Kusel
Sommerschulen: In den Ferien die Schulbank drücken
Die Kurse sind laut einem Schreiben des rheinland-pfälzischen Bildungsministeriums als intensiver Nachhilfeunterricht gedacht, um „zentrale Grundkompetenzen“ zu verbessern. Geplant ist der Unterricht in kleinen Lerngruppen von etwa zehn Schülern, gehalten von „Personal mit Bezug zu Schule und Lernen“ auf ehrenamtlicher Basis. Die Kurse sollen etwa drei Stunden dauern und montags bis freitags vormittags möglichst nah am Wohnort stattfinden. Laut Bildungsministerium sollen sie schulartübergreifend und in jedem Fall kostenlos angeboten werden.
Für den Ablauf und die Organisation der Sommerschule sei der Schulträger verantwortlich, erklärt Katja Zielinski, Schulleiterin der Realschule plus Lauterecken-Wolfstein. Noch lägen ihr wenige Informationen dazu vor: Ob die Schule Räume zur Verfügung stellen wird, sei zum Beispiel noch unklar. An ihrer Schule seien sieben Schüler an der Sommerschule interessiert. „Der Rücklauf ist relativ mäßig, die Entscheidung liegt bei den Eltern, die entsprechend informiert wurden“, sagt Zielinski.
Ältere Schüler als Kursleiter?
Ganz ähnlich sieht die Informationslage bei der Schulleiterin der Realschule plus Kusel, Nina Dahlke, aus. Dort habe sich eine Handvoll Schüler gemeldet, die in ein Portal der ADD eingetragen worden seien. Wo die Sommerschule stattfinden wird, entscheide auch hier der Schulträger. Und: „Weitere Informationen gibt es wohl nur, wenn wir als Standort ausgewählt werden.“ Dass Lehrer der Schule in der Sommerschule aktiv werden, bezweifle sie, da diese das kommende Schuljahr vorbereiten müssten. Sie vermutet daher, dass eher angehende Lehrer und ältere Schüler die Kurse leiten werden.
An der IGS Schönenberg-Kübelberg/Waldmohr haben im Vergleich zu den anderen Schulen deutlich mehr Schüler Interesse bekundet: laut Schulleiter Uwe Steinberg 53. Ob sich diese dann auch alle anmelden werden, werde sich zeigen. Den Abiturienten habe die Schule die Möglichkeit aufgezeigt, sich als Tutor in der Sommerschule zu engagieren – ob sie das Angebot annehmen, gehe jedoch an der Schule vorbei.