöglich ihre letzte Chance ist, nochmal einen Titel zu holen. Wenn nicht jetzt, wann dann“, fragt sich der Coach, der überdies von einer großen Motivation und Trainingsbeteiligung innerhalb des Teams spricht und im Saisonendspurt nach aktuellem Stand mit Ausnahme von „Zack“ Griffin auf den kompletten Kader zurückgreifen kann.

Vor dem kommenden Gegner hat man im Lager des SV dann auch eine Menge Respekt, nicht nur, weil die SG Jettenbach/Eßweiler/Rothselberg als Tabellenfünfter eine gute Saison spielt. „Im Hinspiel waren sie uns in der ersten Halbzeit spielerisch überlegen, von daher sind wir gewarnt“, erinnert sich Schording an das 1:1 auf eigenem Platz Mitte Oktober 2022. Später wurde seine Mannschaft dann dominanter. Und so soll es nach dem Wunsch des Trainers auch am Sonntag laufen: „Das ist die Marschroute, dominant aufzutreten. Jettenbach ist sicher nicht zu unterschätzen, die Tabelle lügt nicht. Das ist eine gute Mannschaft. Für uns aber ist ein Dreier Pflicht, alleine schon aus der Konkurrenzsituation zu Hüffler. Ich tippe auf ein 3:0 für uns.“

Personalsorgen bei der SG

Dass Daniel Arnold mit der „SG JER“ zu einem so späten Zeitpunkt der Saison auf Rang fünf steht, vielleicht sogar noch Platz drei möglich ist, damit hat man im Lager der Spielgemeinschaft nicht unbedingt gerechnet. „Vor der Saison hatten wir uns qualitativ ja eher verschlechtert. Aber für uns ging es am ersten Spieltag gleich gut los, wir sind zu einer Einheit geworden“, sagt Arnold.

Jüngst allerdings ging den Kombinierten ein wenig die Luft aus, was auch am Personal liegt, wie Arnold berichtet: „Wir gehen da echt auf den Zahnfleisch. Und das reicht dann gegen die Spitzenmannschaften nicht.“ Mit Blick auf den Sonntag weiß er auch noch nicht, ob ihm alle seine Leistungsträger zur Verfügung stehen. Raimund Ebert und Yannick Wendel sind angeschlagen, die Routiniers Sascha Herz und Jochen Schepanski kamen bis dato auch eher selten zum Einsatz. Und zudem ist der Einsatz von Arnold selbst, den immer wieder Knieprobleme plagen, noch nicht gesichert. „Da rechnen wir uns vorab nicht so viel aus. Aber wir gehen ins Spiel wie im Hinspiel, wo wir gut gespielt haben. Und dann geht da vielleicht was“, hofft Arnold, der auch im kommenden Jahr auf der Kommandobrücke bei der SG bleibt. Am Sonntag soll seine Elf möglichst nicht als Verlierer vom Platz gehen. Der Tipp von Daniel Arnold: Ein 1:1.

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