Schönenberg-Kübelberg RHEINPFALZ Plus Artikel Schmittweilerer Kapelle feiert 50. Geburtstag

Von außen wirkt das Gotteshaus eher wie ein Vereinsheim.
Von außen wirkt das Gotteshaus eher wie ein Vereinsheim.

Schon seit exakt 50 Jahren besitzt der kleine Schönenberg-Kübelberger Ortsteil Schmittweiler in der Straße Am Klingbach eine eigene Kapelle mit integriertem Gemeindesaal. Ein Grund zum Feiern.

Das Fest beginnt mit einem Gottesdienst mit Pfarrer Michael Kapolka am Freitag, 7. Juli, um 18.30 Uhr. Anschließend ist gemütliches Beisammensein bei Essen, Getränken und Live-Musik geplant.

Schmittweiler ist keine eigene katholische Kirchengemeinde, vielmehr eine Filiale von Kübelberg. Um „eine aktive Teilnahme der Gemeindemitglieder am kirchlichen Leben zu gewährleisten“ – wie Markus Bauer in „Die Kirchen des Pfarrverbands Schönenberg-Kübelberg“ schreibt – wurde 1969 von der katholischen Kirchenverwaltung Kübelberg beschlossen, ähnlich wie in anderen Orten zu jener Zeit ein Gemeindezentrum zu bauen. Mit der Planung wurde der Schönenberger Architekt Günter Schuck beauftragt. Nach zweijähriger Bauzeit wurde das „Gemeindezentrum mit integrierter Kapelle“ am 8. April 1973 von dem Speyerer Generalvikar Erich Diemer eingeweiht. Seither wird es rege genutzt.

Von 150 auf 70 Plätze reduziert

Von außen eher an ein Vereinsheim erinnernd, unterscheidet es sich innen wenig von anderen Gotteshäusern. Es gibt einen Altarraum mit Altar und Tabernakel, einen kleinen Marienaltar, Ambo, Leuchter und Kreuz. Sogar eine Orgel ist vorhanden. Bis zur Pandemie fanden 150 Besucher Platz. Während der Corona-Zeit wurde die Anzahl der Stühle auf 70 reduziert, um Abstand zu gewährleisten – „und das ist so geblieben“, sagt Gemeindemitglied Wolfgang Weber. Jeden zweiten Freitag im Monat wird hier Gottesdienst gefeiert, mehrmals im Jahr Hochzeit. Außerdem dient die Kapelle als Aussegnungshalle bei Beerdigungen.

Die Unterkirche und der Gemeindesaal werden laut Weber gern für private Feiern gemietet. Der große Saal hat eine Fläche von gut 60 Quadratmetern. Eine „gut ausgestattete“ Küchenzeile, Gefrierschränke, zwei Herde und eine große Spülmaschine dürfen nicht fehlen. Der kleinere Gruppenraum, den einst die Jugendgruppen belegten, dient heute als Abstellmöglichkeit. Auch der Taizé-Chor probt hier.

„Rüstige Rentner“ kümmern sich

Jeden Freitagabend treffen sich hier die etwa 30 bis 40 der 128 Mitglieder des Pensionärvereins. Es sind laut Weber auch „die rüstigen Rentner“, die sich um das Gemeindezentrum kümmern. So haben sie in Eigenleistung den geforderten zweiten Notausgang eingebaut. Für die Materialien kam die Kirchengemeinde Heiliger Christophorus auf.

Das gesamte Gemeindezentrum – einen eigenen Namen trägt es nicht – ist nach Worten Webers „gut in Schuss“, renovierungsbedürftig sei es nicht. Etwa 20 Besucher kämen zu den Freitagsgottesdiensten. „Das ist gut. Und das sind sogar mehr als in manch anderen Gemeinden sonntags“, fügt das Kübelberger Gemeindeausschussmitglied schmunzelnd hinzu. Bis vor kurzem hätten sich zwei Sakristaninnen um die Kirche gekümmert, eine habe jetzt aus Altersgründen aufgehört. Die beiden hätten außerdem als Lektorinnen im Gottesdienst fungiert. Neue ehrenamtliche Helfer seien willkommen, betont Wolfgang Weber, selbst Lektor und Sakristan in St. Valentin, Kübelberg.

x